Eine Hausstaubmilbenallergie bedeutet nicht automatisch, dass Hunde, Katzen oder andere Haustiere tabu sind. Dennoch kann die Tierhaltung für Betroffene eine zusätzliche Herausforderung darstellen. Denn Haustiere bringen nicht nur Haare und Hautschuppen mit sich, sondern nutzen häufig genau jene Plätze, an denen sich auch Hausstaubmilben und ihre Allergene ansammeln können: Betten, Sofas, Teppiche, Decken und Körbchen.
Entscheidend ist deshalb eine wichtige Unterscheidung: Wer auf Hausstaubmilben allergisch reagiert, ist nicht automatisch gegen Haustiere allergisch. Trotzdem können Tierhaltung, Wohnumgebung und Reinigungsgewohnheiten beeinflussen, wie hoch die Allergenbelastung im eigenen Zuhause ist.
Was löst eine Hausstaubmilbenallergie aus?
Hausstaubmilben sind winzige Spinnentiere, die mit bloßem Auge kaum beziehungsweise nicht zu erkennen sind. Sie kommen natürlicherweise in Innenräumen vor und finden besonders dort günstige Bedingungen, wo Wärme, Feuchtigkeit und ausreichend Nahrung vorhanden sind.
Sie ernähren sich unter anderem von abgestorbenen Hautschuppen.
Bei einer Hausstaubmilbenallergie reagieren Betroffene nicht auf den normalen Hausstaub an sich. Verantwortlich sind bestimmte Allergene der Milben, die insbesondere in deren Ausscheidungen und Körperbestandteilen vorkommen.
Diese allergenhaltigen Partikel können Bestandteil des Hausstaubs werden und bei empfindlichen Menschen Beschwerden verursachen.
Was haben Haustiere mit Hausstaubmilben zu tun?
Ein Hund oder eine Katze verursacht keine Hausstaubmilbenallergie. Dennoch gibt es einige Zusammenhänge, die für Allergiker interessant sind.
Menschen und viele Haustiere verlieren kontinuierlich Hautschuppen. Diese können zum organischen Material in der häuslichen Umgebung beitragen.
Hinzu kommt, dass Haustiere häufig textile Aufenthaltsorte bevorzugen:
- Sofa
- Teppich
- Bett
- Decken
- Kissen
- Tierkörbchen
- gepolsterte Schlafplätze
Genau solche Materialien können gleichzeitig Staub und Allergene zurückhalten.
Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Haushalt mit Haustieren zwangsläufig eine stärkere Milbenbelastung haben muss. Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Schlafbereich, Textilien und Reinigung spielen ebenfalls eine wesentliche Rolle.
Hausstaubmilbenallergie und Tierallergie sind nicht dasselbe
Diese beiden Allergieformen werden im Alltag leicht miteinander verwechselt.
| Hausstaubmilbenallergie | Tierallergie |
|---|---|
| Reaktion auf Allergene von Hausstaubmilben | Reaktion auf bestimmte tierische Proteine |
| Beschwerden häufig in Innenräumen | Beschwerden können sich bei Tierkontakt verstärken |
| Bett und Schlafzimmer besonders relevant | Tier und mit Allergenen belastete Umgebung relevant |
| Haustier ist nicht automatisch der Auslöser | Bestimmte Tiere können die Allergenquelle darstellen |
Es ist außerdem möglich, gleichzeitig gegen Hausstaubmilben und bestimmte Tierallergene sensibilisiert beziehungsweise allergisch zu sein.
Deshalb sollte bei unklaren Beschwerden nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass entweder nur der Hausstaub oder nur das Haustier verantwortlich ist.
Typische Beschwerden bei einer Hausstaubmilbenallergie
Die Symptome können denen anderer Atemwegsallergien ähneln.
Möglich sind beispielsweise:
- verstopfte Nase
- laufende Nase
- häufiges Niesen
- juckende Nase
- tränende oder juckende Augen
- Husten
- Beschwerden der unteren Atemwege
Charakteristisch kann sein, dass die Beschwerden über längere Zeit auftreten und nicht auf eine bestimmte Pollensaison beschränkt sind.
