Wie die Atemfunktion unseren Körper beeinflusst und warum Allergien eine Rolle spielen
Die Atmung begleitet uns vom ersten bis zum letzten Moment unseres Lebens – meist unbewusst, aber von enormer Bedeutung. Rund 20.000 Atemzüge pro Tag sichern die Sauerstoffversorgung unseres Organismus. Gerät dieser Prozess aus dem Gleichgewicht, etwa durch Allergien oder entzündliche Reaktionen, kann sich das schnell auf Leistungsfähigkeit, Schlafqualität und allgemeines Wohlbefinden auswirken.
Im Folgenden werden die Funktion der Atmung, ihre physiologischen Abläufe sowie der Zusammenhang zwischen Atmung und Allergien umfassend erläutert.
Wie Atmen funktioniert
Die Atmung besteht aus zwei zentralen Prozessen:
| Bereich | Funktion |
|---|---|
| Äußere Atmung | Aufnahme von Sauerstoff über die Lunge und Abgabe von Kohlendioxid |
| Innere Atmung | Sauerstoffverwertung in den Zellen zur Energiegewinnung |
Der Weg der Atemluft
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Luft strömt durch Nase oder Mund ein
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Sie passiert Rachen und Kehlkopf
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Über die Luftröhre gelangt sie in die Bronchien
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In den Lungenbläschen (Alveolen) findet der Gasaustausch statt
Das Zwerchfell spielt dabei eine zentrale Rolle. Beim Einatmen senkt es sich ab, wodurch sich der Brustraum vergrößert. Beim Ausatmen entspannt es sich wieder.
Aufgaben der Atmung im Überblick
Die Atemfunktion erfüllt weit mehr als nur den Sauerstofftransport.
| Aufgabe | Bedeutung für den Körper |
|---|---|
| Sauerstoffversorgung | Grundlage der Energieproduktion |
| CO₂-Abtransport | Reguliert den Säure-Basen-Haushalt |
| Filterfunktion | Nase filtert Staub und Keime |
| Erwärmung & Befeuchtung | Schutz der Atemwege |
| Stimmbildung | Luftstrom ermöglicht Sprechen |
Allergien und ihre Auswirkungen auf die Atmung
Allergien betreffen häufig die Atemwege. Besonders Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmelpilze können die Atemfunktion beeinträchtigen.
Typische allergische Atemreaktionen
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Verengte Bronchien
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Entzündete Schleimhäute
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Übermäßige Schleimproduktion
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Reizhusten
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Atemnot
Bei einer allergischen Reaktion schüttet der Körper Histamin aus. Dieses führt zu Schwellungen der Schleimhäute und kann die Atmung deutlich erschweren.
Asthma und allergische Atemprobleme
Ein häufiges Beispiel ist das allergische Asthma. Hier reagieren die Bronchien überempfindlich auf bestimmte Reize.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Ursache | Allergene wie Pollen oder Tierhaare |
| Symptom | Pfeifende Atmung, Kurzatmigkeit |
| Verlauf | Anfallsartig oder chronisch |
| Therapie | Inhalative Medikamente, Allergenvermeidung |
Allergisches Asthma tritt häufig gemeinsam mit Heuschnupfen auf. Ohne Behandlung kann sich eine sogenannte Etagenwechsel-Problematik entwickeln – von der Nase hinunter in die Bronchien.
Mund- oder Nasenatmung
Die Nasenatmung gilt als physiologisch sinnvoller.
| Nasenatmung | Mundatmung |
|---|---|
| Filtert Schadstoffe | Keine Filterfunktion |
| Erwärmt die Luft | Kalte Luft gelangt direkt in die Bronchien |
| Fördert Stickstoffmonoxid-Produktion | Geringere Schutzwirkung |
Bei chronisch verstopfter Nase durch Allergien wird häufig auf Mundatmung ausgewichen – was die Atemwege zusätzlich reizen kann.
Atemübungen zur Unterstützung
Regelmäßige Atemübungen können helfen, die Atemmuskulatur zu stärken und Stress zu reduzieren.
Beispiele:
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Bauchatmung im Liegen
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Verlängertes Ausatmen
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Atemrhythmus 4-6 (vier Sekunden ein, sechs Sekunden aus)
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Moderate Bewegung an frischer Luft
Besonders bei allergischen Beschwerden kann eine bewusste Atmung helfen, Panikgefühle bei Atemnot zu vermeiden.
Wann ärztlicher Rat wichtig ist
Folgende Symptome sollten medizinisch abgeklärt werden:
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Häufige Atemnot
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Pfeifende oder rasselnde Atmung
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Nächtliche Hustenanfälle
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Leistungsabfall bei Belastung
Unbehandelte Atemwegserkrankungen können langfristig zu chronischen Einschränkungen führen.
Fazit zur Bedeutung der Atmung
Die Atmung ist ein hochkomplexer, fein abgestimmter Prozess. Allergien können diese Balance empfindlich stören, indem sie Schleimhäute anschwellen lassen und Bronchien verengen. Ein bewusster Umgang mit der eigenen Atemgesundheit, das Erkennen von Allergieauslösern und gezielte Prävention tragen wesentlich dazu bei, die Lebensqualität zu erhalten.