Klebstoff-Allergie

Klebstoff-Allergie

Klebstoff-Allergie, was man beachten sollte.

Klebstoff-Allergie, was man beachten sollte.

Bei einer Klebstoffallergie handelt es sich um eine Form der Kontaktallergie. Es kommt so zu allergischen Beschwerden auf der Haut nach dem Kontakt mit allergenen Bestandteilen im Kleber. So kann es zu Hautausschlägen, Bildung von Pusteln und Bläschen kommen.

Klebstoffe enthalten unterschiedliche Bestandteile die zu Allergien führen können. Man wendet Klebstoffe in vielen Bereichen des Alltags, der Arbeit, in der Industrie und Medizin an. So werden Produkte teilweise verklebt und können durch den verwenden Kleber zu Allergien führen wie bei Damenbinden die Kontakt mit der Haut haben.

Aber auch in Kleidung, Schuhen, Armbändern von Uhren, als Abdichtmassen, Spachtel oder zur Montage von Bauteilen, Möbeln, Smartphones etc. wird Kleber gern verwendet und kann so zu Beschwerden führen. Selbst beim Anlecken einer Briefmarke kann man mit ihm in direkten Kontakt kommen.

Über die Haut können die Bestandteile des Klebers in den Körper eindringen. Hier bekämpft das Immunsystem diese und bildet Abwehrstoffe aus, die Antikörper, welche wiederum bei weiteren Kontakten, nach der Sensibilisierungsphase, aktiv werden und Histamin ausschütten. Dieser Botenstoff sorgt für entzündliche Vorgänge und Symptome im Körper die vor allem die Haut betreffen.

Problematisch für Allergiker sind vor allem Epoxidharze (in 2 Komponenten-Klebern), Lösungsmittel im Kleber oder Cyanacrylate die man besonders in Sekundenklebern vor findet, aber auch bei kosmetischen Produkten wie Wimpern- oder Nagelkleber. Man spricht hier auch von einer Cyanacrylat-Allergie.

Aber auch vermeintlich natürlichere oder harmlosere Stoffe wie Holzleim können zu Allergien führen.

Die Beschwerden bei einer Kontaktallergie treten mit einer zeitlichen Verzögerung von 24 bis 72 Stunden auf. Ein Allergietest wie ein Pflastertest, der Epikutantest kann dabei helfen die genauen Ursachen zu ermitteln.

Symptome und Behandlung der Allergie

Auch die in Pflastern verwendeten Klebstoffe können zu Allergien führen.

Auch die in Pflastern verwendeten Klebstoffe können zu Allergien führen.

Hierbei klebt man den allergenen Stoffe mittels Pflaster für 24 h lang auf den Rücken des Patienten und beobachtet mögliche Beschwerden. Generell gilt es bei einer Klebstoff-Allergie den direkten Kontakt zu Klebstoffe und deren Dämpfen zu meiden. Hierbei kann Schutzkleidung mit Handschuhen und Atemmaske helfen. Handschuhe können auch ein versehentliches Verkleben der Finger beim Arbeiten mit Sekundenklebern verhindern. Einweg-Handschuhe sind hier hilfreich.

Zu den typischen Symptomen der Klebstoff-Allergie gehören:

  • Juckreiz
  • Rötungen
  • Bildung von Ekzemen oder Kontaktdermatitis
  • Hautjucken, Entzündungen der Haut oder Schuppenbildung
  • Pickel, Bläschen und Pusteln auf der Haut

Akute Beschwerden der Haut können gut mit Salben behandelt werden die Kortison enthalten. Auch Antihistaminika in Tablettenform senken die Beschwerden.

Ebenso gilt es bei bestimmten Produkten auf die verwendeten Inhaltsstoffe zu achten wie bei Pflastern zur Wundheilung, Klebern im Haushalt etc. Physiotapes beim Sport etc.

Bei der Vermeidung von Klebstoffen kann man auch gezielt auf alternative Produkte zurückgreifen wie spezielle Nagelkleber und Wimpernkleber für Allergiker, Pflaster für Allergiker oder Physiotape für Allergiker.

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