Manche Betroffene bemerken stärkere Symptome nachts oder morgens nach dem Aufstehen. Das kann damit zusammenhängen, dass Matratze, Bettdecke und Kopfkissen wichtige Aufenthaltsorte für Hausstaubmilben darstellen können.
Warum ist das Schlafzimmer besonders wichtig?
Bei einer Hausstaubmilbenallergie verdient das Schlafzimmer besondere Aufmerksamkeit.
Ein Mensch verbringt jede Nacht viele Stunden im Bett. Gleichzeitig bieten Matratzen und Bettwaren durch Wärme, Feuchtigkeit und Hautschuppen Bedingungen, unter denen Hausstaubmilben vorkommen können.
Schläft zusätzlich ein Haustier im Bett, kommen weitere Haare, Hautschuppen und Verschmutzungen hinzu.
Für Menschen mit ausgeprägter Hausstaubmilbenallergie kann es deshalb sinnvoll sein, Hund oder Katze nicht im Bett schlafen zu lassen.
Je nach individueller Situation kann sogar ein möglichst tierfreies Schlafzimmer sinnvoll sein.
Hund im Bett bei Hausstaubmilbenallergie?
Viele Hundehalter lassen ihren Vierbeiner gerne im Bett schlafen. Bei einer bestehenden Hausstaubmilbenallergie sollte diese Gewohnheit jedoch kritisch betrachtet werden.
Der Hund selbst ist zwar nicht automatisch das Allergen. Er kann aber Haare, Hautschuppen, Staub und Partikel aus seiner Umgebung in das Bett tragen.
Gleichzeitig erschwert ein Tier im Bett möglicherweise die konsequente allergenreduzierende Gestaltung des wichtigsten Schlafbereichs.
Wer unter deutlichen Beschwerden leidet, kann deshalb davon profitieren, den Schlafplatz des Hundes außerhalb des Bettes und gegebenenfalls außerhalb des Schlafzimmers einzurichten.
Katze im Schlafzimmer bei Milbenallergie?
Bei Katzen besteht eine ähnliche Situation.
Katzen suchen häufig warme und weiche Liegeplätze auf. Bettdecken, Kissen und Matratzen sind entsprechend attraktiv.
Auch hier gilt: Eine Hausstaubmilbenallergie ist keine Katzenallergie. Trotzdem kann ein möglichst klar abgegrenzter Schlafbereich hilfreich sein.
Das hat noch einen weiteren Vorteil: Falls zusätzlich eine bislang unerkannte Katzenallergie besteht, wird die Belastung mit Katzenallergenen im Schlafzimmer ebenfalls reduziert.
Tierkörbchen und Decken nicht vergessen
Bei der Reduzierung von Staub und Allergenen konzentriert sich vieles auf das menschliche Bett. Dabei sollten die Schlafplätze des Haustieres nicht vergessen werden.
Ein Hundekörbchen mit dicken Polstern oder eine häufig genutzte Katzendecke kann Haare, Hautschuppen und Staub sammeln.
Praktisch sind deshalb Schlafplätze mit:
- abnehmbaren Bezügen
- waschbaren Materialien
- möglichst unkomplizierter Reinigung
- wenig schwer zugänglichen Polsterbereichen
Bei Textilien sollte immer geprüft werden, welche Waschtemperatur laut Hersteller zulässig ist.
Bettwäsche und waschbare Textilien
Bei einer Hausstaubmilbenallergie gehört die regelmäßige Reinigung von Bettwäsche zu den wichtigen Maßnahmen.
Milbenallergene lassen sich durch geeignete Waschverfahren reduzieren. Für Bettwäsche wird häufig eine regelmäßige Wäsche bei 60 °C empfohlen, sofern das Material dafür geeignet ist.
Auch waschbare Tierdecken und Bezüge können regelmäßig gereinigt werden.
Beim Kauf eines neuen Tierbettes kann es daher sinnvoll sein, nicht nur auf Komfort und Optik zu achten, sondern auch darauf, ob sich die Bezüge unkompliziert abnehmen und ausreichend warm waschen lassen.
Was sind Encasing-Bezüge?
