Durchfall

Durchfall

Durchfall kann auch mit Magenkrämpfen einher gehen.

Durchfall kann auch mit Magenkrämpfen einher gehen.

Ein Durchfall oder auch Diarrhö oder Diarrhoe ist in der Regel eine unangenehme vermehrte Entleerung des Darmes mit dünnem bis flüssigem Stuhl. Durch ihn kommt der Energie- sowie Flüssigkeitshaushalt durcheinander und er stört das eigene Wohlempfinden und lässt sich häufig nur schwer zurück halten. Die Ursachen für einen Durchfall können vielfältig sein. So kann es durch Stress, Infekte, Bakterien, Parasiten, zu scharfes Essen (indisch) oder auch chronische und bösartige Erkrankungen (Tumore im Darm die zur Blutbeimengungen im Stuhl führen) zu ihm kommen.

Von einem Durchfall spricht man bei einer wässrigen Konsistenz und wenn die Darmentleerung häufiger als 3 Mal pro Tag erfolgt und mit mehr als 250 g. Beim Durchfall werden Nährstoffe nicht richtig aufgenommen. Auch kommt vermehrt Flüssigkeit in verkehrter Richtung in den Darm anstelle aus ihm heraus in den Körper. Abführmittel wie Laxanzien können auch einen Durchfall auslösen.

Beispielsweise kann eine Glutenunverträglichkeit, Reizdarm, Morbus Crohn oder Schimmelpilzallergie mit Durchfall einher gehen.

Kommt es zu einem akuten Durchfall so ist dieser unangenehm, aber harmlos. Wichtig ist es den Verlust an Flüssigkeit und Salzen auszugleichen. Dazu eignen sich Lösungen aus Salz, Wasser und Zucker. Auch gibt es bewährte Hausmittel gegen Durchfall wie geriebener Apfel, Heidelbeertee etc. beliebt, aber nicht geeignet sind Cola und Salzstangen.

Bei starkem Durchfall helfen Cola und Fruchtsäfte kaum, sie enthalten zuviel Zucker und zu wenig Salz. Salzstangen sind jedoch gut bekömmlich und gegeben dem Körper verlorenes Salz zurück. Kalium was beim Durchfall verloren geht gewinnt man jedoch nicht zurück. Auch Kaffee, Milch und Alkohol sollte man bei Durchfall meiden, da diese ihn noch verstärken können.

Sinnvolle Schonkost kann aus geriebenen Äpfeln, Banane, Kartoffeln und Reis bestehen. Die Nahrung sollte fettarm sein und viel Kohlenhydrate enthalten und leicht bekömmlich sein, um den angeschlagenen Magen-Darm-Trakt zu schonen.

Kommt es zu Blut im Stuhl so sollte man einen Arzt aufsuchen, auch geschwächte Menschen, Babys und ältere Personen können durch Durchfall Kreislaufprobleme bekommen.

Gerade Kleinkinder verlieren bei Durchfall überproportional viel Flüssigkeit und Salz gemessen an der Körpergröße, hier ist ein Ausgleich mit Wasser und Salzen wichtig.

Bei älteren Menschen liegt der Wassergehalt im Körper ohne hin niedriger als bei jungen und das Herz-Kreislauf-System ist weniger leistungsfähig, daher kann Durchfall auch für sie schnell gefährlich werden. Verstärkte Faltenbildung und Verwirrtheit können Anzeichen für Wassermangel im Körper sein.

Wichtig ist es auch mögliche schwere Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen die zu einem Durchfall führen können.

Bei einer hochansteckenden Darminfektion mit Salmonellen oder EHEC-Erregern ist ein Arzt bzw. ambulanter Krankenhausbesuch nötig. Durch Blutuntersuchungen und Stuhluntersuchungen können die Ursachen wie Viren oder Bakterien genau bestimmt werden. Auch Röntgen und Ultraschall können bei der Diagnose helfen sowie Gewebeentnahmen im Dünndarm. Bei starkem Flüssigkeitsverlust werden auch Elektrolyt-Lösungen per Tropf verabreicht. Mögliche Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten sollten bei der Diagnose auch mit in Betracht gezogen und erwähnt werden.

