Schilddrüse

Schilddrüse

Die von der Schilddrüse ausgeschütteten Hormone haben einen maßgeblichen Einfluß auf den Stoffwechsel und können so Übergewicht beeinflussen.

Die von der Schilddrüse ausgeschütteten Hormone haben einen maßgeblichen Einfluß auf den Stoffwechsel und können so Übergewicht beeinflussen.

Die Schilddrüse kann bei einer Unterfunktion oder einer Überfunktion zu Krankheiten führen. Eine Therapie der Schilddrüse ist ausschließlich über Hormonpräparate möglich. Wichtig bei der Therapie ist es die genauen Ursachen für eine Fehlfunktion zu erkennen und gezielt zu bekämpfen.

Die Schilddrüse produziert verschiedene Hormone. In erster Linie das Trijodthyronin (T3) und das Thyroxin (T4). Dabei muss das T4 erst in eine aktive Form des T3 vom Körper umgewandelt werden, damit dieser es nutzen kann. Man nennt das Thyroxin daher auch das Speicherhormon der Schilddrüse und das T3 das aktive Hormon.

In jeder Körperzelle gibt es Rezeptoren für das T3. Sobald das T3 an die T3-Rezeptoren andockt werden Botenstoffe entsandt. So fördert das T3 den Stoffwechsel der jeweiligen Zelle. Sobald also die Zelle, egal welche Aufgabe sie erfüllt, in Kontakt mit T3 kommt steigert sie ihres bisherige Tätigkeit.

Es steigt so der Energieverbrauch und der Sauerstoffverbrauch der Zelle. Blutzucker, also Glucose kann so effektiver genutzt werden um auch Körperfette werden beim Abspecken schneller abgebaut wenn das Hormon T3 von der Schilddrüse ausgeschüttet wird.

Außerdem steigt die Konzentration und das Leistungsvermögen. Auch Müdigkeitserscheinungen verschwinden.

Kommt es zu einem Mangel an Schildrüsenhormonen sind also Müdigkeit, ein schlechter Stoffwechsel, also physische, aber auch psychische Folgen vorhanden. So kann auch Übergewicht die Folge sein.

Die Schilddrüsenunterfunktion

Bei der Unterfunktion der Schilddrüse spricht man auch von einer Hypothyreose, wenn die Schilddrüse zu wenige Schilddrüsenhormone ausschüttet oder die Hormone in ihrer Wirkung nicht korrekt funktionieren.

Die Ursachen für eine Schilddrüsenunterfunktion können vielfältig sein genau wie die entsprechenden Behandlungen.

Aber wie kann es zu einer Schilddrüseunterfunktion kommen?

Ursachen für eine Schilddrüseunterfunktion

Man unterscheidet 2 maßgebliche Faktoren bei der Schilddrüsenunterfunktion.

Einen Jodmangel oder einen Jodüberschuss, der Jodmangel ist gerade durch hohe Jodgehalte bei eine tierischen Ernährung fast ausgeschlossen (jodiertes Tierfutter). Wer jedoch vegan lebt kann an Jodmangel leiden.

Außerdem sind gerade in Fertigprodukten etc. oft viel zu hohe Salzkonzentrationen und somit Jod vorhanden.

Wer jedoch zu viel Jod aufnimmt kann durch eine Jodüberversorgunge ebenfalls eine Schilddrüseunterfunktion erleiden. Es gilt also ein gesundes Mittelmaß zu finden bei der täglichen Jodaufnahme mit der Nahrung. Häufig ist zusalzen nicht nötig, da in den meisten Nahrungsmittel mehr als ausreichend Jod enthalten ist.

Auch auf Jodpräparate sollte verzichtet werden wenn kein Jodmangel bei einem Jodtest im Urin (Jodstatus) ermittelt wurde.

Aber auch durch eine chronische Schildrüsenentzündung (Hashimoto Thyreoiditis) kann es zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommen. Auch Hormonpräparate wie die „Anti-Baby-Pille“ kann zu einer Resorptionsstörung führen, man nimmt dann zwar genug Jod mit der Nahrung zu sich, aber der Körper kann dieses in Folge der hormonalen Störung nicht aufnehmen.

In einem Urintest kann kann eine KPU diagnostiziert werden, dann ist der Körper nicht mehr in der Lage sich selbst zu entgiften und es liegt ein chronischer Mangel an den Vitalstoffen Vitamin B6, Mangan und Zink vor. Es kommt zu Konzentrationsstörungen, Gedächnisschwund, geringem Blutdruck, Müdigkeit, Potenzstörungen etc.

