Pflanzenmilch

Pflanzenmilch

Pflanzliche Alternativen zur Kuhmilch.

Was genau sind die pflanzlichen Alternativen Hafermilch, Sojamilch, Mandelmilch zur normaler Milch? Pflanzliche Milch wird immer beliebter nicht nur als Szenegetränk, dabei ist klassische Milch eine wichtiger Bestandteil der Ernährung, häufig wird jedoch auf Alternativen umgeschwenkt aufgrund von Allergien oder Unverträglichkeiten gegenüber Laktose oder einer Allergie auf Milcheiweiß.

Die Alternativen aus Soja oder Nüssen sind beliebt und ebenfalls gesund sowie nachhaltig.

Nach den Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft wurden 2019 insgesamt 4,1 Millionen Tonnen Kuhmilch konsumiert, pro Kopf also knapp 50 kg. Allerdings nehmen vegetarische Alternativen aus dem Supermarkt oder Bioläden zu.

Besonders beliebt ist hier Milch aus Mandeln, Soja, Reis oder Kokosnüssen. Sogar aus Hanf, Erbsen, Macadamianüssen und Lupinen werden die alternativen Milchprodukte bereits hergestellt. Allerdings dürfen diese Produkte nicht als „Milch“ gekennzeichnet werden, denn nur Flüssigkeiten die durch Melken gewonnen wurden dürfen diesen Titel tragen. Man spricht hier von „Drinks“, nur Kokosmilch spielt hier eine Ausnahme, da sie bereits am Markt war vor Inkrafttreten der Verordnung.

So bestehen Milchersatzprodukte aus Wasser, Getreide, Hülsenfrüchten oder Nüssen und ähneln im Aussehen normaler Milch, den Getreidedrinks wird meist noch Öl oder Emulgator beigegeben um die gewünschte Konsistenz zu erhalten. Durch Homogenisieren werden sie haltbar gemacht.

Vom Geschmack her sind Soja- und Hafermilch eher getreidig, Mandel- und Kokosmilch eher nussig und Reismilch aufgrund des natürlich enthaltenen Zuckers süßlich.

Sojamilch hat sich besonders etabliert als Alternative für Kaffeemilchschaum oder auch beim Kochen. Sojamilch ist ein flüssiger Extrakt aus ganzen Sojabohnen, hierzu werden trockene Sojabohnen eingeweicht und dann wird Wasser ausgepresst und püriert. Man kocht 20 Minuten lang um verdauungshemmende Giftstoffe zu entfernen.

Milchalternativen im Vergleich

Milchalternativen im Vergleich

Hafermilch enthält viel Kalzium und ist bei Diabetikern beliebt, er eignet sich auch gut für Milchreis. Aufgrund von vielen Ballaststoffen hält Hafermilch lange satt, bei der Herstellung wandelt sich Getreidestärke in Zucker und macht die Hafermilch süßlich. Aus Haferflocken kann man Hafermilch sogar selbst herstellen.

Für vegane Rezepte ist Mandelmilch sehr beliebt. Reismilch hat mit 50 Kilokalorien auf 100 ml fast doppelt soviel Kalorien wie Kuhmilch. Reismilch ist jedoch glutenfrei, enthält aber kaum Kalzium, Proteine oder Vitamine, sie eignet sich gut für Süßspeisen aufgrund ihres Geschmacks.

Kokosmilch ist bei Rezepten der asiatischen Küche beliebt, für ihre Herstellung wird Fruchtfleisch der Kokosnuss gelöst und gemahlen sowie gepresst, man erhält Kokosmilch in Dosen, sie ist kalorienarm und fettarm.

Drinks aus Cashews und Macadamia sind sehr nussig und teuer wegen dem aufwendigen Anbau und Herstellung, Hanfdrinks hingegen recht fettreich und aufwendig in der Herstellung und daher ebenfalls hochpreisig.

Erbsenmilch ist recht neu und proteinreich, Drinks aus Lupinen enthalten mehr Proteine als solche aus Soja und werden auch in Fleischersatzprodukten gern genutzt.