Eine Dickdarmspiegelung, die Koloskopie kann Tumore, Entzündungen und Reizdarm aufzeigen.

Bei einem Durchfall sollte man besonders auf Desinfektion nach dem Toilettengang achten, um Durchfallbakterien nicht zu verbreiten. Bei bakteriell-bedingten Durchfall können auch Antibiotika helfen.

Was bei Durchfall hilft

Mittel die bei Durchfall helfen.

Mittel die bei Durchfall helfen.

Loperamid ist ein Wirkstoff der die gesteigerten Bewegungen der Darmwände beim Durchfall reduziert. Auch verhindert er den Verlust von Elektrolyten in den Darm und den Verlust von Wasser.

So sollte man bei Durchfall 500 ml abgekochtes Wasser mit 5 TL Zucker und 1/2 TL Salz mischen und trinken, auch lässt sich hier Orangensaft einmischen.

Geriebene Äpfel enthalten viel Pektin, ebenso Karotten, dieses ist ein Quellmittel was im Darm Giftstoffe und Durchfall-Bakterien binden kann. Beliebte Hausmittel sind auch Tees aus Kamille und Brombeerenblättern. Bei Heidelbeertee nutzt man getrocknete zerstoßene Beeren die man mit heißem Wasser übergießt, frische Beeren können Durchfall verursachen.

Wärme kann gegen Bauchkrämpfe bei einem Durchfall helfen. Legt man ein feuchtes Tuch zwischen Wärmflasche und Bauch so kann man den wohltuenden Effekt verstärken. Heiße zerstoßene Pellkartoffeln, eingewickelt in einem Tuch haben einen ähnlichen Effekt.

Schmerzmittel können bei starken Krämpfen ebenfalls sinnvoll sein.

Wichtig ist verlorene Flüssigkeit und Salz auszugleichen, bei Erwachsenen und auch bei Kleinkindern und Babys.

Um Durchfall zu vermeiden sollte man gerade bei Gemüse und Obst auf gründliches Waschen und Kochen achten. Häufig kann es auch bei Reisen zu Durchfall kommen durch ungewohnte Speisen oder mangelnde Hygiene bei der Zubereitung in Hotels oder verunreinigtem Trinkwasser. Auch Impfungen sind bei Reisen sinnvoll gegen Durchfall-Erreger wie Cholera oder Typhus. Zu dem sollte man regelmäßig die Hände desinfizieren, um so die Aufnahme von Bakterien und Viren zu vermeiden.

Durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz oder auch durch Bakterien und Vieren wie Kolibaterien, Salmonellen, Escherichia, Streptokokken, Staphylokokken kann Durchfall ausgelöst werden wie bei einer Lebensmittelvergiftung oder durch Medikamente die abführend wirken oder die Darmflora stören, Stress und Änste lösen ebenfalls dünnen Stuhlgang aus, sowie Chemikalien und Gifte oder die Bestrahlung bei Krebserkrankungen. Im Volksmund spricht man auch bei Durchfall von Dünnpfiff.

Die Hypermotile Diarrhoe ist bedingt durch zu starke Darmmuskelbewegung, dem Flüssigkeitsbrei wird so nicht genügend Flüssigkeit entzogen und der Stuhl dünn und wässrig. Bei der sekretorischen Diarrhoe gibt die Darmschleimhaut Wasser ins Darminnere ab, häufig auch bei chronischen Entzündungen im Darm.

Beim Fettstuhl (Steatorrhoe) gibt der Dünndarm nicht genügend Gallensäuren ab und komplexe Fette werden nicht ausreichend gespaltet und der Stuhlgang breiig.

Bei exsudativer Diarrhoe können Parasiten und Bakterien die Darmschleimhaut entzünden und es wird mehr Schleim abgegeben und manchmal auch Blut, häufig kommt sie bei Krebserkrankungen und chronischen Entzündungen vor, Blut und Schleim lassen sich hier häufig im Stuhl erkennen.

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