Tipps bei einer Tierhaarallergie

Tipps bei einer Tierhaarallergie

Tipps bei einer Tierhaarallergie

Bei einer Tierhaarallergie können Speichel, Tränenflüssigkeit und Hautschuppen von Tieren zu allergischen Symptomen führen. Es sind in der Regel nicht die Tierhaare selbst, sondern die Allergene die an ihnen haften.

Besonders häufig kommt es zu allergischen Beschwerden bei Kontakt mit Katzen, Hunden, aber auch Pferde, Vogelfedern und kleinere Haustiere können zu Beschwerden führen. Wer an einer Tierhaarallergie leidet sollte regelmäßig sauber machen, um so die Allergene zu beseitigen, also Staubsaugen von Hand oder mit einem Saugroboter und regelmäßig feucht wischen.

Saugroboter sind zum Teil extra auf die Beseitigung von Tierhaaren ausgelegt. Mirkofilter in Staubsaugern sind für Allergiker sehr wichtig.

Vermeiden sollte man auch Polstermöbel und Teppiche in denen sich die Tierhaare gern verfangen, auch kann man mit Fusselrollen die Tierhaare mittels Klebestreifen der Rollen die Tierhaare effektiv entfernen.

Allergiker sollten auch möglichst auf Vorhänge, Kuscheldecken und Kissen verzichten und auf Staubfänger im Allgemeinen. Es gibt jedoch spezielle Kuscheldecken mit Anti-Haar-Effekt, sie sind so gewebt, dass sich die Tierhaare nicht festsetzen können.

Ähnliches gilt für die Kleidung, diese sollte regelmäßig gründlich gewaschen werden, ein Trockner kann hier gute Dienste leisten, da er über ein Flusensieb verfügt, dass die Haare auffängt. Auch Waschmaschinen mit einem speziellem Tierhaar-Waschprogramm sind für Allergiker eine gute Hilfe.

Tiere sollten möglichst in das Schlafzimmer gelangen, auf die Couch oder ins Bett. Luftreiniger können Allergene aus der Luft filtern. Man sollte auch auf Rauchen und Nikotin verzichten sowie Textilien mit Schafs-, Angora- oder Alpaccawolle.

Was Allergiker beachten sollten

Was Allergiker beachten sollten

Nylon zieht Tierhaare stark an, daher eigenen sich Strumpfhosen aus Nylon auch gut um Tierhaare aufzuwischen an Böden, Kleidung und Textilien.

Selbst ein einfacher Gummihandschuh eignet sich gut zur Beseitigung von Tierhaare, man zieht ihn an, wischt über die Stelle mit den Tierhaare, diese bleiben am Handschuh hängen und man  zieht den Handschuh dann so aus, dass die Haare im Handschuh gefangen bleiben.

Die allergischen Symptome kommen nicht nur bei direktem Kontakt mit dem Tier zum Vorschein, es genügt wenn sich Allergene im Raum oder der Luft befinden, weil hier einmal ein Tier anwesend war. Besonders Katzen-Allergene setzen sich hier lange Zeit hartnäckig fest, denn sie besitzen sehr gute Schwebeeigenschaften und werden gut durch Kleidung der Besitzer etc. transportiert.

War eine Katze anwesend so können die Allergene noch einige Monate oder gar Jahre lang im Raum verbleiben.

Leidet man an einer Tierhaarallergie so kann es zu

  • Hustenreiz
  • Juckenden Hautausschlägen
  • Asthma bronchiale
  • Bronchitis
  • Juckender und kribbelnder Nase
  • Laufender Nase und allergischen Schnupfen
  • Geröteten und tränenden Augen
  • Einer allergischen Bindehautentzündung

kommen.

Kommt es zu Symptomen wie Husten, geröteten Augen oder Niesattacken bei Kontakt mit Tieren sollte ein Allergietest gemacht werden und möglichst der Kontakt mit den Tieren gemieden werden.

Getestet wird häufig mit einem Hauttest, dem Pricktest bei dem allergene Flüssigkeiten auf die Haut aufgetragen und mögliche Reaktionen beobachtet werden, auch Bluttest oder Provokationstest (hier bringt man die Allergen in direktem Kontakt zu den Nasenschleimhäuten oder Bronchien) kann zum Einsatz kommen.

Die Allergene der Katze befinden sich in Talg, Tränen, Speichel, Haut und Analdrüsen. Es gibt jedoch spezielle Rassen von Katzen und Hunden die seltener Allergien auslösen. Generell gilt das kurzhaarige Hunderassen häufiger Allergien auslösen als langhaarige Rassen.

Es gibt jedoch keine hypoallergene Katzen oder Hunde, jede Rasse trägt ein gewisses allergene Potential in sich.

Bei Vögeln sind es häufig die Federn (Milben in den Federn) und der Kot die Allergien auslösen, bei Pferden das Fell und bei Hunden Fell und Speichel und bei den Meerschweinchen ihr Urin.

Auch bei Nagetieren kann es zu Allergien kommen durch Eiweißmoleküle im Urin von Meerschweinchen oder dem Fell von Goldhamstern sowie deren Urin und Hautschuppen. Mäuse und Ratten können sogar schweres Asthma verursachen.

Neben dem Meiden des Kontaktes kann man Tabletten, Nasenstropfen und Sprays anwenden die die Symptome bekämpfen. Bei akuten Beschwerden eignen sich Antihistaminika gut oder auch Kortison.

Ebenso ist eine Hyposensibilisierung möglich bei der man den Körper allmählich an die Allergen gewöhnt. Aufgrund von möglichen Nebenwirkungen wendet man diese Methode jedoch nur an, wenn der häufige Kontakt mit den Tieren sich nicht meiden lässt.

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