Vanille-Allergie

Vanille-Allergie

Bei einer Vanille-Allergie führt die Vanille einer echten Vanille-Schote zu Symptomen.

Bei einer Vanille-Allergie führt die Vanille einer echten Vanille-Schote zu Symptomen.

Bei einer Vanille-Allergie kommt es zu einer Überempfindlichkeit gegenüber Vanille. Vanille wird häufig als Aroma in Lebensmitteln oder auch als Duftstoff genutzt.

Die Vanille ist ein Gewürz welches man aus den fermentierten Kapselfrüchten „Schoten“ verschiedener Arten der Orchideen-Gattung Vanilla gewonnen wird. Dabei stammt der Name über das französische vanille vom spanischen vainilla  für „kleine Hülse oder Schote“ auf Lateinisch Vanilla planifolia). Man bezeichnet  die Vanille in Stangenform wird auch als Königin der Gewürze.

So wird es gern beim Backen, im Speiseeis, Vanillestangen, Pudding etc. häufig verwendet.

Ursprünglich stammt die Vanille aus Mexiko und Mittelamerika heute kommt sie überwiegend aus Madagaskar Réunion welches früher Île Bourbon genannt wurde, daher stammt auch die Bezeichnung Bourbonvanille. Auch auf anderen Insel des Indischen Ozeans wird heute Vanille angebaut. Gewürzvanille wird im Handel zum einen unter den Bezeichnungen Bourbon-Vanille sowie mexikanische Vanille angeboten.

Man unterscheidet 15 Arten der Vanille. Auch in Kosmetika und Parfüms nutzt man die Vanille heute gern.

Bei Vanillin welches auch zum Backen als Vanillinzucker nutzt handelt es sich um einen Aromastoff der nicht von natürlicher Vanille abstammt. So wird Vanillin aus Eugenol und Liginsulfonaten gewonnen.

Eine Allergie kann jedoch auf beide, auf natürliche Vanille und künstlich gewonnenes Vanillin enstehen.

Bei der Allergie gegen Vanille oder auch Vanillin bildet der Körper Antikörper gegen das Allergen bei den ersten Kontakten. Diese führen dann bei weiteren Kontakten zu allergischen Beschwerden.

Die Symptome der Vanille-Allergie

Vanilleeis ist beliebt kann aber durch Vanille oder Vanillin auch zu allergischen Beschwerden führen.

Vanilleeis ist beliebt kann aber durch Vanille oder Vanillin auch zu allergischen Beschwerden führen.

Bei der Allergie kann es als Kontaktallergie zu Problemen auf der Haut und als Lebensmittelallergie zu Magen-Darm-Beschwerden kommen.

So kommt es zu:

  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Blähungen
  • Rötungen und Juckreiz der Haut
  • Geschwollenen Schleimhäuten in Hals und Rachen
  • Niesen, laufender Nase und Schnupfen
  • Bildung von Bläschen, Quaddeln und Pickeln auf der Haut

Akute Beschwerden können mit Kortison in Form von Tabletten und Salben behandelt werden.

Ein Allergietest in Form eines Hauttests wie dem Pricktest oder einem Epiktuantest als Provokationstest können eine Sensibilisierung auf Vanille aufzeigen.

Beim Pricktest wird das Allergen auf die Haut als Lösung aufgetragen und die Haut angeritzt. Beim Epiktutantest befestigt man das Allergen mit einem Pflaster auf der Haut und beobachtet Hautveränderungen für einige Stunden bzw. Tage.

Liegt eine Allergie gegen Vanille oder Vanillin vor sollte man Produkte wie Kosmetika und Lebensmittel meiden die diese Stoffe enthalten. Also eine allergene Karenz einhalten.

2 Replies to “Vanille-Allergie”

  1. In fast jeder Schokolade, insbesondere Schokolade aus der Schweiz ist Vanille drin.
    Fast alle Bisquits erhalten Vanille deklariert als „natürliche Aromen“…
    Ich habe Vanilleallergie im Alter von 58 bekommen. Sie äussert sich im Herzrasen und Übelkeit auch beim riechen der Produkte die Vanille erhalten.
    Ein Riesenvorteil ist dass ich keine industriell produzierte Süssigkeiten essen kann und somit bleibt mein Gewicht normal👍

  2. Ich reagiere sowohl auf Vanillin als auch auf natürliche Vanille; sowohl Kontaktallergie als auch in Lebensmitteln. Es äußerst sich als schmerzhafte Pickel, Pustel usw. am Po, Kopfhaut, Ausschnitt und Gesicht.
    Ich kann (in der Regel; immer Zutatenliste studieren, „natürliche Aromen“ = schlecht) keine Schokolade, Kekse, Joghurt, süße Backwaren aus dem Handel essen. Auch süße Backwaren (Kuchen, Krapfen) vom Bäcker sind für mich tabu.

    Am Schwierigsten ist für mich der Zusatz von Vanille in Pflegeprodukten. Seit 15 Jahren habe ich Deo, Duschgel, Bodylotion, Handcremes usw. aus meinem Leben verbannt. Ich wasche mich mit Seife und creme mich mit Kokosöl.
    Haarseife habe ich ausprobiert, aber bisher habe ich noch nicht die richtige für mich gefunden. Das Shampoo ist für mich daher das Schwierigste ;(

    Seit 25 Jahren weiß ich dass ich gegen Kuhmilcheiweiß allergisch bin.
    Außerdem leide ich offiziell seit 15 Jahren bestätigt an einer Laktose-, Lorbeerblattöl- und Nickelallergie und eben Vanillin.
    Mit Nickel habe ich – seit ich es weiß – nahezu keine Probleme mehr.
    Lorbeerblattöl ist mir noch nie über den Weg gelaufen…
    Zum Kochen (bei z. B. Sauerkraut) verwende ich Lorbeerblätter, da habe ich noch nie negative Auswirkungen bemerkt.

    Vor 2 Jahren habe ich einen – für mich radikalen – Schritt getan: Ich lebe vegan, kaufe nur hochwertige
    Lebensmittel ohne „Zutatenliste“ und bereite alles von Grund auf selbst zu.

    Seither geht es mir insgesamt viel viel besser und ich habe dauerhaft ca. 8 Kilogramm abgenommen.

    Nach der Ernährungsumstellung habe ich gefühlt, dass Brot auch nicht so toll bzgl Verdauung ist.
    Ganz schlecht sind die abgepackten ewig lang haltbaren Brote vom Supermarkt. Dann kommt abgepacktes Toastbrot und normale Weißmehlprodukte.
    Vollkornbrot hat oftmals viel zu viel Salz – daher auch nicht so toll…

    Am besten vertrage ich selbstgemachtes Brot aus Haferflocken und Nüssen.

    In meinem normalen Alltag ist es für mich einfacher, seit meine Umwelt weiß, dass ich „vegan“ esse. Das erspart viele Erklärungen. Früher war man mir eher beleidigt, wenn ich von dem selbstgebacken Kuchen nichts gegessen habe. Jetzt entschuldigen sich die fleißigen Bäcker bei mir: „Tut mir leid, da ist normale Milch drin!“

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