Die Behandlung

Wurde eine Überfunktion der Schilddrüse diagnostiziert gilt es sie richtig zu behandeln. Sie kann sonst sogar in eine Unterfunktion umschlagen. Eine Therapiemöglichkeit ist die Radiojodtherapie bei der man radioaktives Jod verabreicht. Dieses wirkt dann in der Schilddrüse auf die Hormonausschüttung. Hier droht aber die Gefahr einer Unterfunktion bei falscher Behandlung.

Sind Knoten in der Schilddrüse vorhanden können diese entfernt werden. Hierzu entfernt man die gesamte Schilddrüse, unabhängig davon ob die Knoten gut- oder bösartig sind. Die Folge ist dann zwangsweise eine Schilddrüsenunterfunktion.

Die Funktion der Schilddrüse folgt folgt Anweisungen des Hirn. Wenn man beispielsweise friert wird die Schilddrüse angewiesen die Körperzellen zu mehr Wärmeproduktion anzuregen.

Hormonelle Ursachen

Vitaminmangel kann eine Fehlfunktion der Schildrüse zur Folge haben.

Vitaminmangel kann eine Fehlfunktion der Schildrüse zur Folge haben.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang das Hormon TRH des Hypothalamus, einer kleinen Region im Zwischenhirn. Dieses TRH führt wiederum in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) dazu dass, das Hormon TSH ausgeschüttet wird. Erst das TSH regt die Schilddrüse an aktiv zu werden.

Fehlfunktionen im Hypothalamus oder in der Hypophyse können also ebenso zu einer Unterfunktion der Schilddrüse führen. Abweichungen des TSH-Wertes können also Anzeichen einer Schilddrüsestörung sein.

Bei der Schilddrüsenhormonresistenz handelt es sich um eine seltene Krankheit bei der die Hormon noch normal von der Schilddrüse ausgeschüttet werden, die Organe allerdings die Botschaft nicht mehr richtig verarbeiten.

Auch ein Mangel an Neurotransmittern wie den Botenstoffen Serotonin und Dopamin können die Schilddrüse in ihrer Funktion beeinträchtigen. Fehlt Serotonin kommt es zu dem zu Depressionen. Fehlt hingegen Dopamin fühlt man sich antriebslos.

Weitere Ursachen können eine beginnenden Diabetes, eine Insulinresistenz oder Hypoglykämie sein welche häufig durch eine falsche Ernährung begünstigt werden (viel zuckerhaltige Nahrung).

Kommt es zu einem Mangel an dem Hormon Progesteron, welches in der Gebärmutterschleimhaut für die Einnistung eines Eies sorgt oder zu einer Österogendominanz, zum Beispiel durch die Einnahme der Pille kann auch eine Unterfunktion der Schilddrüse die Folge sein.

Neben dem weiblichen Hormon Österogen kann aber auch ein Überschuss des männlichen Hormones Testosteron zur Unterfunktion führen. Es wird dann bei Frauen zuviel T4 in T3 umgewandelt.

Chronische Entzündungen können aber auch zu einer Unterfunktion der Schilddrüse führen ebenso wie chronischer Stress.

Medikamentöse Ursachen

Aber auch Medikamente können als Nebenwirkung zu einer Unterfunktion der Schilddrüse führen. So führt zum Beispiel Cortison (Glukocorticoide) häufig zu einer geringen Ausschüttung an TSH.

Auch Säureblocker wie mit PPI (Protonenpumpeninhibitoren) wie im Omeprazol können den TSH-Wert beeinflussen. Weiterhin können Betablocker, Cholestrinsenker, Dopaminvorläufer, Mittel zum Schutz der Magenschleimhaut (Sucralfat, Aluminiumsalz) die Funktion der Schilddrüse verändern.

Fehlernährung

Durch ein falsche Ernährung kann die Funktion der Schilddrüse ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden.

So führt

  • ein Vitamin-A-Mangel zur einer Schilddrüsenhormonresistenz
  • ein Vitamin-D-Mangel kann die Unterfunktion fördern
  • ein Mangel an Selen kann die Schilddrüse schädigen
  • ein Mangel an Zink, Eisen und Kupfer kann ebenfalls zur Unterfunktion der Schilddrüse führen.

Weiterhin kann eine gestörte Darmflora, ein hoher Homocysteinpegel (ein toxisches Zwischenprodukt beim Proteinwechsel), eine hohe Quecksilberbelastung, ein hoher Fluoridgehalt im Mineralwasser, Phenylketonurie (angeborene Stoffwechselstörung) oder gar Handystrahlung zu einer Fehlfunktion der Schilddrüse führen.

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