Kälteallergie



Die Kälteallergie

Bei einer Kälteallergie treten die Symptome bei kalten Wetter im Winter verstärkt auf.
Bei einer Kälteallergie treten die Symptome bei kalten Wetter im Winter verstärkt auf.

Die Kälteallergie oder auch Kälteurtikaria tritt vermehrt bei fallenden Außentemperaturen im Winter auf. So kommt es bei etwa 15% der Bevölkerung zu Symptomen wie trockener Haut und Juckreiz.

Es handelt sich hier um eine Form der Nesselsucht um eine physikalische Urtikaria.

Vor allem in der obereren Hautschichtent wie der Epidermis sinkt der Feuchtigkeitsgehalt im Winter. So beträgt er nur 10% statt sonst 25-30% dieses strapaziert die Haut. Sie wird trocken, rissig, spröde, gespannt, es kommt vermehrt zu Hautschuppen, Brennen und Juckreiz auf der Haut.

Auch die Kopfhaut produziert vermehrt Schuppen und an den Fingernknöcheln kann es zum Aufplatzen der Haut kommen.

Typische Symptome einer Kälteallergie sind ähnlich zu denen einer Hautallergie oder Nesselsucht:

  • Trockene Haut
  • Juckreiz
  • Bildung von Quaddeln, Rötungen, Schwellungen und Ekzeme der Haut

Wie kommt es zur Kälteallergie?

Bei der Kälteurtikaria sind keine Antikörper im Spiel. Es handelt sich um eine physikalisch ausgelöste Allergie. Der Begriff Urtikaria stammt aus dem Lateinischen und steht für Brennessel und beschreibt so die typischen juckenden Quaddeln auf der Haut wie nach dem Kontakt mit der Pflanze Brennessel.

Bei der Kälteallergie werden die Mastzellen durch die Kälte stimuliert. Diese können so auch zu Schwellungen der Schleimhäute, Atemnot und extremen Fällen sogar zu einem anaphylaktischen Schock.

Sie verläuft chronisch und dauert etwa 5 bis 7 Jahre an.

So soll bereits Kaiser Barbarossa im Jahre 1190 bei einem Sprung ins kalte Wasser eines Flusses nach einer erfolgreichen Schlacht an einem anaphylaktischen Schock gestorben sein.

Ausgelöst werden können die Symptome durch kalte Luft, kaltes Wasser, kalte Getränke und Speisen, durch den Kühlungseffekt des Schweißes oder kalte Gegenstände.

Die ersten Symptome treten meist in Form von Hautschuppen auf den Unterschenkeln auf. Durch Talgdrüsen im Gesicht treten Symptome dort erst später auf.

Gerade in kalten Ländern wie Skandinavien kommt die Kälteallergie öfters vor. Frauen sind hier doppelt so oft betroffen wie Männer.

Behandlung

Auf kalte Speisen wie Eis sollte man bei einer Kälteallergie auch verzichten.

Die Kälteallergie kann nicht durch herkömmliche Hauttests oder Bluttest diagnostiziert werden. Aber durch einen Provokationstest mit Eiswürfeln auf der Haut oder Temptests bei dem genau ermittelt werden kann im welchem Temperaturbereich von 0 bis 45 Grad es zu allergischen Reaktionen beim Patienten kommt.

Zur Behandlung können Antihistaminika eingesetzt werden. Für Notfälle empfiehlt es sich ein Notfallset ähnlich wie bei einer Insektengiftallergie bei sich zu tragen.

Aber auch mit Antibiotika können gute Ergebnisse bei der Behandlung erzielt werden.

Auch UV-Strahlen und die Hardening-Therapie können die Beschwerden verbessern. Bei der Hardening-Threapie wird der Patient wiederholt kalten Bädern und Temperaturen zum Abhärten ausgesetzt.

Darüber hinaus ist ähnlich wie bei einer Neurodermitis eine intensive Pflege der Haut nötig. Es gilt das Austrocknen der Haut durch fetthaltige Cremes zu verhindern. Aber auch Ölbäder helfen dabei die Haut feucht zu halten.

Vermeiden sollte man hingegen zu häufiges Waschen mit warmen Wasser und Seife sowie Saunagänge da die Haut dadurch entfettet wird.

Ebenso gilt es kalte Getränke und Speisen sowie Speiseeis zu meiden.

Aber auch warme schützende Kleidung, Socken, dicke Schuhe sowie Handschuhe, Mütze und Schal lindert die Symptome im Winter. Bei kalten Außentemperaturen empfiehlt es sich auch Handcremes, fetthaltige Cremes fürs Gesicht und Lippenpflegestifte prophylaktisch aufzutragen.

Häufig wird die Kälteallergie noch von anderen Allergien begleitet. Es kann zu Schüben kommen die bedingt werden durch den Verzehr von gespritztem Obst, Kaffee, Alkohol oder Fleisch.

Mögliche Ursachen

Ursachen liegen häufig in Infektionskrankheiten wie Nesselsucht, Windpocken, Atemwegsinfektionen, Wurmerkrankungen, HIV aber auch zusammen mit Nahrungsmittelallergien und belastungsabhängigem Asthma tritt die Nesselsucht häufig auf.

Dieses erklärt auch warum häufig Antibiotika die Symptome ähnlich wie bei einer Infektion lindern können.

Aber auch andere Allergene können mitunter zu den selben Symptomen führen wie Insektenstiche, Druck auf der Haut, Tierhaare, Pflanzen, Lebensmittelzusatzstoffe.

 

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