Auslöser von Allergien

Auslöser von Allergien

Häufig lösen Blütenpollen Allergien aus.

Häufig lösen Blütenpollen Allergien aus. Hier der Löwenzahn, auf Englisch „dandelion“.

Bei einer Allergie kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystemes auf an sich harmlose, körperfremde oder auch körpereigene Substanzen, die Allergene. Welche Auslöser es gibt und wie die Allergie enstehen kann erfahren sie hier.

Allergene können eingeatmet werden und gelangen so in den Köper, wie es der Fall ist bei Pollen oder Hausstaub, auch durch die Berührung mit der Haut als Kontaktallergie können sie in den Körper gelangen in Form einer Kontaktallergie auf Metalle, Chemikalien etc.

Auch durch die Nahrung können die Allergene in den Körper gelangen wie bei einer Lebensmittelallergie. Selbst die Sonnenstrahlung, die UV-Strahlen können zu allergischen Beschwerden führen bei einer Sonnenallergie.

Abhängig von den Allergenen können die Beschwerden das ganze Jahr über auftreten wie bei einer Tierhaarallergie oder eine Hausstaubmilbenallergie oder auch nur saisonal wie beim Heuschnupfen abhängig von der Pollenflugzeit.

In Deutschland sind rund 20 Millionen Menschen von Heuschnupfen betroffen, es handelt sich hierbei um die häufigste aller Allergieformen.

Ausgelöst werden Allergien häufig durch spezielle Eiweißstoffe, Proteine wie denen von Pollen beim Heuschnupfen, Lebensmitteln, Schimmelpilzen oder Milben.

Die Anzahl der möglichen Ursachen ist groß, ähnlich wie die verschiedenen Allergiearten. Allergien können bei jedem Menschen auftreten und praktisch auf fast jede Substanz.

Außerdem kann es zu Kreuzallergien kommen, dabei reagiert das Immunsystem auf ähnliche Proteine in anderen Allergenen. Man reagiert also auf biologisch oder chemisch ähnliche Stoffe mit den selben Symptomen wie Juckreiz, Rötungen der Haut, Schwellungen, Niesen, tränenden Augen etc.

Die Entstehung von Allergien kann verschiedene Ursachen haben, wie eine übertriebene Hygiene, die Art der Ernährung, Belastungen der Umwelt durch Abgase, chemische Stoffe im Haushalt, auf der Arbeit, Tabakrauch, auch die Genetik spielt eine Rolle.

So gibt es ca. 150 Genvarianten die eine Allergie begünstigen kann, auch eine Kombination von Pollen, geschwächtem Immunsystem, Umweltschadstoffen, belasteten Wohnräumen (mit Schimmel etc.) kann bei einer genetisch vorbelasteten Person eine Allergie triggern und auslösen.

Allergiearten und Symptome

Abhängig von der Allergieart variieren die Symptome.

Abhängig von der Allergieart variieren die Symptome.

Ist ein Elternteil Allergiker so liegt das Risiko für deren Kinder bei 33 % auch an einer Allergie zu erkranken, sind beide Elternteile Allergiker so steigt das Risiko auf 70 % an.

Für Mädchen steigt insbesondere das Risiko wenn der Vater Allergiker ist und für Jungen wenn die Mutter Allergikerin ist.

In den letzten 25 Jahre hat sich die Zahl der Allergiker sogar verdoppelt.

