Sepsis

Sepsis

Auch eine Grippe kann zu einer Sepsis führen.

Auch eine Grippe kann zu einer Sepsis führen.

Bei einer Sepsis handelt es sich um eine schwere Komplikation von Infektionserkrankungen, die zum Versagen von Organen führen kann.

Dabei leitet sich der Begriff vom altgriechischen Wort σῆψις sēpsis für „Fäulnis“ ab. Es handelt sich um eine Reaktion des Körpers auf Infektionen durch Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten in Folge einer komplexen und lebensbedrohlichen systemischen Entzündungsreaktion.

Man spricht von einem septischen Schock, wenn durch die Sepsis die Kreislauffunktion des Körpers eingeschränkt wird wie eine verminderte Organdurchblutung, arterielle Hypotonie und man diese durch die Gabe von intravenösen Flüssigkeiten nicht ausgleichen kann.

Dabei können kritische Phasen in der Intensivmedizin durch den vorübergehenden Ersatz bzw. die Unterstützung von Organfunktionen wie Nierenersatztherapie, Gerinnungstherapie, Kreislauftherapie oder Beatmung überbrückt werden.

Dennoch kommt es zu einer Sterberate von 25 % bei Patienten mit einer Sepsis und ca. 45 % bei Patienten mit einer schweren Sepsis und dem Einsatz von maximaler Therapie. Hierbei gilt, dass eine frühe Erkennung der Sepsis die Überlebenswahrscheinlichkeit mit einem frühen Therapiebeginn steigern kann.

Im stationären Sektor ist die Sepsis einer der kostenintensivsten und häufigsten Erkrankungen. Umgangssprachlich spricht man bei einer Sepsis häufig auch von einer „Blutvergiftung“.

Durch diesen veralteten Begriff nimmt man Bezug auf Toxine und Erreger die sich in der Blutbahn befinden.

Anzeichen einer Sepsis

Umgangssprachlich spricht man bei einer Sepsis häufig auch von einer Blutvergiftung.

Umgangssprachlich spricht man bei einer Sepsis häufig auch von einer Blutvergiftung.

Dabei können schon kleine Auslöser wie ein Kratzer oder eine harmlose Infektion der Beginn einer Sepsis sein. In Deutschland sind jedes Jahr knapp 300.000 Menschen von einer Sepsis betroffen.

Eine offene Wunde ist hierbei nicht einmal nötig, damit es zu einer Sepsis kommen kann. Auch Infektionskrankheiten, Lungenentzündung oder Grippe können zur Sepsis führen und tödlich enden.

Die Symptome der Sepsis sind nicht einfach einzuordnen und häufig vielfältig. So kann es zu:

  • Atemnot
  • Akuter Verwirrtheit
  • Fieber
  • Schnellem Puls
  • Abfallendem und niedrigem Blutdruck

kommen. Da jeder 4. der Sepsis Patienten stirbt gilt es hier mögliche Anzeichen ernst zu nehmen und eine frühe Therapie zu beginnen.

So steigt das Sterberisiko mit jeder Stunde in der man keine medizinische Versorgung in Anspruch nimmt um rund 7 %.

Um sich vor einer Sepsis zu schützen können auch Impfungen gegen Grippeviren und Pneumokokken helfen, da eine Gripperkrankung bzw. eine Lungenentzündung eine der häufigsten Auslöser der Sepsis sind.

Tierbisse können zu Infektionen führen

Rund 80 % der Katzenbisse führen zu Infektionen.

Rund 80 % der Katzenbisse führen zu Infektionen.

Auch Tierbisse können zu Infektionen führen. Ein Biss einer Katze oder eines Hundes ist nicht nur schmerzhaft, er kann auch Bakterien und Keime übertragen und so zu einer Blutvergiftung beim Menschen führen.

So sind ca. 80 % der Katzenbisse der Auslöser einer einer Infektion. Durch ihre schmalen und scharfen Zähne blutet die Wunde kaum, ähnlich wie bei einer Injektion

Der Biss geht jedoch tief ins Fleisch hinein. Durch den Speichel der Tiere können so Keime und Bakterien übertragen werden. Mögliche folgen können eine Infektion oder gar eine Blutvergiftung sein.

Wird man hingegen von einem Hund gebissen so geht der Biss nicht ganz so tief in das Gewebe. Problematisch sind bei einem Hundebiss jedoch Bisse am Handgelenk und den Händen, da sich die Erreger hier über die Gelenke und Sehen in andere Körperregionen verteilen können.

Da die Hände auch eher schlecht durchblutet sind haben die Eindringlinge wie Keime und Bakterien auch genügend Zeit sich zu vermehren bevor sie vom Immunsystem attackiert werden.

Die stumpfen Zähne der Hunde führen im Vergleich zu den Bissen der Katze eher selten zu Infektionen. Durch ihren Biss kommt es eher zu Rissen und Quetschungen im Fleisch.

Liegen keine Impfungen wie gegen Tetanus vor sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Bisse von Kleintieren wie Mäusen oder Hamster führen auch eher selten zu Infektionen, sofern es sich nicht um wild lebende Tiere handelt.

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