
Die Beifuß-Allergie ist eine Pollenallergie gegen Bestandteile der Pollen des Gewöhnlichen Beifußes (Artemisia vulgaris). Typische Beschwerden sind Niesen, eine laufende oder verstopfte Nase, juckende und tränende Augen sowie bei manchen Betroffenen Husten oder allergisches Asthma.
Beifuß gehört zu den Korbblütlern und ist in Deutschland und anderen Teilen Europas weit verbreitet. Die Pflanze wächst häufig an Wegrändern, Böschungen, Bahndämmen, auf Brachflächen und anderen wenig gepflegten Standorten.
Für Allergiker ist Beifuß vor allem im Sommer und Spätsommer relevant, wenn die Pflanze ihre Pollen freisetzt.
Eine besondere Bedeutung hat die Beifuß-Allergie außerdem aufgrund möglicher Kreuzallergien. Bekannt ist insbesondere das sogenannte Sellerie-Beifuß-Gewürz-Syndrom.
Was ist eine Beifuß-Allergie?
Bei einer Beifuß-Allergie reagiert das Immunsystem überempfindlich auf eigentlich harmlose Eiweiße der Beifußpollen.
Es handelt sich typischerweise um eine IgE-vermittelte Allergie.
Bei sensibilisierten Menschen können nach Kontakt mit den Pollen allergische Entzündungsreaktionen entstehen.
Betroffen sind vor allem:
- Nase
- Augen
- Atemwege
Die Beschwerden ähneln deshalb anderen Formen des Heuschnupfens.
Wie heißt Beifuß auf Latein?
Der Gewöhnliche Beifuß trägt den botanischen Namen:
Artemisia vulgaris
Er gehört zur Familie der Korbblütler beziehungsweise Asteraceae.
Zur Gattung Artemisia gehören zahlreiche weitere Pflanzenarten.
Dazu zählen beispielsweise auch:
- Wermut (Artemisia absinthium)
- Estragon (Artemisia dracunculus)
Diese botanische Verwandtschaft kann für Allergiker interessant sein, bedeutet aber nicht automatisch, dass jeder Beifußallergiker auf sämtliche verwandten Pflanzen reagiert.
Andere Namen für Beifuß
Für den Gewöhnlichen Beifuß existieren regional zahlreiche traditionelle Bezeichnungen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Gewöhnlicher Beifuß
- Gemeiner Beifuß
- Gewürzbeifuß
- Gänsekraut
- Besenkraut
- Johannesgürtelkraut
- Sonnenwendkraut
Manche ältere oder regionale Namen werden heute nur noch selten verwendet.
Nicht verwechselt werden sollte Beifuß mit Wermut, obwohl beide Pflanzen zur Gattung Artemisia gehören.
Wo wächst Beifuß?
Beifuß ist eine anspruchslose Pflanze und wächst häufig dort, wo Böden gestört oder wenig bewirtschaftet werden.
Typische Standorte sind:
- Wegränder
- Böschungen
- Bahndämme
- Brachflächen
- Schuttplätze
- Industrieflächen
- Feldränder
Dadurch kommt Beifuß sowohl in ländlichen Gebieten als auch in Städten vor.
Für Pollenallergiker bedeutet dies, dass ein direkter Aufenthalt unmittelbar neben einer Beifußpflanze nicht erforderlich ist, um Beschwerden zu entwickeln.
Die Pollen werden über die Luft verbreitet.
Wann blüht Beifuß?
Beifuß gehört zu den Pollenallergenen des Sommers und Spätsommers.
Je nach Wetter, Region und Vegetationsentwicklung können Pollen bereits im Frühsommer auftreten und bis in den Herbst hinein nachweisbar sein.
Die stärkste Belastung liegt in Mitteleuropa typischerweise im Hoch- und Spätsommer.
Für Allergiker ist deshalb die aktuelle Pollenflugvorhersage hilfreicher als ein starrer Kalender.