Eine bekannte Maßnahme bei Hausstaubmilbenallergie sind spezielle allergendichte Schutzbezüge, sogenannte Encasings.
Sie werden insbesondere für:
- Matratzen
- Kopfkissen
- Bettdecken
angeboten.
Ihr Zweck besteht darin, den Kontakt mit Milbenallergenen aus den Bettwaren zu reduzieren.
Ein Encasing macht das Bett allerdings nicht zu einem vollständig allergenfreien Bereich. Auch die übrige Schlafumgebung und die regelmäßige Reinigung der Bettwäsche bleiben wichtig.
Teppiche und Polstermöbel bei Tierhaltung
Ein Zuhause muss bei Hausstaubmilbenallergie nicht vollständig textilfrei werden. Dennoch sollte berücksichtigt werden, dass Teppiche, Polstermöbel und andere textile Oberflächen Staub und allergenhaltige Partikel aufnehmen können.
Bei Haustieren kommt hinzu, dass sich dort zusätzlich Haare und Hautschuppen sammeln.
Besonders relevant können sein:
- hochflorige Teppiche
- schwer waschbare Decken
- große Stoffsofas
- zahlreiche Zierkissen
- dicke Vorhänge
- schwer zugängliche Polsterflächen
Glatte und gut zu reinigende Oberflächen können die regelmäßige Entfernung von Staub erleichtern.
Staubsaugen: sinnvoll, aber richtig
Regelmäßiges Staubsaugen kann dabei helfen, Staub, Tierhaare und andere Partikel aus der Wohnung zu entfernen.
Für Allergiker können Geräte mit geeigneter Filtertechnik sinnvoll sein, damit möglichst wenig feiner Staub über die Abluft wieder in den Raum gelangt.
Beim Staubsaugen und anderen Reinigungsarbeiten können allerdings vorübergehend Partikel aufgewirbelt werden.
Wer stark reagiert, sollte deshalb darauf achten, wie sich die Reinigung auf die eigenen Beschwerden auswirkt.
Ist ein HEPA-Filter sinnvoll?
HEPA-Filter können sehr kleine Partikel aus der durch das Gerät geführten Luft beziehungsweise Abluft filtern. Sie werden deshalb beispielsweise in bestimmten Staubsaugern und Luftreinigern eingesetzt.
Bei einer Hausstaubmilbenallergie sollte ihre Wirkung allerdings realistisch eingeschätzt werden.
Das zentrale Problem befindet sich nicht ausschließlich frei schwebend in der Raumluft. Ein erheblicher Teil der Allergene kann sich in Matratzen, Bettwaren, Teppichen, Polstern und Staubablagerungen befinden.
Ein Luftreiniger ersetzt deshalb weder eine geeignete Schlafumgebung noch regelmäßige Reinigung.
Luftfeuchtigkeit spielt eine wichtige Rolle
Hausstaubmilben profitieren von einer ausreichend hohen Luftfeuchtigkeit.
Deshalb kann es bei einer Milbenallergie sinnvoll sein, das Raumklima im Blick zu behalten. Dauerhaft sehr feuchte Wohnräume sind nicht nur im Hinblick auf Milben ungünstig, sondern können zusätzlich die Entstehung von Schimmel begünstigen.
Ein Hygrometer kann helfen, die tatsächliche relative Luftfeuchtigkeit zu kontrollieren, statt sie lediglich nach Gefühl einzuschätzen.
Dabei sollte allerdings nicht versucht werden, Wohnräume extrem trocken zu halten. Ein angenehmes und gesundheitlich sinnvolles Raumklima bleibt das Ziel.
Vorsicht mit Luftbefeuchtern
Gerade während der Heizperiode greifen manche Menschen zu Luftbefeuchtern.
Bei einer Hausstaubmilbenallergie sollte ein unnötiges Erhöhen der Luftfeuchtigkeit jedoch vermieden werden. Eine dauerhaft hohe relative Luftfeuchtigkeit kann Bedingungen schaffen, unter denen sich Hausstaubmilben besser entwickeln.
Wer einen Luftbefeuchter verwenden möchte, sollte deshalb die tatsächliche Luftfeuchtigkeit kontrollieren.
