Wie durch Schimmel und Feuchtigkeit Allergien entstehen können



Wie durch Schimmel und Feuchtigkeit Allergien entstehen können

Wie durch Schimmel und Feuchtigkeit Allergien entstehen können

Feuchte und schimmelige Wohnungen können zu Asthma und Atemwegserkrankungen führen. Europaweit leben ca. 84 Millionen Menschen in solchen Verhältnissen (laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (Fraunhofer IBP)) die auch zur Entstehung von Allergien führen können.

Die Studie analysierte in Kooperation mit dem Wohndachfensterhersteller Velux in der Metaanalyse 170 wissenschaftliche Studien, darunter 31 Fall- und 40 Kohortenanalysen aus 32 europäischen Ländern.

Man konzentrierte sich als Grundlagenstudie auf den Zusammenhang zwischen Schimmel in Innenräumen und dessen Auswirkungen auf die Gesundheit der Bewohner. Auch wurden die Ursachen für die Bildung von Feuchtigkeit und Schimmel sowie die Möglichkeiten einer Sanierung analysiert.

Dieser Metastudie zufolge ist der Hauptauslöser für Schimmel eine nicht kontinuierliche Wohnraumbelüftung, durch die Feuchtigkeit in Innenräumen entsteht. Kommt es noch zu kühlen Außenwänden so kann die erhöhte Luftfeuchtigkeit die optimale Umgebung für Schimmelpilze schaffen.

Werden Möbel zudem noch ungünstig positioniert so kann die Luftzirkulation verhindert werden was wiederum zur Entstehung von feuchten Stellen führt. Es müssen also nicht immer eine schlechte Dämmung der Gebäude und kühle Außenwände sein die zur Bildung von Schimmel führen, auch schlechtes Lüften (nicht genügend Luftbewegung) kann Schimmel an den Innenwänden bilden.

Ursachen von Schimmel am Bau

Ursachen von Schimmel am Bau

Dabei betrifft Schimmel keinesfalls ausschließlich Altbauten, gerade Neubauten sind häufig betroffen aufgrund der hohen Baufeuchte welche bei einem schnellen Bezug der Wohnungen nicht abziehen kann, aber auch schlechte Wärmedämmung, Wasserschäden durch fehlerhafte Leitungen als Baumängel führen zu gesteigerte Raumfeuchtigkeit.

Kommt es zu Schimmel am Bau so müssen die Schäden durch spezialisierte Unternehmen der Schimmelsanierung behoben werden welche die die Empfehlungen und Bestimmungen des Umweltbundesamtes (UBA), der deutschen Biostoffverordnung, der Gefahrenstoffverordnung sowie der VOB/B und des Landesgesundheitsamtes beachten.

Bei entstandenem Schimmel ist es wichtig nicht nur den äußerlich sichtbaren Schimmel zu entfernen, vielmehr gilt es die Ursachen zu beseitigen und auch die nicht oberflächigen Schäden und Schimmelbefälle.

Nur kleinflächige Schimmelbefälle sollten von den Bewohnern selbst behoben werden. Dafür gibt es spezielle Mittel zu Schimmelbeseitigung in jedem Baumarkt.

Bei stärkerem Befall mit Schimmel kann man nur den sichtbaren Schimmel beseitigen jedoch nie die Ursache. Schlecht entfernter Schimmel kehrt hier spätestens bei kalten Jahreszeiten wieder.

Schimmelbelastet Räume erhöhen zudem auch das Risiko an einer Atemwegserkrankung zu erkranken. So steigert sich das Risiko für Asthma bei Schimmelbefall auf 40 %. Aber auch andere Atemwegserkrankungen und Allergien können entstehen.

So zeigen neue Studien, dass 2,2 Menschen aufgrund von ungesunden Gebäuden an Asthma leiden, hier tragen Asthma und chronisch obstruktiver Lungenerkrankungen (COPD) zu Kosten von 82 Milliarden Euro pro Jahr bei.

In der Summe eingerechnet sind direkte Ausgaben der Volkswirtschaften wie Krankenhausaufenthalte und Arztkosten als auch indirekte wie der Verlust der Arbeitskraft.

Die Untersuchung der Metaanalyse zeigte, dass in Europa bis 2050 ca. 25 % der Allergien und Atemwegserkrankungen zurückgehen wenn man in diesem Zeitraum 50 % weniger Menschen in schimmeligen oder feuchten Räumen leben lassen würde. Gesetzliche Vorgaben der Politik könnten dabei helfen dieses Ziel zu erreichen.

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