Nasenpolypen



Die Nasenpolypen

Nasenpolypen können durch Allergien, Heuschnupfen etc. enstehen.
Nasenpolypen können durch Allergien, Heuschnupfen etc. enstehen.

Bei Nasenpolypen handelt es sich um Wucherungen bzw. Aussstülpungen gutartiger Natur an der Nasenschleimhaut. Sie bestehen aus Schleimhaut der Siebbeinzellen oder Kiefernhöhlen.

Die Nasenpolypen können zu Problemen bei der Atmung durch die Nase, Schnarchen, dem Verlust oder Einschränkung des Geruchssinns, Geschmackssinns, häufigen Mittelohrentzündungen (Otitis media), häufigen Nasennebenhöhlenentzündungen, näselnder Stimme oder Kopfschmerzen. Bei weitem Fortschritt der Wucherung kann es zu einer Vergrößerung der Nase führen.

Meistens leiden Erwachsene an der Krankheit, aber auch bei Kindern kann sie vorkommen, insbesondere bei Kindern mit Mukoviszidose.

Häufig erfolgen mögliche Operationen erst spät, da die Polypen langsam wachsen und die Patienten sich so an die Symptome gewöhnt haben.

Der Aufbau der Nase

Die Nase besteht aus einer linken und rechten Nasenhaupthöhle welche durch die Nasenscheidewand voneinander getrennt sind. An die Haupthöhlen schließen sich je 2 Nasennebenhöhlen (Sinus) an. Diese sind über Ausführungsgänge mit der entsprechenden Nasenhaupthöhle verbunden. Die Nasenschleimhaut befeuchtet und filter die Atemluft, sie kleidet die Haupt- und Nebenhöhlen aus.

Behandlung

Bei einer geringen Ausprägung können sie mit Glukokortikoiden zur Einnahme wie Mometasonfuroat, Kortisontabletten und kortisonhaltigen Nasensprays behandelt werden. Sie lassen die Polypen schrumpfen und teilweise sogar verschwinden.

Häufig wird jedoch ein chirurgischer Eingriff vorgenommen. Man führt die Operation endonasal also durch die Nasenhöhlen mit einer Nasenpolypenschlinge oder Laser durch. Es erfolgt eine Allgemeinnarkose mit minimal-invasivem Eingriff welcher bei 50% zur Heilung und bei 90% zur Verbesserung der Beschwerden führt.

Nach dem Eingriff verringern Kortisonsprays die Wahrscheinlichkeit, dass die Nasenpolypen wiederkehren.

Mitunter sind mehrere Eingriffe aufgrund wiederkehrender Nasenpolypen nötig. In 75% der Fälle können diese nämlich wiederkehren. Bei Behandlungen mit Laser ist die Rezidivrate geringer. Der Eingriff erfordert einen mehrtägigen Krankenhausaufenthalt mit einer intensiven Nachbehandlung, da es sich um einen anspruchsvollen Eingriff im HNO-Bereich handelt.

Leidet man an Polypen der Nase empfiehlt es sich regelmäßig Inhalationen und Salzwasser-Nasenduschen durch zu führen. Diese befeuchten die Schleimhäute der Nase und spülen Bakterien und Krankheitserreger aus. Auch Homöopahtie als alternative Medizin wird angewendet.

Ursachen

Ursachen für Nasenpolypen sind wiederkehrende Nasennebenhöhlen-Entzündungen, chronischer Schnupfen, Allergien, Beanspruchung der Nasenschleimhäute durch Heuschnupfen oder Pilzbefälle.

Menschen mit einer Disposition zu Entzündungen der Schleimhaut kommt es häufig zu den Polypen.

40% der Menschen mit Nasenpolypen leiden auch an einem Asthma bronchiale, welches durch einen Etagenwechsel aus einem allergischen Schnupfen enstehen kann.

25% der Menschen mit Nasenpolypen leiden auch allergisch auf Acetylsalicylsäure (ASS).

Bei einem Kartagener-Syndrom einer seltenen Erbkrankheit kommt es zu Symptomen wie Nasenpolypen, geweiteten Bronchien und spiegelbildlich angeordneten Organen.

Bei einer vorliegenden Allergien sollte diese ebenfalls behandelt werden mit Antihistaminika oder eine Hyposensibilisierung.

Erkennen kann man die Nasenpolypen auf Röntgenaufnahmen, eine endoskopische Untersuchung, dem geschulten Blick eines Hals-Nasen-Ohren-Arztes oder durch Computertomografie.

Der Arzt führt hierzu eine trichterförmige Zange in ein Nasenloch und leuchtet mit der Stirnlampe rein und kann Polypen in der Nasenhaupthöhle erkennen. Die hintere Nase kann untersucht werden indem ein Spiegel in den Mund geführt und nach oben in den Rachen gerichtet wird.

Die Entstehung

Die Nasenpolypen bestehen aus Flüssigkeitseinlagerungen und köpereigenen Entzündungszellen. Sie wachsen meistens aus einer Nasennebenhöhle heraus in die Nasenhaupthöhle. Häufig kommt es zu ihnen in der Kieferhöhle (Sinus maxillaris) oder den Siebbeizellen (Cellulae ethmoidales) und treten dabei aus den Ausführungsgängen heraus meist im mittleren Nasengang unter der mittleren Nasenmuschel.

Sie treten meist beidseitig auf. Bei einseitigen Wucherungen werden Proben genommen bei örtlicher Betäubung und anhand der Gewebeprobe auf andere mögliche Krankheiten hin untersucht. So könnten auch folgende Ursachen vorliegen:
  • Aspergillom (Schimmelpilzbefall)
  • Meningoenzephalozele (Vorfall von Gehirngewebe meist angeboren)
  • Juveniles Nasenrachenfibrom (meist bei Jugendlichen Geschwülste im Nasenrachen)
  • Papillom bzw. Plattenepithelkarzinom an der Nase (Wucherungen an der Nase)

 

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