Piercing – Arten, Kosten, Risiken und Alternativen im Überblick
Piercings sind seit Jahrhunderten Teil unterschiedlicher Kulturen und haben sich längst als Ausdruck von Persönlichkeit, Stil und Individualität etabliert. Ob dezent oder auffällig – die Auswahl ist groß und die Entscheidung sollte gut überlegt sein. Ein Überblick über Möglichkeiten, Kosten, Vor- und Nachteile sowie Alternativen hilft bei der richtigen Wahl.
Welche Piercing-Arten gibt es?
Piercings lassen sich grob nach Körperregionen einteilen. Jede Variante bringt eigene Besonderheiten mit sich, sowohl hinsichtlich Pflege als auch Heilungsdauer.
Gesichtspiercings
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Nasenpiercing (Nostril, Septum)
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Augenbrauenpiercing
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Lippenpiercing (Labret, Medusa, Snake Bites)
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Zungenpiercing
Ohrpiercings
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Lobe (Ohrläppchen)
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Helix, Tragus, Daith, Conch
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Industrial
Körperpiercings
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Bauchnabelpiercing
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Brustpiercing
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Dermal Anchors / Surface Piercings
Jede Stelle reagiert unterschiedlich auf den Eingriff, was sich auf Heilung und Pflegeaufwand auswirkt.
Kosten für Piercings im Vergleich
Die Preise hängen von Studio, Region, Schmuckmaterial und Körperstelle ab. Hochwertiger Erstschmuck ist meist im Preis enthalten.
| Piercing-Art | Kosten ca. | Heilungsdauer |
|---|---|---|
| Ohrläppchen | 20–40 € | 4–6 Wochen |
| Nasenpiercing | 40–70 € | 2–4 Monate |
| Bauchnabelpiercing | 50–80 € | 6–12 Monate |
| Zungenpiercing | 60–90 € | 4–8 Wochen |
| Brustpiercing | 60–100 € | 6–12 Monate |
| Dermal Anchor | 80–150 € | individuell |
Billigangebote sind kritisch zu betrachten, da Hygiene und Erfahrung entscheidend sind.
Wo lässt man sich am besten piercen?
Professionelle Studios in Deutschland
Zertifizierte Piercingstudios arbeiten nach strengen Hygienestandards, verwenden steriles Einwegmaterial und bieten ausführliche Beratung. Dies sorgt für Sicherheit und minimiert Risiken.
Piercing im Ausland
Vor allem im Urlaub lassen sich manche spontan piercen. Beliebt sind Destinationen wie Spanien, Thailand oder die Türkei. Dabei gilt:
Vorteile
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Teilweise geringere Preise
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Große Auswahl an Studios in Touristengebieten
Nachteile
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Unterschiedliche Hygienestandards
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Nachsorge schwierig
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Sprachbarrieren
Eine Nachbehandlung im Heimatland ist nicht immer problemlos möglich.
Vorteile und Nachteile von Piercings
Vorteile
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Ausdruck von Individualität
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Vielfältige Stiloptionen
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Schmuck jederzeit wechselbar
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Meist reversible Entscheidung
Nachteile
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Infektionsrisiko bei falscher Pflege
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Schmerzen beim Stechen
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Längere Heilungszeiten je nach Stelle
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Einschränkungen im Beruf oder Sport
Besonders bei frisch gestochenen Piercings ist konsequente Pflege unerlässlich.
Risiken und worauf zu achten ist
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Verwendung von Titan oder Chirurgenstahl
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Keine Piercingpistolen bei Knorpelstellen
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Gründliche Aufklärung zur Nachsorge
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Verzicht auf Schwimmbad, Sauna und Sonne in der Anfangszeit
Bei Anzeichen von Entzündungen sollte frühzeitig fachlicher Rat eingeholt werden.
Alternativen zum klassischen Piercing
Nicht jeder möchte einen dauerhaften Stich in die Haut. Es gibt mittlerweile mehrere Alternativen:
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Fake-Piercings mit Clip oder Magnet
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Klebeschmuck für Events
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Ear Cuffs ohne Loch
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Temporäre Dermal-Sticker
Diese Optionen eignen sich besonders zum Ausprobieren neuer Looks ohne Risiko.
Fazit
Ein Piercing kann ein starkes persönliches Statement sein, sollte jedoch nicht spontan entschieden werden. Die Wahl eines professionellen Studios, hochwertiger Materialien und sorgfältiger Pflege ist entscheidend für ein gutes Ergebnis. Wer unsicher ist, findet mit temporären Alternativen eine risikofreie Möglichkeit, den eigenen Stil zu testen.