Atmen und Atmung verstehen

Wie die Atemfunktion unseren Körper beeinflusst und warum Allergien eine Rolle spielen

Die Atmung begleitet uns vom ersten bis zum letzten Moment unseres Lebens – meist unbewusst, aber von enormer Bedeutung. Rund 20.000 Atemzüge pro Tag sichern die Sauerstoffversorgung unseres Organismus. Gerät dieser Prozess aus dem Gleichgewicht, etwa durch Allergien oder entzündliche Reaktionen, kann sich das schnell auf Leistungsfähigkeit, Schlafqualität und allgemeines Wohlbefinden auswirken.

Im Folgenden werden die Funktion der Atmung, ihre physiologischen Abläufe sowie der Zusammenhang zwischen Atmung und Allergien umfassend erläutert.


Wie Atmen funktioniert

Die Atmung besteht aus zwei zentralen Prozessen:

Bereich Funktion
Äußere Atmung Aufnahme von Sauerstoff über die Lunge und Abgabe von Kohlendioxid
Innere Atmung Sauerstoffverwertung in den Zellen zur Energiegewinnung

Der Weg der AtemluftAtmen und Atmung verstehen

  1. Luft strömt durch Nase oder Mund ein

  2. Sie passiert Rachen und Kehlkopf

  3. Über die Luftröhre gelangt sie in die Bronchien

  4. In den Lungenbläschen (Alveolen) findet der Gasaustausch statt

Das Zwerchfell spielt dabei eine zentrale Rolle. Beim Einatmen senkt es sich ab, wodurch sich der Brustraum vergrößert. Beim Ausatmen entspannt es sich wieder.


Aufgaben der Atmung im Überblick

Die Atemfunktion erfüllt weit mehr als nur den Sauerstofftransport.

Aufgabe Bedeutung für den Körper
Sauerstoffversorgung Grundlage der Energieproduktion
CO₂-Abtransport Reguliert den Säure-Basen-Haushalt
Filterfunktion Nase filtert Staub und Keime
Erwärmung & Befeuchtung Schutz der Atemwege
Stimmbildung Luftstrom ermöglicht Sprechen

Allergien und ihre Auswirkungen auf die Atmung

Allergien betreffen häufig die Atemwege. Besonders Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmelpilze können die Atemfunktion beeinträchtigen.

Typische allergische Atemreaktionen

  • Verengte Bronchien

  • Entzündete Schleimhäute

  • Übermäßige Schleimproduktion

  • Reizhusten

  • Atemnot

Bei einer allergischen Reaktion schüttet der Körper Histamin aus. Dieses führt zu Schwellungen der Schleimhäute und kann die Atmung deutlich erschweren.


Asthma und allergische Atemprobleme

Ein häufiges Beispiel ist das allergische Asthma. Hier reagieren die Bronchien überempfindlich auf bestimmte Reize.

Merkmal Beschreibung
Ursache Allergene wie Pollen oder Tierhaare
Symptom Pfeifende Atmung, Kurzatmigkeit
Verlauf Anfallsartig oder chronisch
Therapie Inhalative Medikamente, Allergenvermeidung

Allergisches Asthma tritt häufig gemeinsam mit Heuschnupfen auf. Ohne Behandlung kann sich eine sogenannte Etagenwechsel-Problematik entwickeln – von der Nase hinunter in die Bronchien.


Mund- oder Nasenatmung

Die Nasenatmung gilt als physiologisch sinnvoller.

Nasenatmung Mundatmung
Filtert Schadstoffe Keine Filterfunktion
Erwärmt die Luft Kalte Luft gelangt direkt in die Bronchien
Fördert Stickstoffmonoxid-Produktion Geringere Schutzwirkung

Bei chronisch verstopfter Nase durch Allergien wird häufig auf Mundatmung ausgewichen – was die Atemwege zusätzlich reizen kann.


Atemübungen zur Unterstützung

Regelmäßige Atemübungen können helfen, die Atemmuskulatur zu stärken und Stress zu reduzieren.

Beispiele:

  • Bauchatmung im Liegen

  • Verlängertes Ausatmen

  • Atemrhythmus 4-6 (vier Sekunden ein, sechs Sekunden aus)

  • Moderate Bewegung an frischer Luft

Besonders bei allergischen Beschwerden kann eine bewusste Atmung helfen, Panikgefühle bei Atemnot zu vermeiden.


Wann ärztlicher Rat wichtig ist

Folgende Symptome sollten medizinisch abgeklärt werden:

  • Häufige Atemnot

  • Pfeifende oder rasselnde Atmung

  • Nächtliche Hustenanfälle

  • Leistungsabfall bei Belastung

Unbehandelte Atemwegserkrankungen können langfristig zu chronischen Einschränkungen führen.


Fazit zur Bedeutung der Atmung

Die Atmung ist ein hochkomplexer, fein abgestimmter Prozess. Allergien können diese Balance empfindlich stören, indem sie Schleimhäute anschwellen lassen und Bronchien verengen. Ein bewusster Umgang mit der eigenen Atemgesundheit, das Erkennen von Allergieauslösern und gezielte Prävention tragen wesentlich dazu bei, die Lebensqualität zu erhalten.

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