Die Nahrungsmittelallergie

Bei einer Nahrungsmittelallergie reagiert der Körper allergisch auf Produkte wie Eier, Milch oder Nüsse.
Wer an einer Nahrungsmittelallergie leidet, sollte insbesondere bei Fertigprodukten die Angaben zu den Inhaltsstoffen genau prüfen und bekannte Allergene konsequent meiden. Dieses Vorgehen wird als Allergenkarenz bezeichnet.
Die Nahrungsmittelallergie tritt bei etwa 5 % der Erwachsenen und bis zu 10 % der Kinder auf. Davon zu unterscheiden ist die Nahrungsmittelintoleranz, die häufiger vorkommt. Ein Ernährungs- und Beschwerdetagebuch kann zusammen mit einem Allergietest helfen, auslösende Lebensmittel zu identifizieren.
Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig, um den Körper gesund zu halten und insbesondere bei Kindern ein normales Wachstum zu unterstützen.
Auf welche Nahrungsmittel kann man allergisch reagieren?
Eine Nahrungsmittelallergie kann auf viele Lebensmittel auftreten, darunter Obst, Nüsse, Eiweißquellen, Milchprodukte und Gemüse.
Besonders starke Reaktionen können bei einer Erdnussallergie auftreten. In schweren Fällen kann es zu einem anaphylaktischen Schock kommen. Betroffen sind unter anderem Produkte wie Erdnussbutter, Süßwaren oder Fertigmischungen.
Nach geltenden EU-Vorgaben müssen 14 häufige Allergene auf Lebensmittelverpackungen gekennzeichnet werden, da sie besonders häufig allergische Reaktionen auslösen. Diese gehören meist zum Allergietyp I (Soforttyp).
- Eier
- Erdnüsse
- Glutenhaltiges Getreide (z. B. Weizen, Roggen, Hafer)
- Fisch
- Krebstiere
- Milch
- Schalenfrüchte
- Lupinen
- Schwefeldioxid und Sulfite
- Sellerie
- Senf
- Sojabohnen
- Weichtiere
- Sesamsamen
Lebensmittel wie Reis, Blattsalate und Artischocken lösen vergleichsweise selten Allergien aus.
Andere Ursachen für eine Nahrungsmittelallergie
Eine wichtige Rolle spielen Kreuzallergien. Menschen mit Pollenallergien reagieren häufig auch auf bestimmte Lebensmittel wie Äpfel oder Nüsse.
Die Symptome einer Nahrungsmittelintoleranz können denen einer Allergie ähneln. Der entscheidende Unterschied: Bei einer Intoleranz werden kleine Mengen oft noch vertragen, während bei einer echten Allergie bereits geringe Mengen deutliche Beschwerden auslösen können.
Was sind die Symptome einer Nahrungsmittelallergie?
Typische Beschwerden sind Juckreiz, Schwellungen, Rötungen, Nesselsucht oder Hautreaktionen. Häufig betroffen sind Mund- und Rachenraum.
Weitere mögliche Symptome:
- Hautreaktionen (z. B. Nesselsucht)
- Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Durchfall)
- Atemprobleme (z. B. Atemnot)
- Kreislaufreaktionen
In schweren Fällen kann ein anaphylaktischer Schock auftreten.
Wie kann man eine Nahrungsmittelallergie vorbeugen?
Eine abwechslungsreiche Ernährung kann helfen, das Risiko zu reduzieren. Einseitige Ernährungsgewohnheiten sollten vermieden werden.
Stillen über mehrere Monate kann das Allergierisiko bei Kindern senken. Gleichzeitig wird heute davon ausgegangen, dass ein kompletter Verzicht auf potenzielle Allergene in der frühen Kindheit nicht immer sinnvoll ist.
Übertriebene Hygiene kann ebenfalls eine Rolle spielen, da das Immunsystem weniger trainiert wird.
Nahrungsmittelallergie behandeln
Akute Beschwerden werden häufig mit Antihistaminika oder Kortison behandelt. Bei schweren Reaktionen kann eine Adrenalin-Injektion lebensrettend sein.
Viele Betroffene führen ein Notfallset mit sich, das einen Adrenalin-Autoinjektor, Antihistaminika und Kortison enthält.
Langfristig ist die konsequente Vermeidung der Auslöser die wichtigste Maßnahme.
Allergene unschädlich machen

Durch Erhitzen können einige Allergene reduziert werden.
Durch Erhitzen können manche Allergene verändert werden, sodass sie besser verträglich sind. Dies gilt vor allem für bestimmte Obst- und Gemüsesorten.
Allerdings sind viele Allergene hitzestabil, beispielsweise in Nüssen, Fisch oder Soja. Hier hilft Erhitzen nicht.
Nahrungsmittelallergie bei Kindern

Kinder reagieren häufig auf Milch, Eier oder Nüsse.
Kinder sind besonders häufig betroffen, da sich ihr Immunsystem noch entwickelt. Häufige Auslöser sind Milch, Eier, Nüsse und Soja.
Viele Kinder entwickeln mit zunehmendem Alter eine Toleranz, sodass die Allergie wieder verschwinden kann.
Milcheiweißallergie
Bei einer Milcheiweißallergie reagiert das Immunsystem auf Milchproteine. Bereits kleine Mengen können starke Reaktionen auslösen.
Davon zu unterscheiden ist die Laktoseintoleranz. Hier liegt keine Allergie vor, sondern ein Enzymmangel, der zu Verdauungsproblemen führt.
Milchsäure (Laktat) ist in der Regel unproblematisch, da sie kein Milcheiweiß enthält.
wichtiger Hinweis!!!:
Milcheiweiß(=Casein)-Allergie ist etwas komplett anderes als Laktose(=Milchzucker)-Intoleranz!
eine Allergie ist gefährlich bis hin zum lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock und es reichen geringste Mengen, um diese auszulösen.
Eine Intoleranz verursacht unangenehme Symptome, die von selbst wider abklingen, meidet man den entsprechenden Stoff. oft werden geringe Mengen (oder z.B. bei Laktose-Intoleranz gesäuerte/fermentierte Milchprodukte wie Joghurt u Kefir) gut vertragen.
Milcheiweiss ist wie die Bezeichnung angibt ein Protein. (bei geklärter Butter nicht vorhanden)
Milchzucker ibidem ein Kohlenhydrat (bei Butter und gereiftem Hartkäse)sehr,sehr gering.
bitte korrigieren Sie im Artikel die entsprechenden Passagen.
Vielen Dank, freundliche Grüße
Vielen Dank für den Hinweis, der Abschnitt wurde korrigiert.