Rosazea

Rosazea

Vorallem der Bereich des Mittelgesichts ist bei einer Rosazea betroffen.

Vor allem der Bereich des Mittelgesichts ist bei einer Rosazea betroffen.

Die Rosazea oder auch Rosacea wird als „Kupferrose“ oder veraltete bezeichnet auch als Acne Rosacea. Es handelt sich um eine Hauterkrankung welche vor allem den mittleren Bereich des Gesichtes betrifft. Sie tritt häufig bei Personen im Alter von 30 bis 40 aus und verstärkt sich meist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr.

Die lateinische Bezeichnung geht auf Kupferfinnen zurück bzw. steht für Kupferfinnenausschlag oder Rotfinnen, daher auch die Bezeichnung Kupferakne.

Sie ähnelt der Akne jedoch handelt es sich um unterschiedliche Erkrankungen.

Bei der Rosazea kommt es zu fleckenförmige, teils schuppende Rötungen, aber auch zu Schwellungen der Gesichtshaut und entzündlichen Pusteln und Papeln.

Es kann später bei Männern zu knollenartigen Wucherungen der Nase kommen die man als Knollennase, Rhinophym (griechisch ῥίς, ῥινός „Nase“ und φῦμα „Geschwür, Gewächs“), Blumenkohlnase, Kartoffelnase oder Pfundsnase bezeichnet.

Die Ausbreitungsareale der Rötung sind Nase, Wagen, Stirn und Kinn oder auch an nicht behaarter Kopfhaut sowie Brust und Rücken.

Betroffen sind häufig hellhäutige, rothaarige Menschen vom keltischen Typ, Frauen erkranken häufiger als Männer bei denen die Symptome jedoch häufiger stärker ausfallen. In Europa liegt die Erkrankungshäufigkeit von 1 bis 10 %.

Stadien der Rosazea

Im dritten Stadium kann auch die Nase betroffen sein, vor allem bei Männern kommt es zu einer Knollennase.

Im dritten Stadium kann auch die Nase betroffen sein, vor allem bei Männern kommt es zu einer Knollennase.

Man unterscheidet unterschiedliche Schweregrade I bis III bei der Hauterkrankung.

Schweregrad I

Hier kommt es zu unscheinbaren Rötungen der Haut vor allem bei Hitze, Kälte, emotionalem Stress, Aufregung und starke Anstrengung. Die feinen oberflächennahen Blutgefäße sind deutlich erweitert. Die Haut wirkt sonnenbrandartig gerötet. Man bezeichnet diese erste Form als Couperose oder auch erythematös-teleangiektatische Form. Es kann zu kleinen Papeln kommen. Die Patienten klagen zu dem häufig über allgemeine Reizung der Haut oder auch Juckreiz, Stechen, Trockenheit und Brennen.

Schweregrad II

Dieses Stadium wird als papulopustulösen Form der Rosazea, es kommt zur Bildung von Knötchen, Pusteln und Schwellungen die sich entzünden, eitrig degenerieren und mehrere Wochen lang bestehen können. Die Haut ist geschwollen, großporig und gerötet. Die Erkrankung tritt phasisch und Jahre lang auf. Da die Symptome ähnlich einer Akne sind kommt es hier zu Fehldiagnosen. Allerdings gehen hier die akneartigen eitrigen Pusteln und Quaddeln nicht vom Haarfollikel aus wie bei einer Akne.

Schweregrad III

Unter diesem Stadium, der glandulär-hyperplastischen Rosazea leiden insbesondere Männer. Es kommt zu Wucherungen von Bindegewebe und Talgdrüsen mit knotigen Verdickungen, sogenannten Pyhmen, Knollen. Eine Sonderform ist die Knollennase. Kommt es zu Symptomen an den Augen so bezeichnet man dieses als okulären Form oder Ophthalmo-Rosazea. so kann es zu Lidrandentzündungen, Bindehautentzündungen, trockenen Augen oder auch zu Entzündungen der Hornhaut kommen.

Die Haut ist bei der Rosazea besonder empfindlich auf physikalische Reize. Daher sollte man irritierende Produkte meiden wie Menthole, Seifen, Kampfer, Peelings, Alkohole etc. sowie Reibung und Sonnenstrahlung. Es kommt zu persönlichen Auslösern, Triggern die eine plötzliche Rötung des Gesichtes oder die allgemeine Gefäßerweiterung hervorrufen beispielsweise Alkohol, heiße Getränke, Saunabesuche, scharfe Speisen etc. die entsprechend gemieden werden sollten.