Warme, trockene und windige Tage können die Pollenbelastung erhöhen. Regen senkt die Konzentration in der Luft häufig vorübergehend.
Symptome einer Beifuß-Allergie
Die Beschwerden entsprechen häufig denen anderer Pollenallergien.
Typische Symptome sind:
- häufiges Niesen
- laufende Nase
- verstopfte Nase
- Juckreiz in der Nase
- juckende oder brennende Augen
- tränende Augen
- gerötete Augen
- kratzender Hals
- Husten
- Abgeschlagenheit
Bei stärkerer Beteiligung der unteren Atemwege können auch Atembeschwerden auftreten.
Beifuß-Allergie und allergisches Asthma
Bei manchen Menschen beschränken sich die Beschwerden nicht auf Nase und Augen.
Gelangen Allergene in die tieferen Atemwege, können beispielsweise auftreten:
- Husten
- pfeifende Atmung
- Engegefühl im Brustkorb
- Atemnot
Solche Beschwerden können auf allergisches Asthma hinweisen und sollten medizinisch abgeklärt werden.
Unbehandelter allergischer Schnupfen kann bei manchen Betroffenen mit einer Beteiligung der unteren Atemwege verbunden sein.
Beifuß-Allergie oder Erkältung?
Eine Pollenallergie kann leicht mit einer Erkältung verwechselt werden.
Hinweise auf eine Allergie können sein:
- Beschwerden treten jedes Jahr zu einer ähnlichen Jahreszeit auf
- starker Juckreiz an Nase oder Augen
- häufige Niesanfälle
- wässriger Nasenausfluss
- Beschwerden verändern sich mit dem Pollenflug
- Symptome halten über Wochen an
Bei einer Erkältung kommen dagegen häufiger Halsschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl oder Fieber hinzu.
Eine sichere Unterscheidung ist anhand einzelner Symptome jedoch nicht immer möglich.
Kreuzallergien bei Beifuß

Bei einer Beifuß-Allergie sind Kreuzallergien auf bestimmte pflanzliche Lebensmittel möglich.
Ursache sind Eiweißstrukturen, die sich in Beifußpollen und bestimmten Lebensmitteln ähneln.
Das Immunsystem kann diese ähnlichen Proteine miteinander verwechseln.
Besonders bekannt ist das:
Sellerie-Beifuß-Gewürz-Syndrom
Dabei können Beifußallergiker zusätzlich auf Sellerie und bestimmte Gewürze reagieren.
Sellerie-Beifuß-Gewürz-Syndrom
Das Sellerie-Beifuß-Gewürz-Syndrom gehört zu den bekannten pollenassoziierten Nahrungsmittelallergien.
Mögliche Auslöser sind beispielsweise:
- Sellerie
- Karotte
- Petersilie
- Fenchel
- Anis
- Kümmel
- Koriander
Viele dieser Pflanzen gehören zur Familie der Doldenblütler.
Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausfallen.
Nicht jeder Beifußallergiker reagiert auf diese Lebensmittel und ein positiver Allergietest bedeutet nicht automatisch, dass beim Essen tatsächlich Symptome auftreten.
Beifuß und Sellerie
Sellerie gehört zu den wichtigsten Lebensmitteln im Zusammenhang mit Beifuß-Kreuzallergien.
Mögliche Reaktionen sind beispielsweise:
- Jucken im Mund
- Kribbeln auf der Zunge
- Schwellungen an Lippen oder Schleimhäuten
- Nesselsucht
- Magen-Darm-Beschwerden
Bei einer Sellerieallergie sind auch stärkere systemische allergische Reaktionen möglich.
Besonders wichtig ist außerdem, dass bestimmte Sellerieallergene relativ hitzestabil sein können. Gekochter Sellerie ist deshalb nicht für jeden Sellerieallergiker automatisch verträglich.
Welche Gewürze können bei Beifuß-Allergie problematisch sein?
