HPU und Allergie Zusammenhänge, Symptome und ganzheitliche Ansätze
Die Abkürzung HPU steht für Hämopyrrollaktamurie. Dabei handelt es sich um eine Stoffwechselbesonderheit, bei der vermehrt bestimmte Pyrrolverbindungen über den Urin ausgeschieden werden. Diese können wichtige Mikronährstoffe wie Zink, Vitamin B6 oder Mangan binden. In naturheilkundlichen Kreisen wird häufig diskutiert, ob ein Zusammenhang zwischen HPU und Allergie besteht.
Schulmedizinisch ist HPU nicht als eigenständige Erkrankung anerkannt. Dennoch berichten Betroffene häufig über vielfältige Beschwerden, darunter auch allergieähnliche Symptome.
Was ist HPU genau
HPU beschreibt eine veränderte Stoffwechsellage, bei der sogenannte Hämopyrrollaktame vermehrt ausgeschieden werden. Dadurch kann es zu einem funktionellen Mangel an:
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Zink
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Vitamin B6
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Mangan
Diese Mikronährstoffe sind entscheidend für Enzymfunktionen, Hormonregulation und das Immunsystem.
Typische Beschwerden, die im Zusammenhang mit HPU genannt werden:
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Erschöpfung
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Konzentrationsprobleme
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Hormonelle Dysbalancen
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Licht- und Geräuschempfindlichkeit
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Verdauungsprobleme
Besteht ein Zusammenhang zwischen HPU und Allergien
Viele Betroffene berichten über Heuschnupfen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Hautreaktionen. Ein möglicher Erklärungsansatz liegt im gestörten Mikronährstoffhaushalt.
Zink und Vitamin B6 spielen eine wichtige Rolle bei:
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Regulation von Histamin
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Stabilisierung von Mastzellen
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Unterstützung der Immunabwehr
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Entzündungshemmenden Prozessen
Ein Mangel könnte theoretisch die Histaminverarbeitung beeinflussen und allergische Reaktionen verstärken.
Histamin und Immunsystem im Fokus
Histamin ist ein zentraler Botenstoff bei allergischen Reaktionen. Wird es im Körper nicht ausreichend abgebaut, können Symptome wie:
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Juckreiz
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Hautausschlag
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Fließschnupfen
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Kopfschmerzen
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Magen-Darm-Beschwerden
verstärkt auftreten.
Vitamin B6 ist am Abbau von Histamin beteiligt. Ein Defizit kann daher indirekt allergieähnliche Beschwerden begünstigen.
Typische Allergieformen bei HPU Betroffenen
| Allergieform | Häufig genannte Symptome |
|---|---|
| Pollenallergie | Niesen, tränende Augen |
| Nahrungsmittelunverträglichkeit | Blähungen, Hautreaktionen |
| Kontaktallergie | Ekzeme, Rötungen |
| Histaminintoleranz | Kopfschmerzen, Herzklopfen |
Wichtig ist jedoch die medizinische Abklärung, da nicht jede Reaktion automatisch auf HPU zurückzuführen ist.
Diagnostik bei Verdacht auf HPU
Die Bestimmung erfolgt meist über einen speziellen Urintest, bei dem Kryptopyrrol oder Hämopyrrollaktam gemessen wird. Da HPU schulmedizinisch nicht eindeutig definiert ist, variieren Testverfahren und Grenzwerte.
Parallel sollten klassische Allergietests durchgeführt werden:
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Pricktest
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Blutuntersuchung auf spezifisches IgE
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Eliminationsdiäten bei Verdacht auf Nahrungsmittelallergien
Eine differenzierte Diagnostik verhindert Fehldeutungen.
Therapieansätze bei HPU und Allergieneigung
Die Behandlung orientiert sich meist an einer gezielten Mikronährstoffsupplementierung.
Häufig empfohlen werden:
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Zink
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Aktiviertes Vitamin B6 (P5P)
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Mangan
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Magnesium
Zusätzlich können eine histaminarme Ernährung und Darmaufbau-Maßnahmen sinnvoll sein. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Proteinen, Omega-3-Fettsäuren und sekundären Pflanzenstoffen unterstützt das Immunsystem.
Ganzheitliche Betrachtung statt Einzelfokus
Ob HPU tatsächlich Allergien verursacht oder lediglich begünstigt, ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Dennoch zeigt die Praxis, dass eine Optimierung des Mikronährstoffstatus bei manchen Betroffenen zu einer Reduktion allergischer Beschwerden führen kann.
Wichtig ist ein ganzheitlicher Ansatz:
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Stressreduktion
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Ausreichender Schlaf
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Stabilisierung der Darmflora
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Individuelle Ernährungsanpassung
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Ärztliche Begleitung
Fazit zu HPU und Allergie
Der Zusammenhang zwischen HPU und Allergie wird kontrovers diskutiert. Während die Schulmedizin zurückhaltend ist, berichten viele Betroffene über spürbare Verbesserungen durch gezielte Nährstofftherapie. Eine fundierte Diagnostik sowie die Abklärung klassischer Allergien stehen dabei im Vordergrund.
Wer unter chronischen allergischen Beschwerden leidet und trotz Behandlung keine nachhaltige Besserung erfährt, kann gemeinsam mit erfahrenen Therapeuten prüfen, ob eine Stoffwechselanalyse sinnvoll ist.