Für die Pflanzendrinks gilt, dass sie einen niedrigen Fettanteil haben und mehr ungesättigte als gesättigte Fettsäuren, sie sind cholesterinfrei, weisen aber auch weniger Proteine auf als normale Milch einer Kuh. Auch ist die Qualität der pflanzlichen Proteine geringer. Abhängig von Drinksorte variiert die Anzahl der Kohlenhydrate stark.

Besonders für Kinder ist in der Wachstumsphase Kalzium wichtig, einige Produkte werden daher mit Kalzium angereichert.

Bezüglich Proteinen kommt Sojamilch Kuhmilch nah und hat ca. 3 bis 4 g auf 100 ml, mit nur 28 kcal auf 100 ml hat sie halb soviel Kalorien und weist viele ungesättigte Fettsäuren und Folsäure auf.

Gern werden Produkte auch um Vitamin B12 und Caliumcarbonat erweitert.

Hafermilch hat kein Cholesterin und mehr ungesättigte Fettsäuren als Kuhmilch, mit vielen Ballaststoffen macht sie lange satt, hat aber mit 1 g Eiweiß auf 100 ml wenig Porteine.

Reismilch ist süßlich und enthält viel Zucker, der entsteht wenn Reis gekocht wird, sie hat wenig Nährstoffe und viel Kalorien und ist ein eher schlechter Milchersatz.

Wer an einer Allergie oder Unverträglichkeit leidet hat mit Milch-Alternativen gute Möglichkeiten ein alternatives Produkt zu finden, auch belasten die pflanzlichen Produkte die Umwelt weniger als Kuhmilch. Haferdrinks sind hier besonders gut für die Umweltbilanz, Milch aus Mandeln hingeben weniger da man viel Wasser benötigt und lange Transportwege aus Kalifornien. Bei Reismilch verhält es sich ähnlich.

In Deutschland sind 15 bis 20 % der Erwachsenen von einer Laktoseintoleranz betroffen.

Besonders gesund in Kuhmilch sind Kalzium und Eiweiß, Kalzium ist für Knochen und Zähne wichtig, Protein für die Muskeln und Zellen, pflanzliche Milch kann hier meist nicht mithalten. Am ehesten kommt hier Sojamilch an die Nährwerte von Kuhmilch heran.

Mitunter werden gern Süßungsmittel, Vitamine und Nährstoffe künstlich zugesetzt. Milch aus Reis oder Hafer enthalten von Natur aus viel Zucker.

Bei der Wahl von alternativen Produkten sollte man die Kalorien im Auge haben, aber auch eine mögliche Laktoseintoleranz bzw. glutenfreie Produkte bei einer vorliegenden Zöliakie.

Aus Haferflocken kann man, in Wasser gelöst, aufgekocht, püriert und gesiebt selbst möglichst reine Hafermilch herstellen. Mandelmilch gelingt durch einlegen der Mandeln für 10 Stunden in Wasser, sie quellen dabei auf, dann püriert man sie und presst die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder Tuch.

Besonders gut schäumt Sojamilch und ist so für Kaffeetrinker optimal als Milchschaum mit viel Eiweiß.

Zum Kochen und Backen ist Sojamilch ebenfalls optimal, auch ungesüßte Mandelmilch macht sich gut, vor allem bei Süßspeisen aber auch herzhaften Rezepten.

Hafermilch ist gut für ein Müsli oder beim Backen von Keksen und Kuchen.

Mittlerweile erhält man Ersatzmilch in jeden Supermarkt, aber auch in Reformhäusern und Drogerien gibt es eine große Auswahl an Produkten. Bio-Produkte sind hier besonders nachhaltig und frei von Nickel, Chlorat oder Pestiziden.

Tierische Milch hat den reduzierten Mehrwersteuersatz, für pflanzliche Milch gelten 19 %, auch ist sie meist teurer aufgrund von aufwändiger Herstellung und Marketing.

Mandelmilch kann sogar 3 Euro pro Liter kosten, gute Bio-Hafermilch schon für 1 Euro je Liter.

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