Was langfristig bei Allergien hilft

Was langfristig bei Allergien hilft

Was langfristig bei Allergien hilft

Treten allergische Beschwerden auf so gilt es in erster Linie die auslösenden Substanzen zu meiden in Form einer Karenz (Expositionsprophylaxe) auch Medikamente in Form von Antihistaminika können Linderung verschaffen. Sie dienen jedoch nur der kurzfristigen, akuten Behandlung der Symptome, wichtig ist es die Ursache zu meiden, eine Hyposensibilisierung kann die auftretenden Symptome dauerhaft beheben.

Bei einer Milbenallergie gilt es Staubfänger in der Wohnung wie Teppiche zu meiden, regelmäßig zu putzen, bei einer Pollenallergie die Pollenflugzeiten zu beachten, bei einer Lebensmittelallergie bestimmte Nahrungsmittel meiden etc.

Bei einer Allergie gegenüber Pollen sollte man auf Sport im freien bei starken Pollenflug verzichten, die Pollenbelastung der Luft ist in der Stadt am Abend am größten, auf dem Land dagegen am Morgen, man lüftet hier am besten bei geringen Pollenflug gut durch. Pollengitter an den Fenstern können viele Pollen abfangen.

Allergiker sollten einen Urlaub am Meer planen oder im Gebirge wo die Pollenbelastung der Luft geringer ist. Wählt man anstelle von Teppichen glatte Bodenbeläge wie Fliesen, Parkett oder Laminat kann man diese gut und effektiv reinigen. Staubsauger sollten spezielle Filter haben.

Auch eine gesunde Ernährung kann dabei helfen die Schwere von Heuschnupfensymptomen zu reduzieren, Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren aus Fisch, Olivenöl, Obst und Gemüse können das Immunsystem stärken.

Das regelmäßige Waschen der Kleidung und Haare kann Pollen und Blütenstaub entfernen, getragene Kleidung sollte nicht im Schlafzimmer aufbewahrt werden. Inhalationen und Dampfbäder können auf natürliche Art und Weise die Schleimhäute befeuchten und Reizungen lindern.

Das Meiden von Allergenen kann im Alltag schwierig sein, bietet jedoch eine schnelle Verbesserung der Symptome ohne Nebenwirkungen.

Neben Medikamenten können auch Nasenspülungen mit einer Nasendusche die Atemwege von Pollen befreien, Nasensalben gegen trockene und gereizte Schleimhäute vom häufigen Naseputzen, Augentropfen gegen Rötungen etc. helfen.

Bei Medikamenten unterscheidet man systemische Medikamente die in Tablettenform eingenommen werden oder per Spritze die sich auf den ganzen Organismus auswirken und topischen Medikamenten die von außen aufgetragen werden und Beschwerden nur lokal behandeln in Form von Hautcremes, Nasensprays, Augentropfen oder Asthmasprays.

Was bei Allergien hilft

Was bei Allergien hilft

Medikamente nutzen meist Antihistaminika oder Cortison als Wirkstoff, dabei blockieren Antihistaminika die Andockstellen des Botenstoffes Histamin und unterdrücken so allergische Reaktionen, Präparate mit Cortison wirken hingegen die Entzündung mit geringen Nebenwirkungen wenn sie lokal angewendet werden.

Man behandelt jedoch nicht die Ursache, sondern nur die Symptome, allerdings wirken die Medikamente schnell und können so den Leidensdruck der Betroffenen senken.

Eine Hyposensibilisierung dauert 3 bis 5 Jahre man gewöhnt hierbei den Körper an die Allergene, indem man ihn an immer größere Dosen des Allergens gewöhnt.

Es handelt sich hierbei um die einzige Behandlung die die Ursachen bekämpft. Sie kann gut bei Heuschnupfen, Allergien gegenüber Gräserpollen und Baumpollen angewendet werden.

Man spricht hier auch von einer spezifische Immuntherapie (SIT) oder Desensibilisierung.

Für die Diagnose von Allergien können Hauttest, Bluttests oder Provokationstest angewendet werden.

Die stärkste Form einer allergischen Reaktion ist der anaphylaktische Schock, dieser kann lebensbedrohlich sein, hier gilt es ein Notfallset parat zu haben und bei Bedarf anzuwenden bzw. einen Notarzt zu rufen. Ausgelöst werden kann ein solcher Schock durch Medikamente, Insektengift oder Nahrungsmittel wie Erdnüsse. Es kann zu einem Kreislaufversagen, Ohnmacht, starken Schwellungen etc. kommen.

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