Rheuma

Rheuma

Rheuma macht sich als erstes an den Fingergelenken bemerkbar.

Rheuma macht sich als erstes an den Fingergelenken bemerkbar.

Rheuma kommt häufig vor als rheumatoide Arthritis, die zu Schmerzen in den Gelenken führt. sie kann junge und alte Menschen betreffen. Durch die Behandlung von Rheuma sollen die mit ihr verbunden Schmerzen gelindert werden.

Der Begriff Rheuma leitet sich vom Altgriechischen ῥεῦμα ab und bedeutet soviel wie Strömung oder Fluss. Damit werden die beim Rheumatismus auftretenden ziehenden und fließenden Schmerzen am Bewegungs- und Stützapparat umschrieben. Neben den Schmerzen wird häufig auch die Funktion eingeschränkt.

Man spricht medizinisch korrekt auch von „Krankheiten des rheumatischen Formenkreises“  mit der man gut 100 verschiedene Erkrankungen zusammenfasst, die ausgelöst werden durch Entzündungen.
Auch zählen zum Rheuma Erkrankungen wie Fibromyalgie als Weichteilrheuma, so müssen nicht nur harte Strukturen wie Knochen, Knorpel oder Gelenke betroffen sein. Auch weiche Gewebe wie Bänder, Muskeln, Sehnen können betroffen sein.
Zum rheumatischen Formenkreis werden auch Arthrose, Gicht und Lupus erythematodes gezählt.
So kann es bei fast allen Organen zu einer entzündlichen-rheumatischen Erkrankung kommen, wie Nieren, Darm, Nerven etc.

Weltweit leiden 0,5 bis 1 % der Bevölkerung an der rheumatoiden Arthritis, die man auch als chronische Polyarthritis bezeichnet. Frauen erkranken hierbei etwa doppelt so häufig an ihr wie Männer. In der Regel erkranken Menschen vermehrt in der zweiten Hälfte des Lebens an ihr, obgleich auch Kinder und Jugendliche schon an ihr erkranken können.

Es kommt zur Entzündung der Innenhaut von Sehnenscheiden, Gelenken und Schleimbeuteln. Generell ist Rheuma nicht heilbar.

Man kann sie jedoch bei der Erkennung im frühen Stadium an einer Fortschreitung hindern, verlangsamen oder gar stoppen.

Die Ursachen von Rheuma

Die genauen Ursachen sind medizinisch nicht vollständig geklärt. Es handelt sich um Autoimmunprozesse bei der das Immunsystem eigenes Körpergewebe fälschlicherweise angreift, wie bei einer Allergie.

So kann es nicht unterscheiden zwischen fremden und körpereigenen Stoffen, es kommt zur Produktion von entzündungsfördernden Botenstoffen, Entzündungen und Schmerzen.

Durch die Entzündung kann es an der Gelenkinnenhaut zu Wucherungen kommen die sogar Bänder, Knochen und Knorpel zerstören kann. Die Entstehung von Rheuma wird durch erbliche Faktoren, Umwelteinflüsse und Rauchen beeinflusst.

Häufig führen mehrere Faktoren zusammen zu der Fehlsteuerung.

Woran erkennt man Rheuma?

Erst Anzeichen von beginnendem Rheuma können Müdigkeit, leichtes Fieber oder Appetitlosigkeit sein. So kann man die Erkrankung im ersten Stadium nur schwer erkennen. Später kommen noch weitere Anzeichen wie geschwollene und gerötete Gelenke hinzu, sowie eine Steifigkeit der Gelenke am Morgen.

Dabei treten diese Symptome schleichend, aber auch plötzlich auf. Häufig sind als erstes die Gelenke der Hände, Knie, Schulter oder Füße betroffen.

Gerade Schmerzen an Fingerngelenken und Zehgelenken sind hier typisch.

Mit fortscheitender Krankheit werden die Gelenke zunehmend steifer und schmerzen vor allem nachts, wenn der Körper sich erholt.

Auch können Antikörper im Blut nachgewiesen werden in diesem Stadium, der sogenannte Rheumafaktor.

Behandlung von Rheuma

Die rheumatische Arthritis ist nicht heilbar. Durch die Anwendung von Medikamenten die Entzündungen hemmen und anderen Therapien kann man sie jedoch relativ gut behandeln.

In erster Linie wird bei der Therapie darauf geachtet die Schmerzen des Patienten zu lindern und die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten.

Auch eine regelmäßige Physiotherapie ist hilfreich, so können spezielle Übungen die Muskeln und Gelenke beweglich halten.

Ebenso hilfreich ist eine Ergotherapie und eine physikalische Therapie bei der man Kälte, Wärme und Elektrizität dazu nutzt die Schmerzen zu lindern.

Ist die Krankheit zu sehr fortgeschritten kann eine Operation nötig sein. Hier müssen zerstörte Gelenke durch Prothesen ersetzt werden.

Auch gilt der Verzicht auf Fleisch und Wurst als hilfreich. So enthalten diese die Arachidonsäure die rheumatische Entzündungen fördert.

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