Im Zusammenhang mit dem Sellerie-Beifuß-Gewürz-Syndrom werden insbesondere Gewürze und Kräuter aus der Familie der Doldenblütler beschrieben.
Dazu können gehören:
- Anis
- Fenchel
- Kümmel
- Koriander
- Petersilie
Auch andere Gewürzallergien können gleichzeitig auftreten.
Daraus sollte jedoch nicht abgeleitet werden, dass Menschen mit Beifuß-Allergie grundsätzlich Gewürze meiden müssen.
Entscheidend sind tatsächliche Beschwerden und eine allergologische Diagnose.
Beifuß und Senf
Auch eine Verbindung zwischen Beifußpollenallergie und Senfallergie ist beschrieben.
Diese Kombination wird teilweise als Beifuß-Senf-Syndrom beziehungsweise Mugwort-Mustard-Syndrom bezeichnet.
Nicht jeder Beifußallergiker reagiert auf Senf.
Treten allerdings wiederholt allergische Beschwerden nach senfhaltigen Lebensmitteln auf, sollte dies allergologisch abgeklärt werden.
Beifuß und Pfirsich
Eine weitere beschriebene Verbindung ist das sogenannte Beifuß-Pfirsich-Syndrom.
Dabei können bestimmte Allergene aus Beifußpollen mit Allergenen aus Pfirsich kreuzreagieren.
Diese Form spielt regional unterschiedlich stark eine Rolle und ist beispielsweise im Mittelmeerraum von größerer Bedeutung.
Auch hier gilt: Eine Beifuß-Allergie bedeutet nicht automatisch eine Pfirsichallergie.
Beifuß und Ambrosia
Beifuß und Ambrosia gehören beide zur Familie der Korbblütler.
Zwischen den Pollenallergenen beider Pflanzen bestehen Ähnlichkeiten.
Dadurch können manche Menschen gegen beide Pollenarten sensibilisiert sein.
Eine genaue allergologische Diagnostik kann helfen zu unterscheiden, welche Pollen tatsächlich klinisch relevante Beschwerden verursachen.
Müssen Beifußallergiker bestimmte Lebensmittel vorsorglich meiden?
Nein.
Eine Beifuß-Allergie allein ist kein Grund, Sellerie, Karotten, Gewürze, Senf oder andere potenzielle Kreuzallergene vorsorglich aus der Ernährung zu entfernen.
Lebensmittel sollten in der Regel nur dann gemieden werden, wenn tatsächlich allergische Beschwerden auftreten oder eine entsprechende Allergie medizinisch bestätigt wurde.
Ein unnötig umfangreicher Verzicht kann die Ernährung unnötig einschränken.
Wie äußert sich eine Kreuzallergie?
Kreuzreaktionen auf Lebensmittel können sich zunächst im Mund- und Rachenraum bemerkbar machen.
Mögliche Symptome sind:
- Kribbeln im Mund
- Juckreiz an Lippen oder Gaumen
- Brennen auf der Zunge
- Schwellungen im Mund
- Kratzen im Hals
Je nach beteiligtem Allergen können jedoch auch stärkere Reaktionen auftreten.
Dazu gehören beispielsweise:
- Nesselsucht
- Magen-Darm-Beschwerden
- Atembeschwerden
- Kreislaufreaktionen
Schwere systemische Reaktionen sind möglich und sollten entsprechend medizinisch ernst genommen werden.
Wie wird eine Beifuß-Allergie diagnostiziert?
Bei Verdacht auf eine Beifuß-Allergie sollte eine allergologische Untersuchung erfolgen.
Wichtig ist zunächst die Krankengeschichte.
Dabei kann beispielsweise geklärt werden:
- Zu welcher Jahreszeit treten Beschwerden auf?
- Welche Symptome bestehen?
- Werden die Beschwerden im Freien stärker?
- Bestehen weitere Pollenallergien?
