Vermehrte und aggressivere Pollen

Vermehrte und aggressivere Pollen

Die Anzahl der Birkenpollen steigt mit den Jahren, zu dem werden sie aggressiver.

Die Anzahl der Birkenpollen steigt mit den Jahren, zu dem werden sie aggressiver.

Die Anzahl der möglichen Allergien ist große. Häufig führen Pollen und Gräser zu allergischen Symptomen. Unter ihnen auch die Pollen der Birke. Interessanterweise produzieren die Bäume auf lange Sicht betrachtet sogar mehr mehr Pollen also noch vor gut 30 Jahren und führen so verstärkt zu Problemen bei den Allergikern.

So gilt es regelmäßig den Pollenkalender und das Pollenflugwetter zu beachten. Gerade bei einer milden Kälteperiode im Winter kommt es im folgenden Frühjahr zu verstärktem Pollenflug.

Neben dem verstärkten Pollenflug kommt es auch zu immer längeren Flugzeiten der Pollen als noch vor 30 Jahren, etwas 10 Tage länger. Bei der Birke kommt es zu dem zu einem Wechsel zwischen Mast- und Ruhejahren. So ruhen sie jedes 2. Jahr und bilden konzentriert neue Blätter aus und im Folgejahr dann deutlich mehr Blütenstaub.

Auf einen Kubikmeter Luft kommen so tausende von Birkenpollen. Aber auch andere Allergene aus der Natur bereiten jedes Jahr neue symptomische Probleme. So zählen zu den Top-Allergenen:

  • Erle
  • Esche
  • Hasel
  • Roggen
  • Ambrosia
  • Gräser
  • und Beifuß

Fast zu 90 % sind die Pollen dieser Pflanzen die Ursache von Pollenallergien in Deutschland. Reagiert man auf mehrere von ihnen allergisch so kann sich die Leidenszeit jedes Jahr über mehrere Monate hinweg ziehen.

Zu den Frühblühern im Januar zählen Erle und Hasel, danach folgen Esche und Birke, im Mai und Juni übernehmen die Gräser und Pollen des Beifuß die Vorherrschaft bei den Allergenen in der Luft und können bis zum September hin zu Symptomen führen.

Vor allem Pollen der Pflanzen die sich per Wind und nicht durch die Bestäubung von Insekten vermehren sind auf dem Vormarsch.

Kreuzallergien

Die Birkenpollen können auch zu Kreuzallergien führen.

Die Birkenpollen können auch zu Kreuzallergien führen.

Weniger problematisch sind die Pollen von Koniferen wie den Kiefern, da sie eine Wachsschicht als Ummantlung haben und so die allergenen Stoffe zurück gehalten werden.

Zu den Beschwerden führt vor allem das Protein Bet v1 und nicht die ganze Polle wie bei der Birke. Bet v1 kommt auch bei anderen Bäume vor und in ähnlicher Form in Früchten. So kommt es zu Kreuzallergien, da die Proteine eine ähnliche Struktur aufweisen. Beim Verzehr folgender Früchte kann es so zu einer Kreuzallergie kommen:

  • Möhren
  • Äpfel
  • Kirschen
  • Aprikosen
  • Haselnüsse

Man spricht daher auch vom Birken-Äpfel-Syndrom. Durch andere Allergene kann es auch zu einem Hopfen-Sellerie-Syndrom oder einem Zypressen-Pfirsich-Syndrom kommen.

Dabei ist die Natur im ständigen Wandel. Zur Zeit ist die Birke auf dem Vormarsch, der Beifuß rückläufig in der Verbreitung und die Anzahl der Gräserpollen konstant.

Durch den Klimawandel wird zu dem das Klima immer milder und die Pflanzen blühen jedes Jahr früher zum Leidwesen der Betroffenen. Ihnen kann eine Desensibilisierung und die Einnahme von Medikamenten gegen die Symptome und auch prophylaktisch helfen.

Auch die Erhöhung von CO2 in der Luft kann dazu beitragen, dass sich mehr Pollen in der Luft befinden und die Allergene aggressiver werden.

Ähnliches gilt für Ozon oder Feinstaub. So findet man an stark befahrenen Straßen höhere Konzentrationen des Allergens Bet v1 als in den Pollen von Bäumen auf dem Land.

Es scheint so zu einer Stressreaktion der Bäume auf die Umweltgifte zu kommen. Ebenso reagieren Menschen auch ohne eine Allergie verstärkt auf die Pollen mit Kratzen und Entzündungen im Rachen und der Nase.

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