Esche und Allergien – Wenn der Frühling zur Belastung wird
Die Esche zählt zu den typischen Laubbäumen Mitteleuropas und prägt vielerorts Parks, Wälder und Straßenränder. Besonders verbreitet ist die Gemeine Esche, die mit ihrer lockeren Krone und den gefiederten Blättern leicht zu erkennen ist. Was viele nicht wissen: Für Allergiker kann dieser Baum im Frühjahr zu einer spürbaren Herausforderung werden.
Blütezeit der Esche und Pollenflug
Die Esche blüht meist zwischen März und Mai, abhängig von Wetter und Region. Ihre unscheinbaren Blüten erscheinen oft noch vor dem Blattaustrieb – genau dann beginnt auch der Pollenflug.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Blütezeit | März bis Mai |
| Haupt-Pollenzeit | April |
| Bestäubung | Windbestäubung |
| Allergiepotenzial | Mittel bis hoch |
Da die Bestäubung über den Wind erfolgt, werden große Mengen Pollen freigesetzt. Diese können über weite Strecken getragen werden und gelangen so leicht in die Atemwege empfindlicher Personen.
Typische Symptome einer Eschenallergie

Esche und Allergien
Eine Allergie gegen Eschenpollen äußert sich ähnlich wie andere Pollenallergien:
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Niesreiz und laufende Nase
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Juckende oder tränende Augen
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Husten oder Reizhusten
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Müdigkeit und Konzentrationsprobleme
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In schweren Fällen asthmatische Beschwerden
Besonders tückisch ist die mögliche Kreuzreaktion mit Olivengewächsen, da die Esche zur Familie der Ölbaumgewächse gehört. Personen mit einer Sensibilisierung gegen Olivenbaum können daher ebenfalls auf Eschenpollen reagieren.
Warum die Esche oft unterschätzt wird
Im Vergleich zu Birke oder Gräsern steht die Esche weniger im öffentlichen Fokus. Dennoch zeigen Studien, dass ihr Allergiepotenzial in den letzten Jahren zugenommen hat. Gründe können veränderte Klimabedingungen, längere Vegetationsperioden und steigende Pollenbelastungen sein.
Zudem überschneidet sich die Blütezeit der Esche häufig mit anderen Frühblühern. Dadurch verstärken sich Beschwerden, ohne dass Betroffene den genauen Auslöser kennen.
Unterschied Esche und Birke bei Allergien
| Kriterium | Esche | Birke |
|---|---|---|
| Pollenstart | Frühling | Frühling |
| Bekanntheitsgrad | Eher gering | Sehr hoch |
| Kreuzallergien | Mit Olivengewächsen | Mit Kern- und Steinobst |
| Intensität | Mittel | Häufig stark |
Während die Birke als klassischer Allergieauslöser gilt, kann die Esche bei sensiblen Personen ähnlich intensive Beschwerden hervorrufen.
Maßnahmen zur Linderung
Wer auf Eschenpollen reagiert, kann folgende Strategien nutzen:
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Pollenflugkalender beachten
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Fenster tagsüber geschlossen halten
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Kleidung nach Aufenthalten im Freien wechseln
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Abends Haare waschen
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Luftreiniger mit HEPA-Filter einsetzen
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Ärztliche Abklärung und ggf. Hyposensibilisierung
Eine frühzeitige Diagnose beim Allergologen schafft Klarheit und ermöglicht gezielte Therapieoptionen.
Fazit zur Eschenallergie
Die Esche ist ein ökologisch wertvoller Baum, doch für Allergiker kann sie im Frühjahr zur Belastung werden. Besonders in Regionen mit hoher Baumdichte steigt die Pollenbelastung deutlich an. Wer wiederkehrende Beschwerden im zeitigen Frühjahr bemerkt, sollte auch die Esche als möglichen Auslöser in Betracht ziehen.