Erste Hilfe beim allergischen Schock

Erste Hilfe beim allergischen Schock

Erste Hilfe beim allergischen Schock

Erste Hilfe beim allergischen Schock

Liegt eine Allergie vor so kann ein Insektenstich zu starken allergischen Reaktionen führen. Gerade im Sommer sollte man auf Wespen achten die sich von Süßen wie Eis oder Getränken angezogen fühlen. Gelagen diese beim Trinken oder Essen in den Mund stechen sie aus Panik und es kann durch Schwellungen im Rachen zu lebensbedrohlichen Atemproblemen kommen.

Generell spricht man von einem anaphylaktischem Schock, wenn das Immunsystem auf bestimmte Allergene überempfindlich reagiert, also von einer allergischen Reaktion, die allerdings sehr schwerwiegend ist und den ganzen Körper betrifft.

Häufig kommt es zu Juckreiz der Haut und mindestens einem weiteren betroffenen Organsystem. Auch lässt sich nur schwer voraussehen wie sich die Symptome ausbreiten. So kann es zu Atemnot, Übelkeit, Schwindel etc. kommen. Es kann zu lebensbedrohlichen Situationen kommen, auch wenn die ersten Symptome zunächst harmlos erscheinen, wie nach einem Insektenbiss.

Besonder häufig werden anaphylaktische Schocks ausgelöst durch:

  • Insektenstiche
  • Allergien
  • Nüsse
  • Bestimmte Lebensmittel

Für den anaphylaktischen Schock gilt, dass man unterschiedliche Schweregrade unterscheidet.

Schweregrade des anaphylaktischen Schocks

Kommt es zu einem anaphylaktischem Schock so wird dieser in 4 verschiedene Schweregrade unterteilt.

Kommt es zu einem anaphylaktischem Schock so wird dieser in 4 verschiedene Schweregrade unterteilt.

Bei dem ersten schwere Grad ist nur die Haut betroffen, beim zweiten Schweregrad sind ebenfalls die Schleimhäute der Atemwege betroffen oder die des Magendarm-Traktes. Es kommt zu Symptomen wie einer laufenden Nase, Bauchkrämpfen, Übelkeit und Atemnot. Bei dem dritten Schweregrad kommt noch eine weitere Schockreaktion hinzu, so kann der Betroffene blau anlaufen oder ist von Schwindel geplagt. Ebenso kann es zu einem Kreislaufkollaps oder Bewusstlosigkeit kommen. Beim schwersten, dem 4. Schweregrad tritt ein Atemstillstand und Kreislaufstillstand ein

Vor allem Insektenstiche und Nahrungsmittel können solche Reaktionen hervorrufen.

Doch wie erkennt man einen allergischen Schock richtig? Betroffenen sind die Symptome meist gut bekannt und sie wissen auch wie zu reagieren ist.

Kommt es zum ersten Mal zu einer derartigen Reaktion so tritt sie plötzlich auf und wird durch die Einnahme von Medikamenten gelindert, auch gilt es die Allergene zu meiden.

Typische für einen allergischen Schock ist, dass nach einem auslösenden Ereignis die ersten Symptome schnell eintreten, wie nach einem Bienenstich. Schon nach wenigen Minuten stellen sich die ersten Symptome ein und man kann den Schweregrad der Reaktion einteilen.

Besonders häufig kommt es zu Hautausschlägen, Bildung von Quaddeln (Nesselsucht), Gesichtsrötung (der Flush), Juckreiz, Kreislaufbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Herzrasen, trockenem Mund, Zungenbrennen, Atemnot oder Angst.

Diese Reaktionen werden bedingt durch eine Erweiterung der Blutgefäße und der Einlagerung von Wasser im Gewebe sowie einem fallenden Blutdruck. Es kommt zur einer schlechteren Durchblutung der Organe und einem schwächerem Puls bis hin zu einem Verlieren des Bewusstseins.

Typisch für die 4 Schweregrade sind:

  • Erster Schweregrad: mit  Kopfschmerzen, Quaddeln, Rötungen, Unruhen und Angst
  • Zweiter Schweregrad: mit Atemnot mit Veränderungen des Pulses, Kreislaufprobleme, Urin- und Stuhldrang
  • Dritter Schweregrad: mit Bewusstseinsbeeinträchtigung, Atemnot, Verkrampfung der Atemwegsmuskulatur (Bronchospasmen)
  • Vierter Schweregrad: mit Kreislaufstillstand und Atemstillstand

Ist der Betroffene noch ansprechbar so sollte man ihn nach seinem Notfallset fragen, erfahrene Allergiker tragen in der Regel eines mit sich für schwere Notfälle. Dieses wird entsprechend angewendet mit Kortisonpräparaten und Antihistaminikum die bei Hautproblemen helfen können.

