Was ist Asthma

Was ist Asthma

Zigarettenrauch sollte bei einem Asthma vermieden werden.

Zigarettenrauch sollte bei einem Asthma vermieden werden.

Asthma oder auch Asthma bronchiale, Bronchialasthma ist eine chronische Erkrankung der Lunge. Bei einem Asthma kommt es zu einem anfallsartigem Husten und Atemnot.

Man kann zwischen einem allergischen und einem nicht-allergischen Asthma unterscheiden. Die Beschwerden eines Asthmas können durch Medikamente und einen geänderten Lebensstil verringert werden. Auch eine Heilung von Asthma kann möglich sein.

Bei der chronischen Entzündung der Bronchien kommt es zu einer Verengung der Atemwege, typisch für ein Asthma ist, dass die Beschwerden in Schüben auftreten, den Asthma-Schüben. Zwischen den Asthma-Schüben können die Beschwerden deutlich abklingen bzw. ganz verschwinden bevor sie mit dem nächsten Schub wieder kehren. Mit einem Peak-Flow-Meter können Asthmatiker das eigene Atemvolumen kontrollieren, nimmt es mit der Zeit ab so kann sich ein neuer Asthmaschub ankündigen.

Man misst hier den maximalen Luftstrom beim Ausatmen, bei einem Asthma ist dieser in der Regel verringert. Durch ihn kann man auch Fort- sowie Rückschritte in der Behandlung von Asthma dokumentieren wenn man regelmäßig ein Tagebuch führt.

Diagnostiziert wird ein Asthma durch Röntgen der Lunge, Lungenfunktionstest und Blutuntersuchung. Behandeln kann man es mit Meidung der Allergene, Auslöser, Anpassung des Lebensstils, Medikamenten wie Glukokortikoide, Betasympathomimetika etc.

Bei den Bronchien handelt es sich um ein verzweigtes Röhrensystem durch das die Atemluft über die Luftröhre weiter gelangt bis hin zu den kleinsten Lungenbläschen wo dann der Austausch von Sauerstoff ins Blut und Kohlenstoffdioxid in die Atemluft als Abtransport gelangt.

Kommt es zu einem Asthma so reagieren die Bronchien in Folge einer chronischen Entzündung überempfindlich, die Schleimhaut schwillt an, welche das Innere der Bronchien auskleidet, es wird ein zäher Schleim produziert und dadurch verengt sich der innere Durchmesser der Bronchien, was zur Folge, hat dass die Patienten nur erschwert Luft bekommen. Das Ausatmen und Einatmen wird so erschwert. Vor allem das Ausatmen fällt schwer, es kommt auch zu brummenden und pfeifenden Atemgeräuschen. Bei schweren Formen verbleibt mit jedem Atemzug auch Luft in der Lunge, es kommt zu einer Überblähung. Die Austausch von Sauerstoff erfolgt nur eingeschränkt. Eine Folge davon ist Sauerstoffmangel im Blut.

Daher erhöht sich auch die Atemfrequenz.

Abhängig davon ob es sich um ein allergisches oder nicht-allergisches Asthma handelt können die Auslöser unterschiedlich sein, auch Mischformen beider Arten sind möglich. Häufig kommt es schon im Kindesalter zum Auftreten eines Asthmas.

Auslöser können sein bei einem allergischen Asthma: Pollen, Nahrungsmittel, Tierhaare, Schimmelpilze, Medikamente oder Staub, bei einem nicht allergischen Asthma sind typische Auslöser: Kälte, Medikamente (wie Acetylsalicylsäure), Stress, Tabakrauch, Parfüm, Luftschadstoffe wie Ozon, Stickstoffdioxid, Metalldämpfe oder Halogene und körperliche Anstrengung.

Zu den typischen Symptomen eines Asthmas gehören:

  • Husten
  • Engegefühl in der Brust
  • Atemgeräusche
  • Kurzatmigkeit
  • Akute Hustenanfälle
  • Mühsames Ausatmen
  • Atemnot

Kommt es zu einem Asthmaanfall mit Atemnot so sind Asthmasprays anzuwenden und in schweren Fällen der Notarzt unter der 112 zu verständigen. Vermeiden sie Stress und bleiben sie ruhig, keinesfalls sollte man in Panik oder Schnappatmung verfallen.

