Was tun bei Allergien?



Was tun bei Allergien?

Durch richtige Verhalten beim Erziehen kann man Kinder besonders effektiv vor Allergien schützen.
Durch richtige Verhalten beim Erziehen kann man Kinder besonders effektiv vor Allergien schützen.

Was tun bei Allergien ist die Frage die sich beim Auftreten von allergischen Symptomen stellt. Grundsätzlich gilt es die Allergieart richtig zu diagnostizieren.

Hier zu sind eine ausführliche Anamnese und Allergietests bei einem Allergologen bzw. Dermatologen nötig.

Danach kann eine gezielte Therapie mit Medikamenten, Meidung der Allergene und/oder Hyposensibilisierung möglich. Auch die Behandlung mit Heilpflanzen ist möglich.

Schon im Kindesalter können Allergien gänzlich vermieden werden, wenn man Kinder beispielsweise nicht übermäßig vor Allergenen schützt.

Ebenso kann ein Stillen bis zum 6. Lebensmonat Allergien vorbeugen.

Häufig ist eine genetische Disposition mit verantwortlich für die Ausbildung einer Allergie. Wenn also eine oder beide Elternteile selbst Allergiker sind erkranken die Kinder auch häufiger an einer Allergie.

Wurde eine Allergie gegen bestimmte Allergene ermittelt gilt es diese Allergene im Sinne einer Allergenkarenz zu meiden. So sollte man Duftstoffe, Pollen, bestimmte Nahrungsmittel etc. je nach Art der Allergie meiden.

Es empfiehlt sich hier ein Ausweichen auf Naturpflegeprodukte oder alternative Nahrungsmittel, beispielsweise Sojamilch anstelle von Kuhmilch etc.

Gerade Symptome wie Übelkeit und Magen-Darm-Probleme können häufig auch falsch diagnostiziert werden und von einer Nahrungsmittelallergie her rühren.

Sind andere Faktoren wie Hausstaubmilben oder Tierhaare die Auslöser einer Allergie gilt es diese konsequent zu meiden und das häusliche Umfeld möglich allergenfrei zu gestalten. Durch spezielle Bettbezüge, Vermeiden von Teppichen, Kontakt zu Tieren etc.

Medikamentöse Behandlung von Allergien

Zur Vermeidung von Allergien ist mitunter sogar ein Berufswechsel nötig wie beim Bäcker-Asthma.

Bezüglich einer medikamentösen Behandlung werden häufig H1-Antihistaminika wie Loratadin, Levocabastin, Cetrizin, Clemastin, Azelastin oder Dimetinden angewendet. Diese senken die Wirkung des Botenstoffes Histamin der für entzündliche Vorgänge im Körper bei einer Allergie verantwortlich ist.

Aber auch prophylaktisch können Tabletten eingenommen werden bevor beispielsweise die Heuschnupfen-Saison ansteht.

Auch hochdosiertes Kalzium wirkt hier ähnlich wie Antihistaminika allergiemindernd und vorbeugend.

Neben der innerlichen Anwendung durch Tabletten etc. können auch äußerliche Wirkstoffe wie Nedoromil, Lodoxamid und Cromoglicinsäure angewendet werden. Diese sind beispielsweise erhältlich in Form von Nasenspray, Nasentropfen und Augentropfen. Aber auch als Dosieraerosole zum Inhalieren sind erhältlich. Sie kommen inbesondere bei allergischem Asthma und allergischem Schnupfen, dem Heuschnupfen zum Einsatz.

Bei Bindehautenzündungen und geschwollenen Schleimhäuten der Nase verwendet man Alpha-Sympathominetika wie Tramazolin, Xylometazolin oder Tetryzolin.

Aber auch Salben, Cremes und Gele sind für die äußerliche Behandlung von allergischen Symptomen hilfreich. Man erhält im freien Verkauf das Hydrocortison, das der Gruppe der Glucocorticoide angehört und Linderung bei Juckeizen auf der Haut bringt. Ähnlich wirkt hier auch das natürliche Bittersüß.

So kann man Allergien sowohl mit rezeptpflichtigen als auch rezeptfreien Medikamenten und pflanzlichen Heilstoffen behandeln.

Bei besonders schwere allergischen Reaktionen wie einem anaphylaktischem Schocke empfiehlt es sich immer ein Notfallset dabei zu haben mit einer Adrenalin-Spritze. Hier ist auch umgehend ein Notarzt zu rufen.

In vielen Fällen bleibt es nicht nur bei einer Allergie. So leiden Menschen die an Heuschnupfen erkrankten häufig auch an einem Asthma bronchiale. Gerade wenn die Allergie nicht rechtzeitig behandelt wird kann sich ein Etagenwechsel vollziehen. Die Erkrankung wandert dann von den oberen Atemwegen in die unteren. Also von der Nase bis in die Bronchien.

Selbst auf Medikamente kann man allergisch reagieren. Umso wichtiger ist eine genaue Diagnose und das Meiden von bekannten Allergenen.

Mitunter sind Allergien auch berufsbedingt wie bei der Bäckerlunge/Bäcker-Asthma also einer Allergie auf den Feinstaub von Mehl oder gegen Gluten. Hier ist für die Meidung der Auslöser meist sogar ein Berufswechsel nötig.

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