Kleintiere: Heu und Einstreu als zusätzliche Faktoren
Bei Kaninchen, Meerschweinchen und anderen Kleintieren ist die Situation komplexer.
Neben Hausstaubmilben kommen weitere mögliche Allergieauslöser hinzu:
- Tierallergene
- Heustaub
- Pflanzenbestandteile
- Einstreu
- Schimmelbestandteile
- allgemeiner Staub aus dem Gehege
Wer beim Reinigen des Käfigs plötzlich niesen muss oder juckende Augen bekommt, sollte deshalb nicht automatisch von einer Hausstaubmilbenallergie ausgehen.
Eine allergologische Untersuchung kann helfen, die verschiedenen möglichen Ursachen voneinander zu unterscheiden.
Tierhaltung bei Hausstaubmilbenallergie: praktische Maßnahmen
Ein Haustier muss aufgrund einer diagnostizierten Hausstaubmilbenallergie nicht automatisch abgegeben werden. Viel wichtiger ist eine möglichst allergenarme Gestaltung der Umgebung.
Hilfreich können je nach individueller Situation sein:
- Schlafzimmer möglichst tierfrei halten.
- Haustiere nicht im menschlichen Bett schlafen lassen.
- Bettwäsche regelmäßig und entsprechend den Pflegehinweisen waschen.
- Bei medizinischer Empfehlung geeignete Encasings verwenden.
- Waschbare Tierdecken und Tierbetten bevorzugen.
- Staub regelmäßig entfernen.
- Schwer zu reinigende Staubfänger möglichst reduzieren.
- Wohnräume sinnvoll lüften und die Luftfeuchtigkeit beobachten.
- Tierhaare und Hautschuppen regelmäßig von Polstern entfernen.
- Bei unklaren Beschwerden allergologisch klären lassen, welche Allergene tatsächlich verantwortlich sind.
Welches Haustier eignet sich bei Hausstaubmilbenallergie?
Eine pauschale Rangliste nach dem Motto „dieses Haustier ist für Milbenallergiker geeignet“ wäre wenig sinnvoll.
Bei einer reinen Hausstaubmilbenallergie ist schließlich nicht Hund, Katze oder Kaninchen das eigentliche Allergen.
Wichtiger ist die Frage, wie das Tier gehalten wird.
Ein Hund mit einem gut waschbaren Schlafplatz außerhalb des Schlafzimmers kann beispielsweise eine völlig andere Wohnsituation bedeuten als ein Hund, der jede Nacht im Bett schläft.
Bei Kleintieren kommen wiederum Einstreu und Heu als mögliche zusätzliche Belastungen hinzu.
Die Tierart allein sagt deshalb wenig darüber aus, wie gut die Haltung im individuellen Fall funktioniert.
Kann ein Haustier eine Hausstaubmilbenallergie verschlimmern?
Eine einfache Antwort mit Ja oder Nein ist schwierig.
Das Tier verursacht die Milbenallergie nicht automatisch. Durch zusätzliche Hautschuppen, Haare, Staub und die Nutzung von Polstern oder Betten kann die Tierhaltung jedoch die Anforderungen an Reinigung und Allergenmanagement erhöhen.
Entscheidend sind letztlich die tatsächliche Milbenbelastung und die individuelle Empfindlichkeit des Betroffenen.
Deshalb sollte die Tierhaltung immer im Zusammenhang mit der gesamten Wohnsituation betrachtet werden.
Was tun, wenn die Beschwerden trotz aller Maßnahmen bleiben?
Wenn Symptome trotz konsequenter Maßnahmen anhalten, sollte überprüft werden, ob tatsächlich ausschließlich eine Hausstaubmilbenallergie vorliegt.
Denkbar sind beispielsweise zusätzliche Sensibilisierungen gegen:
- Katzenallergene
- Hundeallergene
- Pollen
- Schimmelpilze
- andere Innenraumallergene
Gerade wenn Beschwerden unmittelbar nach dem Streicheln des Haustieres auftreten oder sich in dessen Nähe deutlich verstärken, kann eine zusätzliche Tierallergie eine mögliche Erklärung sein.