Antientzündliche Asthmasprays müssen regelmäßig angewendet werden, auch können Sport, gesunde Ernährung mit viel Gemüse und Obst, wenig Milchprodukte das Immunsystem stärken.

Mit Vitamin D kann man Erkältungen vorbeugen, kommt es zu Erkältungen so verschlimmert sich meist auch das Asthma.

Bei der Atemluft gilt es auf frische Luft zu achten mit viel Sauerstoff auch im Winter, ein Wechsel von warmer trockener Luft und feuchter Luft, also zwischen drinnen und draußen kann zur Provokation der entzündeten Bronchien und so zu Symptomen führen.

Generell sollte man Auslöser von Asthma meiden wie Rauchen, kalte Luft, Hausstaubmilben, Pollen etc. Bei einem DMP (Disease-Management-Programm) kann der Patient beim Hausarzt erlernen wie er sich in Notfällen richtig verhält mit Atemtechniken, Klopfmassagen usw. Auch ein Notfallplan mit Notfalltabletten sollte man ausarbeiten.

Die Genetik und auch Umwelteinflüsse wie Schadstoffe in der Luft und Tabakrauch können die Beschwerden verschlimmern. Schon das Rauchen in der Schwangerschaft kann für das Neugeborene das Asthma-Risiko erhöhen, daher sollte man während der Schwangerschaft keinesfalls rauchen. Werden Kinder länger gestillt so senkt sich das Risiko für Allergien und auch Asthma, denn häufig kommt es zu einem Asthma auch wenn man schon an einer anderen allergischen Erkrankung kommt wie Heuschnupfen oder Neurodermitis.

Sind schon Fälle von Asthma in der Familie, vor allem bei den Eltern bekannt, steigt das Risiko für ein Asthma ebenfalls.

Chronisches Asthma kann auch zu dauerhafter Schädigung von Lungen oder Herz führen durch Umbauvorgänge im Lungengewebe kommt es zu Belastung des Herzens sowie chronischer Herzschwäche (Rechtsherzinsuffizienz).

Schon im alten Griechenland war Asthma als Krankheit bekannt, heute leidet etwa jedes 10. Kind an Asthma. Besonders der westlichen Lebensstil kann die Bildung von Asthma fördern. Jeder 20. Erwachsene leidet in Deutschland an Asthma. Unter den Kindern leiden Jungs häufiger an Asthma als Mädchen, mit dem Älter werden heilt bei ihnen das Asthma aber auch häufiger wieder aus. Bei den Erwachsenen leiden daher Frauen häufiger an Asthma als Männer.

Wie man Asthma behandeln kann

Inhalatoren helfen dabei das Asthma-Medikamente tief in die Lunge einzuatmen.

Inhalatoren helfen dabei das Asthma-Medikamente tief in die Lunge einzuatmen.

In 20 % der Fälle kann es bei Erwachsenen sogar zu einer spontanen Heilung kommen, bei 40 % kommt es zu Besserungen sofern man das Asthma frühzeitig erkennt und behandelt.

Unter den Medikamenten zur Behandlung von Asthma verwendet man abhängig von der Schwere des Asthmas Glukokortikoide (Kortison) oder/und langwirksame Betasympathomimetika. Diese werden meist über einen Inhalator eingeatmet und gelangen so gut an den Wirkungsort. Auch per Tablette kann man Glukokortikoide einnehmen.

Kommt es zu einem schweren Asthmaanfall so können Glukokortikoide auch intravenös verabreicht werden. Ipratropiumbromid weitete die Bronchien und wird in lebensbedrohlichen und schweren Fällen von Asthma verabreicht zusätzlich zu einer Maske oder Nasensonde mit Sauerstoff.

Glukokortikoide wirken entzündungshemmend in den Bronchien, die Betasympathomimetika hingegen entspannen die Bronchialmuskulatur und erleichtern so die Atmung. Bekannte Mittel sind hier das Formoterol oder Salmeterol. Weiterhin können auch andere Medikamente verwendet werden wie Omalizumab oder Monteluklast. Abgesetzt oder in der Dosis reduziert werden die Medikamente wenn der Patient 3 Monate lang beschwerdefrei war.