- Gibt es Beschwerden nach bestimmten Lebensmitteln?
Anschließend können geeignete Allergietests durchgeführt werden.
Pricktest bei Beifuß-Allergie
Ein häufig eingesetztes Verfahren ist der Pricktest.
Dabei werden kleine Mengen verschiedener Allergene auf die Haut aufgebracht und die Haut anschließend oberflächlich angeritzt beziehungsweise angestochen.
Entsteht an einer Teststelle eine typische Quaddel und Rötung, spricht dies für eine Sensibilisierung.
Ein positiver Test allein beweist jedoch nicht, dass das betreffende Allergen tatsächlich Beschwerden verursacht.
Das Ergebnis muss immer zur Krankengeschichte passen.
Bluttest bei Beifuß-Allergie
Auch eine Blutuntersuchung auf spezifische IgE-Antikörper kann bei der Diagnostik eingesetzt werden.
Bei komplexen Sensibilisierungen kann eine weiterführende komponentenbasierte Diagnostik helfen, bestimmte Allergene genauer zu unterscheiden.
Das kann insbesondere dann interessant sein, wenn verschiedene Pollenallergien und Kreuzreaktionen gleichzeitig vermutet werden.
Was hilft bei einer Beifuß-Allergie?
Die Behandlung richtet sich nach Art und Stärke der Beschwerden.
Grundsätzlich kommen mehrere Maßnahmen infrage:
- Pollenbelastung reduzieren
- allergische Beschwerden mit geeigneten Medikamenten behandeln
- bei geeigneten Patienten eine allergenspezifische Immuntherapie prüfen
Welche Behandlung sinnvoll ist, sollte mit einem Arzt beziehungsweise Allergologen besprochen werden.
Medikamente gegen Beifuß-Allergie
Zur Behandlung eines allergischen Schnupfens können je nach Beschwerden beispielsweise eingesetzt werden:
- Antihistaminika
- antiallergische Nasensprays
- kortisonhaltige Nasensprays
- Augentropfen bei allergischen Augenbeschwerden
Bei allergischem Asthma sind gegebenenfalls zusätzliche Medikamente für die Atemwege erforderlich.
Die Auswahl sollte sich nach den individuellen Beschwerden richten.
Hyposensibilisierung bei Beifuß-Allergie
Bei geeigneten Patienten kann eine allergenspezifische Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt, infrage kommen.
Dabei wird das Immunsystem über einen längeren Zeitraum wiederholt mit einer kontrollierten Menge des relevanten Allergens konfrontiert.
Ziel ist es, die Überempfindlichkeit langfristig zu reduzieren.
Die Behandlung kann je nach Präparat beispielsweise erfolgen:
- durch Injektionen unter die Haut
- über geeignete Präparate unter der Zunge
Eine allergenspezifische Immuntherapie dauert typischerweise mehrere Jahre.
Ob für die individuelle Beifuß-Allergie ein geeignetes Präparat zur Verfügung steht und eine Behandlung sinnvoll ist, muss allergologisch beurteilt werden.
Beifußpollen im Alltag meiden
Pollen lassen sich nicht vollständig vermeiden.
Die Belastung kann jedoch reduziert werden.
Hilfreich können beispielsweise sein:
- aktuelle Pollenflugvorhersagen beachten
- bei sehr hoher Belastung längere Aktivitäten im Freien reduzieren
- Fenster abhängig von der aktuellen Pollenbelastung gezielt öffnen
- Straßenkleidung nicht im Schlafzimmer ablegen
- abends Haare waschen, wenn viele Pollen daran haften
- Wohnräume regelmäßig reinigen
- geeignete Pollenfilter verwenden
Welche Maßnahmen im Alltag tatsächlich einen Unterschied machen, kann individuell unterschiedlich sein.