Vorteilhaft ist eine kosmetische angepasste Pflege die die Haut beruhigt und Entzündungen hemmt. So kann man Rötungen und Reizungen vorbeugen. Das Gesicht sollte täglich mit milden Mitteln gereinigt werden, ein Rubbeln im Gesicht beim Abtrocknen gilt es zu vermeiden. Gesichtsmassagen können gute Erfolge bringen. Dabei wird das Gesicht morgens und abends mit leichten kreisförmigen Bewegungen mit Hilfe eines Gleitmittels massiert. Man verwendet Cremes die frei von Duftstoffen und Konservierungsmitteln sind und nicht zu fetthaltig.

Die Tagescreme sollte eine UV-Schutz haben, am besten LSF (Lichtschutzfaktor) 50, dazu kann man ein passendes Make-up auftragen oder eine abdeckender Foundation (in Grünton), diese verschlechtern die Erkrankung nicht geben den Betroffenen aber eine positivere Lebensqualität.

Eine genetische Disposition kann eine Ursache sein sowie die folgenden Auslöser:

  • Erhöhter Kaffee-, Tee- und Alkoholkonsum die zu einer Gefäßerweiterung führen dieser Substanzen scheint hier eine Rolle zu spielen
  • Magen-Darm-Störungen oder Leberprobleme, insbesondere Patienten mit chronischer Gastritis (Helicobacter pylori-Befall) sind häufiger betroffen
  • Lange und ausgedehnte Sonnenbestrahlung, sehr scharfe Speisen habe eine gefäßerweiternde Wirkung
  • Der Befall der Gesichtshaut mit der Milbe Demodex folliculorum

Behandlung

Unterschiedliche Medikamente können zur Behandlung verwendet werden.

Unterschiedliche Medikamente können zur Behandlung verwendet werden.

Für die ersten beiden Schweregrade reicht eine äußerliche Behandlung meist aus. Man verwendet in Deutschland für die Behandlung Nitroimidazol (0,75 % Metronidazol in unterschiedlichen Grundlagen) und Azelainsäure (15-prozentig) sowie Ivermectin zur Rosazea-Behandlung als zugelassene Medikamente.

Dabei wirken Antibiotika wie Metronidazol oder auch Erythromycin, Clindamycin und Tetracyclin unterschiedlich effektiv. Vor allem allgemein anti-entzündliche Wirkstoffe helfen. Durch eine antibiotische Unterdosierung kann bakterielle Antibiotikaresistenzen fördern und (multi-) resistente Keime fördern wie in der Tiermast. Subtherapeutische Mengen von Antibiotika die als Wachstumsförderer genutzt werden sind EU-weit verboten.

Das Insektizid Ivermectin wird oral oder als Salbe genutzt zur Behandlung von Rosazea. Es ist weniger wirksam als Metronidazol. Diese Milbenform lebt praktisch bei jedem Menschen in der Haut.

Kortionshaltige Medikamente dürfen nicht genutzt werden, da sie die Symptome verstärken.

Nur bei schweren Formen der Rosazea gibt man Antibiotika oral. Erfolgreich nutzt man Tetracyclin und neuere Derivate wie Minocyclin oder Doxycyclin. Es kommt jedoch zu Nebenwirkungen wie Lichtempfindlichkeit, Verfärbung von Haut und Schleimhäuten. Auch Makrolide wie Erythromycin, Clarithromycin, Azithromycin oder Metronidazol und andere Antibiotika kommen in Betracht.

Ihre Nebenwirkungen äußern sich vor allem bei der wichtigen bakteriellen Mikroflora. Hochwirksam ist auch der Wirkstoff Isotretinoin als ein Vitamin-A-Säure-Derivat und natürliches Insektizid gegen Haarbalgmilben. Es kommt jedoch zu vielen Nebenwirkungen wie Reizungen der Bindehaut, Schleimhäute, Bindehaut, Leberstörungen, Kopfschmerzen, Depressionen etc. und hat eine embryotoxische Wirkung darf also nicht bei Schwangerschaften verwendet werden.

Brimonidin vom  Dermatologie-Unternehmen Galderma ist zur Behandlung der Rötung in 28 EU-Ländern zugelassen als erstes und einziges Medikament dieser Art.

Alternative Behandlungen kann mit Lidocain genutzt werden wenn Staphylokokken bei der Rosazea beteiligt sind. Auch eine Anwendung von Heilerde als Gesichtsmaske kann helfen sie wirkt antibakteriell und entzündungshemmend.

Äderchen können dauerhaft mit Laser behandelt werden, dabei werden erweiterte Blutgefäße geschlossen und so unsichtbar gemacht. Bei einer Knollennase, dem Rhinophym kann eine chirurgische Abtragung durch Abschleifen oder CO2-Laser genutzt werden.

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