Was tun bei einem anaphylaktischem Schock?

Was tun bei einem anaphylaktischem Schock?

Was tun bei einem anaphylaktischem Schock?

Ist die Person bereits bewusstlos und es sind keine Allergien bekannt so ist umgehend der Rettungsdienst zu informieren. Bis dieser eintrifft gilt es die Person richtig zu Lagern abhängig von den Symptomen.

  • So kann bei Atemnot eine sitzende Haltung helfen bei der man die Arme nach hinten hin abstützt.
  • Bei Kreislaufproblemen sollten die Beine hoch gelagert werden.
  • Liegt eine Bewusstlosigkeit vor so sollte man die stabile Seitenlage vornehmen.

Wichtig ist es, dass die Person bei Bewusstsein bleibt, man auf sie beruhigend einredet.

Außerdem ist in jedem Fall ein zügiges Handeln notwendig. Bei Atemstillstand ist eine Atemspende durchzuführen.

Liegt kein Atemstillstand vor so bringt man den Patienten in die Schocklage, mit den Beinen hoch gelagert, damit die lebenswichtigen Organe mit Blut versorgt werden, wie Herz oder Gehirn.

Bei Atemproblemen musst der Oberkörper fast aufrecht liegen. Vorhandene Medikamente für den Allergiker sind zu verabreichen.

Neben dem Blutdruckmessen, dem Pulsmessen können in einer Klinik EKG durchgeführt werden, Blutuntersuchungen etc.

Bei einer Kehlkopfschwellung bedingt durch einen allergischen Schock die zu Atemnot führt, kann der Notarzt auch intubieren oder einen Luftröhrenschnitt durchführen, um dem Patienten wieder mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen.

Der allergische Schockt ist die schwerste Form einer allergischen Reaktion. Da dieser lebensbedrohlich ist sollte man den Notarzt unter der 112 alarmieren und geeignete Maßnahmen durchführen, um dem Betroffenen zu helfen.

Es kann schnell zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommen bei mangelnder medizinischer Versorgung.

Durch kortikoidhaltige Medikamente die man intravenös hochdosiert verabreicht sowie bronchienerweiternde Medikamente die man injiziert kann der Notfall behandelt werden. Diese Maßnahmen führt nur der Notarzt durch.

Anaphylaktischen Schock vorbeugen

Wie man einen anaphylaktischen Schock vorbeugen kann.

Wie man einen anaphylaktischen Schock vorbeugen kann.

Auch kann von im Adrenalin verabreicht werden unter gleichzeitiger Kontrolle von Blutdruck und Puls.

Für eine Volumentherapie werden Elektrolytlösung und Plasmaersatzmittel verabreicht, diese dienen dazu, dass die Flüssigkeit in den Blutgefäßen nicht an Volumen verliert.

In äußerten Notfällen wird eine Intubation mit anschließender künstlicher Beatmung durchgeführt..

Wichtig ist es ebenso den anaphylaktischen Schock vorzubeugen. Dazu zählen Maßnahmen wie das Meiden von allergenen Auslösern.

Bei einer Insektengift-Allergie gilt es Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, wie das Vermeiden von Orten im Sommer wo sich Wespen aufhalten, offene Getränke, süße Speisen beim Picknick etc. Auch eine Hyposensibilisierung als spezifische Immuntherapie kann Linderung schaffen, wenn es zu einem Insektenstich kommt, damit die Symptome nicht lebensbedrohliche Maße annehmen. Die Wahrscheinlichkeit für einen anaphylaktischen Schock wird so gesenkt.

Besonders die Vermeidung von Allergenen im Sinne einer allergenen Karenz hilft dabei lebensbedrohliche Situationen zu Vermeiden, wie der Verzehr von Nüssen, die Einnahme von bestimmten Medikamenten wie Penicillin, der Kontakt mit Latex etc.

Wird auf ein Medikament in einer Spritze allergisch reagiert so stellen sich Symptome schon nach 5 Minuten ein, bei einem Insektenstich meist erst nach 10 bis 15 Minuten. Wichtig ist es hier schnell zu handeln und den Auslöser der allergischen Reaktion richtig zu erkennen.

Bei Nahrungsmittel kann mehr Zeit vergehen bis sich die Symptome bemerkbar machen, etwa 30 Minuten, was die Erkennung der genauen Ursache erschwert.

Wird der Patient professionell betreut so wird er in der Regel mindestens 24 weitere Stunden lang auf einer Intensivstation beobachtet und nur auf eigenen Wunsch bzw. Verantwortung aus dem Krankenhaus entlassen. Die Sterblichkeitsrate liegt hier bei etwa bei 1 % nach einem anaphylaktischem Schock.

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