HEPA-Filter und Luftreiniger bei Beifuß-Allergie
Luftreiniger mit geeigneten Partikelfiltern können einen Teil der in Innenräumen vorhandenen Pollen aus der Luft entfernen.
Auch Staubsauger mit guten Abluftfiltern können verhindern, dass eingesaugte Partikel wieder in den Raum gelangen.
Ein Luftreiniger ersetzt jedoch keine medizinische Behandlung.
Außerdem gelangt ein erheblicher Teil der Pollen über offene Fenster, Kleidung, Haare oder Haustiere in Innenräume.
Eine Kombination verschiedener Maßnahmen ist deshalb häufig sinnvoller als eine einzelne technische Lösung.
Pollenfilter im Auto
Auch während Autofahrten können Pollen Beschwerden verursachen.
Viele moderne Fahrzeuge besitzen Innenraumfilter.
Bei Pollenallergien kann es sinnvoll sein, diese entsprechend den Herstellerangaben regelmäßig wechseln zu lassen.
Während einer hohen Pollenbelastung kann außerdem das Fahren mit geschlossenen Fenstern die Belastung im Innenraum reduzieren.
Beifuß als Gewürz
Beifuß wird selbst auch als Gewürzpflanze verwendet.
Traditionell findet man ihn beispielsweise bei fettreichen Fleischgerichten wie Gans oder Ente.
Wer ausschließlich gegen Beifußpollen allergisch ist, muss daraus nicht automatisch schließen, dass auch Beifuß als Gewürz Beschwerden verursacht.
Bei bereits bekannten Reaktionen auf Beifußprodukte oder verwandte Pflanzen sollte die individuelle Verträglichkeit jedoch ärztlich abgeklärt werden.
Beifuß als Heilpflanze
Beifuß wurde traditionell auch als Heilpflanze eingesetzt.
Historisch wurde die Pflanze unter anderem für verschiedene Verdauungs- und Frauenbeschwerden verwendet.
Eine traditionelle Verwendung ist jedoch kein Beweis für eine medizinische Wirksamkeit.
Menschen mit einer Beifuß-Allergie sollten außerdem beachten, dass auch pflanzliche Produkte allergische Reaktionen auslösen können.
Beifuß-Allergie und Kamille
Beifuß und Kamille gehören zur Familie der Korbblütler.
Kreuzreaktionen zwischen verschiedenen Korbblütlern sind grundsätzlich möglich und wurden auch zwischen Beifuß und Kamille beschrieben.
Eine Beifuß-Allergie bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Kamillentee oder kamillehaltige Produkte gemieden werden müssen.
Wer nach Kamille wiederholt allergische Beschwerden entwickelt, sollte den Zusammenhang ärztlich abklären lassen.
Beifuß-Allergie im Sommer
Für Menschen mit mehreren Pollenallergien kann es schwierig sein, Beschwerden im Sommer einem einzelnen Auslöser zuzuordnen.
Beifußpollen können sich zeitlich mit anderen Pollen überschneiden.
Deshalb können beispielsweise gleichzeitig Sensibilisierungen gegen:
- Gräser
- Beifuß
- Ambrosia
bestehen.
Ein Allergietest kann helfen, die relevanten Auslöser genauer einzugrenzen.
Wann sollte man zum Arzt?
Eine allergologische Abklärung ist insbesondere sinnvoll, wenn:
- Beschwerden jedes Jahr im Sommer oder Spätsommer wiederkehren
- Heuschnupfen den Alltag oder Schlaf deutlich beeinträchtigt
- Husten oder Atemprobleme auftreten
- bestimmte Lebensmittel allergische Beschwerden verursachen
- die bisherigen Medikamente nicht ausreichend wirken
Bei Atemnot oder schweren allergischen Reaktionen ist eine schnelle medizinische Versorgung erforderlich.
Häufige Fragen zur Beifuß-Allergie
Was ist eine Beifuß-Allergie?
