Migränearten

Migränearten

 

Man unterscheidet verschiedene Migränearten.
Man unterscheidet verschiedene Migränearten.

Migräne fällt bei jedem Patient unterschiedlich aus. Man unterscheidet verschiedene Migränearten.

Es handelt sich bei der Migräne um eine eigene Erkrankung und nicht die Folge von Erkrankungen wie Hirnbluten, Entzündungen, Hirntumoren oder Hirntrauma.

Vielmehr ist sie eine primäre Kopfschmerzerkrankung wie der Clusterkopfschmerz oder der Spannungskopfschmerz.

Man unterscheidet verschiedene Migränearten nach den Richtlinien der IHS (International Headache Society).

In erster Linie gilt es zu ermitteln ob eine Migräneaura vorliegt oder nicht.

Migräne ohne Aura

Bei einer Migräne ohne Aura spricht man auch von einer gewöhnlichen Migräne. Dabei trifft diese Klassifzierung auf gut 85% aller Migräneanfälle zu. Außerdem lagen schon 5 Migräneanfälle auf die Kopfschmerzen mit mittleren bis schweren Schmerzen einher gingen, pulsierenden bzw. pochenden Charakter hatten, sich durch körperliche Aktivität verstärkt haben und einen einseitigen Kopfschmerz (Hemikranie) ausgelöst haben.

Weiterhin lag auch ein vegetatives Symptom vor wie Übelkeit oder Erbrechen oder eine Photo- bzw. Phonophobie. Anstelle der fehlende Aura kommt es hier aber durchaus zu Vorboten wie Unruhe, Erregung, Stimmungsschwankungen und hält gut 4 Stunden bis 3 Tage an wenn man sie nicht behandelt.

Bei Frauen tritt die Migräne häufig parallel zur Menstruation auf.

Migräne mit Aura

Migräne tritt in verschiedenen Formen auf.
Migräne tritt in verschiedenen Formen auf.

Es kommt vor dem Migräneanfall zu einer Aura in der die Sinneswahrnehmung gestört ist. Also zu Sehstörungen, Kribbeln, Skotomen Lichtblitzen die wahrgenommen werden. Buntem Flimmern, Kribbeln und Taubheitsgefühlen. Sowie zu Störungen bei der Sprache. Die Aura hält meist 20 bis 30 Minuten lang an.

Mitunter kommt es auch zu motorischen Störungen. Spätestens 60 Minuten nach der Aura-Phase tritt der eigentliche Kopfschmerz der Migräne ein.

Dabei kann die Kopfschmerzphase sowohl bei der Migräne ohne und mit Aura komplett entfallen.

Häufig kann auch ein Kopfschmerz auftreten der nicht pulsierende ist also kein Migränekopfschmerz.

Man spricht von familiäre hemiplegischer Migräne, wenn es bei Verwandten ersten oder zweiten Grades zu Migräneattacken kam die hemiplegisch waren, also meist mit motorischen Störungen einher gehen. Es handelt sich um Gendefekt auf den Chromosomen 1, 2 und 19 vorliegen. Man unterscheidet die Typen I (FMH1), I (FMH2) und III (FMH3)

Bei der sporadischen hemiplegischen Migräne sind die Symptome ähnlich der familiären hemiplegischen Migräne treten allerdings nicht in der Verwandschaft auf. Auch Gendefekte fehlen hier.

Migräne vom Basialristyp

Man spricht hier auch von Basilarismigräne von der häufig junge Erwachsene betroffen sind. Häufig kommt es zu Schwindel, Störungen der Sprache, Tnnitus, gestörtem Hörsinn, Sehstörungen, Doppelbilder, Störungen der Wahrnehmung im Gesichtsfeld und Bewusstseinstörungen die ein paar Minuten bis 30 Minuten anhalten.

Wahrscheinliche Migräne

Die wahrscheinliche Migräne liegt vor wenn ein Symptome einer Migräne mit oder ohne Aura vorliegt.

Retinale Migräne

Liegen einseitige Störungen in Form von visuellen Effekten wie Flimmern, Skotomen oder Blindheit vor die mit der Migräne einhergehen spricht man von retinaler Migräne. Die Kopfschmerzphase setzt mit den visuellen Störungen ein oder bis spätestens 1 Stunde dannach.

Komplikationen bei Migräne

Man unterscheidet auch unterschiedliche Arten von Komplikationen bei Migräne. So liegt eine chronische Migräne vor wenn der Patient mehr als 15 Tage im Monat über 3 Monate hinweg an Migräne leidet. Meist kommt sie bei der Migräne ohne Aura vor. Der chronische Kopfschmerz bei Einnahme von Medikamenten wie Analgetika muss hiervor unterschieden werden.

Der status migraenosus folgt ein Migräneanfall unmittelbar dem nächsten. Der Patient kann sich hier kaum erholen, es kommt selbst nach 72 Stunden kaum zur Linderung.

Der migränöse Infarkt ist ein Hirninfarkt der der Migräne mit Aura ähnelt. Es treten Aurasyptome auf über eine Stunde hinweg. Man kann hier einen ischämischen Schlaganfall mit bildgebenden Verfahren nachweisen. Er tritt häufig bei Frauen über 45 Jahren auf.

Die persistierende Aura ohne Infarkt geht einher mit Symptomen der Aura die über eine Woche hinweg anhalten. Ein Infarkt lässt sich radiologisch nicht nachweisen. Auch treten die Symptome beidseitig auf. Es kommt auch nicht zu dauerhaften Schädigungen im Hirn wie bei dem migränösen Infarkt.

Die Migralepsie sind zerebrale Krampfanfälle die von Migräne getriggert. Sie tritt als Komplikation bei einer Migräne mit Aura auf. Es kommt zu einem epileptischen Anfall in der Auraphase oder 60 Minuten danach.