Es gibt eine Vielzahl an verschiedenen Allergien wie beispielsweise:

  • Den Heuschnupfen, hier reagiert das Immunsystem über auf Pollen von Bäumen, Gräsern, Sträuchern sowie Getreide.
  • Bei der Tierhaarallergie löst der Speichel der Tiere die Beschwerden aus und nicht die Haare an sich.
  • Die Sonne kann der Auslöser sein für eine Sonnenallergie oder auch Mallorca-Akne, häufig in Kombination mit Sonnencremes
  • Die Nahrungsmittelallergie führt zu Symptomen nach dem Verzehr von kleinen Mengen eines Allergens.
  • Die Haustaubmilbenallergie beschreibt die Reaktion auf den Kot der Milben und nicht auf den Staub im Haushalt an sich.
  • Kreuzallergien beschreiben allergische Reaktionen auf ähnliche Allergene.
  • Bei der Nesselsucht, Lateinisch „Urtica“ (Brennnessel) kommt es zu Bildung von Quaddeln auf der Haut.
  • Die Histaminunverträglichkeit sorgt dafür, dass man histaminhaltige Produkte wie Wein oder Käse nicht verträgt.
  • Die Insektengift-Allergie führt zu heftigen Reaktionen nach einem Insektenstich.
  • Bei der Kontaktallergie reicht ein Kontakt mit dem Allergen auf der Haut, wie mit Nickel, Farbstoffen etc. aus um Beschwerden hervor zu rufen.
  • Die Schimmelpilzallergie wird durch Schimmelsporen ausgelöst, ähnlich wie bei einer Pollenallergie.
  • Allergien können auch am Arbeitsplatz auftreten oder schon bei Kindern, häufig sind es hier Nahrungsmittelallergien.

Abhängig von der Allergieart und den beteiligten Allergenen variieren die Symptome. So können die Augen betroffen sein, die Atemwege, die Nase, der Hals, die Bronchien die Lunge etc. wie bei einem Heuschnupfen oder allergischem Asthma.

Besonders häufig treten die folgenden Beschwerden bei einer Allergie auf:

Am häufigsten werden Allergene eingeatmet, daher treten die Symptome besonders häufig auf im Rachenraum, Hals, Nase, Kehlkopf, den Bronchien, der Lunge. Typische Beschwerden sind an der Nase:

  • Laufende Nase, Schnupfen, Dauerschupfen, Fließschnupfen
  • Niesen
  • Verstopfte Nase
  • Chronisches Nasennebenhöhlen-Entzündung (Sinusitis)
  • Nasenbluten
  • Allergischer Schnupfen (allergische Rhinitis)

Im Bereich des Mundes:

  • Schwellungen von Lippen, der Zunge und den Schleimhäuten
  • Einem vermindertem Geschmacks- und Geruchssinn

Im Rachen und Hals:

  • Halsentzündungen
  • Heiserkeit, Husten
  • Juckreiz im Hals und Gaumen
  • Schwellungen, Schluckbeschwerden
  • Halsschmerzen

An der Lunge und den Bronchien:

  • Bronchitis
  • Verschleimte Atemwege
  • Hustenreiz
  • Trockener Husten
  • Atemprobleme
  • Pseudokrupp als akute Infektion der Atemwege insbesondere bei Kindern

Auf der Haut kommt es am zweithäufigsten zu allergischen Beschwerden, meistens nach dem Kontakt mit einem Allergen wie einem Metall, der Sonnenstrahlung, Tierhaaren etc. So kommt es zu:

  • Juckreiz auf der Haut
  • Nesselsucht
  • Bildung von Pusteln und Quaddeln
  • Pickeln
  • Rötungen
  • Hautausschlägen und Ekzemen

An den Augen:

  • Trockene Augen
  • Gerötete Augen
  • Schwellungen der Augenlieder
  • Tränende Augen, Juckreiz, brennende Augen
  • Allergische Konjunktivitis (Bindehautentzündung)
  • Lichtscheuheit

Insbesondere bei Heuschnupfen treten Beschwerden an der Nase und an den Augen auf.

Am Magen-Darm:

Hier kann es zu Beschwerden bei einer Lebensmittelallergie kommen, häufig auch kombiniert aufgrund von Pollen. So reagiert man auf die Birkenpollen oder beim Essen eines Apfels allergisch, siehe Kreuzallergie.

Es kommt häufig zu:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Magen-Darm-Krämpfen
  • Chronischen Erkrankungen des Dünndarms bei einer Zöliakie

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