Eine Beifuß-Allergie ist eine Pollenallergie gegen Bestandteile der Pollen von Artemisia vulgaris. Typische Symptome sind allergischer Schnupfen, Niesen, juckende Augen und teilweise Atemwegsbeschwerden.
Wann fliegt Beifußpollen?
Beifußpollen treten hauptsächlich im Sommer und Spätsommer auf. Der genaue Zeitraum und die Stärke des Pollenflugs hängen von Region und Wetter ab.
Welche Kreuzallergien gibt es bei Beifuß?
Besonders bekannt ist das Sellerie-Beifuß-Gewürz-Syndrom. Mögliche Kreuzreaktionen bestehen unter anderem mit Sellerie, Karotte, Petersilie, Fenchel, Anis, Kümmel oder Koriander. Auch Verbindungen zu Senf und Pfirsich sind beschrieben.
Müssen Beifußallergiker Sellerie meiden?
Nein. Eine Beifuß-Allergie bedeutet nicht automatisch eine Sellerieallergie. Sellerie sollte nur gemieden werden, wenn tatsächlich Beschwerden auftreten beziehungsweise eine entsprechende Allergie diagnostiziert wurde.
Kann Beifuß allergisches Asthma auslösen?
Ja. Pollenallergien können bei manchen Betroffenen auch die unteren Atemwege betreffen und Husten, pfeifende Atmung oder allergisches Asthma verursachen.
Kann man eine Beifuß-Allergie behandeln?
Die Beschwerden können unter anderem mit antiallergischen Medikamenten behandelt werden. Bei geeigneten Patienten kann außerdem eine allergenspezifische Immuntherapie infrage kommen.
Ist Beifuß dasselbe wie Ambrosia?
Nein. Beifuß und Ambrosia sind unterschiedliche Pflanzen. Beide gehören jedoch zu den Korbblütlern und ihre Pollenallergene weisen teilweise Ähnlichkeiten auf.
Wie heißt Beifuß auf Latein?
Der botanische Name des Gewöhnlichen Beifußes lautet Artemisia vulgaris.
Fazit zur Beifuß-Allergie
Die Beifuß-Allergie ist eine Pollenallergie gegen den Gewöhnlichen Beifuß (Artemisia vulgaris). Die Beschwerden treten hauptsächlich während der Pollensaison im Sommer und Spätsommer auf.
Typische Symptome sind Niesen, eine laufende oder verstopfte Nase sowie juckende und tränende Augen. Bei manchen Betroffenen sind auch Husten und allergisches Asthma möglich.
Besonders wichtig sind mögliche Kreuzallergien. Bekannt ist insbesondere das Sellerie-Beifuß-Gewürz-Syndrom mit möglichen Reaktionen auf Sellerie und verschiedene Gewürze beziehungsweise Kräuter wie Anis, Fenchel, Kümmel, Koriander und Petersilie.
Eine Beifuß-Allergie bedeutet jedoch nicht, dass alle potenziell kreuzreaktiven Lebensmittel vorsorglich gemieden werden müssen.
Die Diagnose sollte auf einer Kombination aus Krankengeschichte und geeigneten Allergietests beruhen. Zur Behandlung kommen Maßnahmen zur Verringerung der Pollenbelastung, antiallergische Medikamente und bei geeigneten Patienten eine allergenspezifische Immuntherapie infrage.
Ein paar bewusste Änderungen sind wichtig: **„Schon kleine Mengen dieses Korbblütlers führen zu heftigen Reaktionen“** habe ich entfernt – das war zu pauschal. Ebenso habe ich Haut-„Pusteln“ nicht mehr als typisches Hauptsymptom einer Beifuß-Pollenallergie aufgeführt. Bei inhalativer Beifußallergie stehen Rhinitis, Augenbeschwerden und gegebenenfalls Asthma deutlich stärker im Vordergrund. Schwere Reaktionen können hingegen bei bestimmten pollenassoziierten Nahrungsmittelallergien auftreten.