  • Zum Einatmen nutzt man häufig einen Turbohaler für die Medikamente. Diesen wendet man wie folgt an:
  • Man entfernt die Schutzkappe und hält den Turbohaler aufrecht, um Fehldosierungen zu vermeiden, man dreht den Dosierring hin und her und hört ein Klicken, nun ist die Befüllung bereit.
  • Man atmet nun komplett aus, hält den Atem an und umschließt das Mundstück des Gerätes mit den Lippen komplett und fest und atmet schnell und tief ein.
  • Man atmet nicht durch das Gerät aus.
  • Den Atem anhalten 5 bis 10 Sekunden lang, so gelangt das Medikament tief in die Lunge.
  • Das Gerät absetzen, Mund geschlossen halten und über die Nase langsam ausatmen. nicht durch das Gerät ausatmen.
  • Schutzklappe auf dem Gerät montieren.
  • Den Mund ausspülen und das Mundstück des Gerätes mit einem trockenen Tuch, aber ohne Wasser reinigen.

Durch eine Hyposensibilisierung kann ein allergisches Asthma sogar geheilt werden, dabei gewöhnt man den Patienten langsam an die Allergene bis sich eine Toleranz bildet. Erfolgreich ist die Behandlung vor allem dann wenn die Beschwerden bis zu maximal 5 Jahren bestehen und man unter 55 Jahren alt ist.

Auch Sport kann dabei helfen Asthma zu verringern, durch Ausdauertraining wie Schwimmen kann man so die Lungenfunktion mit der Zeit verbessern. Trainiert man draußen sollte man dennoch Allergene meiden sowie kalte und trockene Luft. Am besten trainiert man morgens oder abends wenn die Belastung durch Pollen und Ozon gering ist.

Vor dem Training sollte man ein Dosieraerosol einnehmen um die Bronchien zu weiten und das Training mit einem Arzt abstimmen.

Auch Yoga kann dabei helfen durch verbesserte Atmung die Beschwerden zu linkdern.

Bei der Diagnose stellt man zu nächst fest wann und wo die Beschwerden auftreten am Tag, in der Nacht, sind die Beschwerden besser bei einem Ortswechsel, Klimawechsel, im Urlaub etc.

So kann man mögliche Ursachen aufdecken. Ist Tabakrauch ein Auslöser oder sind es eher Pollen? Eine körperliche Untersuchung sieht ein Abhören der Lungen vor mit einem Stethoskop, dabei atmet der Patient durch den Mund tief ein und aus, bei einem Asthma kann so ein Brummen und Giemen vernommen werden, durch den erhöhten Widerstand der Bronchien die Ausatemphase verlängert ist.

Lungenfuktionstests können das Atemvolumen und die Atemdynamik bestimmen. Man misst den Luftstrom (Spirometrie) oder auch mit einem Bodyplethysmographen Veränderungen beim Lungenvolumen.

Der Patient wird mit einem Mundstück mit einem Pneumotachographen, er atmet dadurch ein und aus und man kann in einer geschlossenen Kabine durch verschiedene Sensoren die Drücke messen beim Atmen. Es werden so die Lungenvolumen ermittelt und man kann ein mögliches Asthma und auch Veränderungen der Lungenfunktion auswerten.

Den Test kann man auch wiederholen nach dem man ein atemwegserweiterndes Medikament eingenommen hat. Werden die Werte besser so liegt ein Asthma nahe.

Auch ein Provokationstest ist möglich mit einem nicht allergieauslösenden Reizstoff (Metacholin), dass zu einer Reizung der Bronchialmuskulatur führt und verschlechterten Atemwerten die auf ein nicht-allergisches Asthma hin deuten.

Ebenso kann ein Bluttest zeigen wie viel Sauerstoff im Blut ist, bei einer Allergie können auch gebildete IgE-Antikörper nachgewiesen werden. Allergietest eigenen sich auch um Allergien zu bestimmen die zu einem allergischen Asthma führen können.

Beim Röntgen des Brustkorbs kann man ebenso andere Erkrankungen erkennen wie Lungenentzündung und Tuberkulose. Ähnliche Krankheitsbilder wie beim Asthma sind auch bei COPD chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, Lungenentzündung, Sodbrennen (Refluxkrankheit) oder chronischer Bronchitis möglich.

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