Thiuram-Allergie

Thiuram-Allergie

Bei einer Thiuram-Allergie können Produkte des Alltags wie Gummihandschuhe zu Beschwerden führen.

Bei einer Thiuram-Allergie können Produkte des Alltags wie Gummihandschuhe zu Beschwerden führen.

Bei einer Thiuram-Allergie kommt es zu allergischen Reaktionen gegenüber Allergenen die sich im Thiruam-Mix befinden. Also einer Gruppe von Dithiocarbamate die man bei der Herstellung von verschiedenen Gummiartikeln nutzt. Diese Allergie zählt zu den Kontaktallergien.

Man nutzt Thiuram als Beschleuniger bei der Vulkanisation. Daher befindet es sich in verschiedensten Produkten des Alltags wie beispielsweise Handschuhen, Schuhen, Gummi-Stiefeln, Regenbekleidung, Matratzen, in Gummibändern von Unterwäsche, Strümpfen, in Badekappen, Masken, Gürteln, Fingerlingen, Kondome und Pessaren.

Aber auch in Holzschutzmitteln, Klebebändern, Schläuchen aus Gummi, Plastikrohren, Isolierungen von Kabeln etc. findet man es wieder sowie in Produkten der Medizin wie Kathetern, Verbänden, elastischen Bandagen, Stethoskopen, Desinfektionssprays, Antimykotika, Antiskabiosa, Mitteln zur Behandlung von chronischem Alkoholismus und Präparaten der Tiermedizin.

Zu dem am häufigsten vorkommenden Thiuramen gehören:

  • Tetraethylthiuramdisulfid (TETD) (Disulfiram)
  • Tetramethylthiuramdisulfid (TMTD)
  • Tetramethylthiurammonosulfid (TMTM)
  • Dipentamethylenthiuramdisulifid

Kommt es zu einem Hautkontakt mit den Thiuramen durch verschiedene Produkte des Alltags so können folgenden Symptome einer Kontaktallergie auftreten.

  • Juckreiz und Brennen der Haut
  • Die Bildung von Bläschen, Pickeln, Quaddeln und Pusteln
  • Schwellungen der Haut (Angioödeme) sowie Hautausschläge
  • Auch ein anaphylaktischer Schock ist möglich

Typischerweise treten die Beschwerden der Kontaktallergie erst nach 24 bis 48 Stunden auf. Ein Nachweis über ein vorliegende Allergie kann mit einem Epikutantest erbracht werden. Dabei werden die Allergen mittels Pflaster auf dem Rücken des Patienten platziert und man beobachtet auftreteten Veränderungen der Haut wie die Bildung von Bläschen, Pusteln, Rötunen und Pusteln. So kann man Rückschlüsse über die Sensibilisierung gegenüber bestimmten Stoffen treffen. Beschwerden können mit kortisonhaltigen Salben behandelt werden und Antallergie-Tabletten. Generell sollte man bei dieser Allegieform die Allergene meiden und so auch Produkte die Dithiocarbamate enthalten und alternative Produkte wählen ohne Allergen bei Gummihandschuhen, Matratzen etc. die keine Thiuram enthalten.

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