Wann ist eine ärztliche Abklärung wichtig?
Eine ärztliche beziehungsweise allergologische Untersuchung ist sinnvoll, wenn Beschwerden regelmäßig auftreten, stärker werden oder die Ursache nicht eindeutig ist.
Besonders ernst genommen werden sollten Symptome wie:
- anhaltender Husten
- pfeifende Atmung
- Engegefühl im Brustkorb
- Atemnot
- deutlich eingeschränkte Belastbarkeit
Bei starker oder plötzlich auftretender Atemnot kann eine sofortige medizinische Versorgung erforderlich sein.
Häufige Fragen zur Tierhaltung bei Hausstaubmilbenallergie
Muss ich mein Haustier wegen einer Hausstaubmilbenallergie abgeben?
Eine reine Hausstaubmilbenallergie ist zunächst keine Allergie gegen das Haustier. Eine Abgabe des Tieres lässt sich daraus allein nicht ableiten. Entscheidend sind die individuelle gesundheitliche Situation und die tatsächlichen Allergieauslöser.
Darf mein Hund bei Milbenallergie ins Bett?
Bei einer ausgeprägten Hausstaubmilbenallergie ist es sinnvoll, den Schlafbereich möglichst allergenarm zu gestalten. Ein Haustier im Bett kann zusätzliche Haare, Hautschuppen und Staub eintragen. Ein eigener Schlafplatz für den Hund ist deshalb häufig die sinnvollere Lösung.
Kann ich trotz Hausstaubmilbenallergie eine Katze halten?
Grundsätzlich schließt eine Hausstaubmilbenallergie die Katzenhaltung nicht automatisch aus. Es sollte jedoch ausgeschlossen beziehungsweise berücksichtigt werden, ob zusätzlich eine Katzenallergie besteht.
Sind Tierhaare Nahrung für Hausstaubmilben?
Hausstaubmilben ernähren sich vor allem von organischem Material wie abgestorbenen Hautschuppen. Das eigentliche Tierhaar sollte deshalb nicht mit der Nahrung der Milben gleichgesetzt werden.
Hilft häufiges Staubsaugen?
Regelmäßiges Reinigen kann die Staubbelastung reduzieren. Bei Milbenallergie sollte der Fokus jedoch nicht ausschließlich auf dem Fußboden liegen. Bett, Matratze und andere Textilien sind besonders relevant.
Ist ein haarloses Haustier besser?
Nicht automatisch. Bei einer Hausstaubmilbenallergie ist das Tierhaar ohnehin nicht der eigentliche Allergieauslöser. Außerdem können auch haarlose Tiere Hautschuppen und eigene Allergene abgeben.
Fazit: Haustiere und Hausstaubmilbenallergie schließen sich nicht grundsätzlich aus
Eine Hausstaubmilbenallergie bedeutet nicht automatisch, auf Haustiere verzichten zu müssen. Hund, Katze oder Kleintier sind nicht die Ursache einer Allergie gegen Hausstaubmilben.
Die Tierhaltung kann allerdings beeinflussen, wie viel Staub, Hautschuppen und andere Partikel sich in der Wohnung ansammeln und wie leicht sich Schlafplätze und Textilien sauber halten lassen.
Besonders wichtig ist deshalb das Schlafzimmer. Ein möglichst allergenarm gestaltetes Bett, regelmäßig gereinigte Bettwäsche, gegebenenfalls geeignete Encasings und ein eigener Schlafplatz für das Haustier können Bestandteile eines sinnvollen Gesamtkonzepts sein.
Treten trotz solcher Maßnahmen weiterhin Beschwerden auf, lohnt sich eine genauere Untersuchung. Denn hinter vermeintlichen „Hausstaubproblemen“ kann zusätzlich eine Allergie gegen Hund, Katze, Heu oder andere Stoffe stecken.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht nur: „Kann ich mit Hausstaubmilbenallergie ein Haustier halten?“ Viel hilfreicher ist die Frage, wie sich Tierhaltung und Wohnumgebung so gestalten lassen, dass die persönliche Allergenbelastung möglichst gering bleibt.