
Soja ist eine proteinreiche Hülsenfrucht und wird in vielen Lebensmitteln verwendet – etwa als Tofu, Sojadrink, Mehl, Öl oder Lecithin. Besonders in der vegetarischen und veganen Ernährung ist Soja eine wichtige Proteinquelle.
Bei einer Sojaallergie reagiert das Immunsystem auf bestimmte Eiweiße der Sojabohne. Die Beschwerden können von leichten Reaktionen im Mund- und Rachenraum bis zu schweren allergischen Reaktionen reichen.
Eine Sojaallergie kann auch im Zusammenhang mit einer Kreuzallergie auftreten. Besonders Birkenpollenallergiker können auf bestimmte Sojaproteine reagieren. Ob zusätzlich andere Hülsenfrüchte, Nüsse oder Erdnüsse vertragen werden, sollte nicht pauschal angenommen, sondern individuell allergologisch abgeklärt werden.
Sojasprossen sind in der Regel Keimlinge der Mungobohne und nicht der Sojabohne. Trotzdem sollten Menschen mit einer bestätigten Sojaallergie neue Lebensmittel erst nach ärztlicher oder allergologischer Rücksprache ausprobieren.
Symptome einer Sojaallergie

Die Beschwerden können kurz nach dem Verzehr auftreten und unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Möglich sind:
- Juckreiz, Kribbeln oder Schwellungen im Mund- und Rachenraum
- Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen oder Durchfall
- Hautrötung, Nesselsucht oder Verschlechterung einer Neurodermitis
- Husten, Atembeschwerden oder Beschwerden bei Asthma bronchiale
- selten schwere allergische Reaktionen bis hin zur Anaphylaxie
Bei Atemnot, Kreislaufbeschwerden, starker Schwellung im Mund- oder Rachenraum oder rasch zunehmenden Symptomen sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden.
Wie wird eine Sojaallergie diagnostiziert?
Die Diagnose sollte immer durch eine allergologisch erfahrene Ärztin oder einen allergologisch erfahrenen Arzt erfolgen. Entscheidend sind die Beschwerden, die Ernährungsanamnese und passende Tests.
Mögliche Untersuchungen sind ein Hauttest, Blutuntersuchungen auf spezifische IgE-Antikörper und – wenn erforderlich – weiterführende Allergietests. Ein positiver Test allein beweist noch keine klinisch relevante Allergie.
Was hilft bei einer Sojaallergie?

Die wichtigste Maßnahme ist eine individuelle Allergenkarenz: Soja sollte gemieden werden, wenn die Allergie medizinisch gesichert ist und Beschwerden auslöst. Eine qualifizierte Ernährungsberatung kann helfen, passende Alternativen zu finden und eine ausgewogene Ernährung sicherzustellen.
Bei verpackten Lebensmitteln muss Soja in der Zutatenliste hervorgehoben sein. Achten Sie unter anderem auf diese Begriffe:
- Sojabohne, Sojamehl und Sojaflocken
- Tofu, Tempeh, Natto und Edamame
- Sojasauce, Shoyu und Tamari
- Texturiertes Sojaprotein beziehungsweise TVP
- Sojadrink, Sojajoghurt und Sojaprotein
- Sojaöl oder Sojalecithin
Ob stark raffinierte Sojaöle oder Sojalecithin vertragen werden, lässt sich nicht pauschal beantworten. Viele Betroffene reagieren darauf nicht, bei schwerer Sojaallergie sollte die individuelle Verträglichkeit jedoch ärztlich abgeklärt werden.
Gly m 4, Gly m 5 und Gly m 6

Zu den wichtigen Sojaallergenen gehören Gly m 4, Gly m 5 und Gly m 6. Welche Komponente Beschwerden auslöst, kann für die Risikoabschätzung hilfreich sein.
Gly m 4 ähnelt dem Hauptallergen der Birke, Bet v 1. Deshalb kann es bei Birkenpollenallergikern zu einer pollenassoziierten Sojaallergie kommen. Besonders eiweißreiche und wenig verarbeitete Sojaprodukte wie Sojadrinks, Tofu oder Proteinpulver können dabei Beschwerden auslösen.
Gly m 5 und Gly m 6 werden eher mit einer primären Sojaallergie in Verbindung gebracht. Sie sind hitzestabiler und können auch nach dem Erhitzen Beschwerden verursachen. Ob ein Sojaprodukt vertragen wird, sollte daher nicht allein aus seiner Verarbeitung abgeleitet werden.
Wer auf Kern- oder Steinobst reagiert oder eine Erdnussallergie hat, sollte mögliche Kreuzreaktionen individuell testen lassen. Ein pauschales Meiden aller Hülsenfrüchte oder Nüsse ist ohne medizinische Diagnose nicht sinnvoll.
Schwere Reaktionen bis hin zu einem anaphylaktischen Schock sind möglich. Betroffene mit erhöhtem Risiko sollten mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt einen persönlichen Notfallplan besprechen.
Habe nach Verzehr eines Schoggihasen eine zünftige Allergie bekommen mit geschwollener Zunge und Rachen.Habe rausgefunden,dass Sojalecitin verwendet wurde!Von nun an werde ich immer genau nachschauen was in den Schokoladen enthalten ist.War nicht lustig Schluckbeschwerden und fast Atemnot zu haben.