Ölziehen

Ölziehen

Ölziehen kann entschlacken und Krankheiten vorbeugen.

Ölziehen kann entschlacken und Krankheiten vorbeugen.

Das Ölziehen oder auch Ölkauen, Ölkur, Ölsauen ist eine alternativmedizinische ayurvedische Methode. Man spült hierbei den Mund mit Pflanzenölen aus. So werden Giftstoffe entzogen und Krankheiten vorgebeugt. Wichtig ist, dass man das Öl anschließend ausspuckt und nicht runterschluckt, da man sonst die Giftstoffe und Bakterien im kaltgepressten oder kaltgeschlagenen Öl mit hinunter schluckt.

Dabei findet das Ölziehen am Morgen auf nüchteren Magen statt. Man sollte also vorher nichts trinken, damit sich die Giftstoffe die sich im Mund angesammelt haben nicht wieder im Körper verteilen.

Beim Tragen einer Prothese ist diese vorher herauszunehmen. Um das Öl etwas schmackhafter zu machen kann man etwas Zitronensaft auf 1 EL Öl geben und diesen in den Mund nehmen. Dann wird das Öl gut 20 Minuten lang zwischen beiden Backen hin und her bewegt.

Auch zwischen die Zahnräume sollte man es drücken und mit kurzen Pausen auf die Schleimhäute einwirken lassen. Abschließend ist es wichtig das Öl auszuspucken um sich den Giftstoffen zu entledigen. Gegen Ende hin emulgiert das Öl, wird so weißlich und dünnflüssiger. Man spuckt es am besten in ein Papierküchentuch und entsorgt es im Hausmüll. Als Ersatz für das Zähneputzen kann das Ölziehen nicht dienen. Ein Ausspucken in das Waschbecken sollte man vermeiden, um die Rohre mit dem Fett nicht zu verstopfen.

Man sollte eine Ölkur 3 bis 4 Wochen lang betreiben, auch Amalgan aus Plomben welches sich beim Kaugummikauen etc. gelöst hat kann so zum Teil vom Öl aufgenommen werden bevor es über die Schleimhäute aufgenommen wird. Die Kur wird mindestens 3 Tage lang hintereinander durchgeführt.

Welches Öl sollte man nutzen?

Ätherische Öle können gegen Beschwerden helfen.

Ätherische Öle können gegen Beschwerden helfen.

Für das Ölziehen eigenen sich Olivenöl, Sesamöl, Sonnenblumenöl, Kokosöl in kaltgepresster Form.

  • Seasmöl wird im Ayurveda als geröstetes Öl genutzt, kaltgepresst ist es jedoch geschmacksneutraler und wirkt gut bei Zahnfleischentzündungen und Parodontose auf Grund der entzündungshemmenden Wirkung.
  • Sonnenblumenöl wurde im ursprünglichen Ölziehen in Russland genutzt, es ist geschmacklich angenehm.
  • Schwarzkümmelöl enthält viele ungesättigte Fettsäuren, ätherische Öle mit gut 50% Thymochinon und kann bei allergischen Reaktionen lindernd wirken.
  • Leinöl wirkt gerade im Mund und Rachen sehr heilend und wurde schon in der antiken Medizin verwendet bei Husten, Bronchitis, Heiserkeit und Asthma.
  • Olivenöl in kaltgepresster Form nativ hilft gegen einen erhöhten Cholesterinspiegel und Mundgeruch.
  • Weizenkeimöl hilft bei der Narbenheilung und Wundheilung durch seine zellerneuernde Wirkdung. Es ist jedoch nicht lange haltbar und sollte daher nur bei Bedarf in kleinen Mengen gekauft werden.
  • Kokosöl riecht gut und wirkt antibakteriell im Mundraum.

Mitunter werden dem Öl auch ätherische Öle beigefügt (ca. 5 Tropfen auf 100 ml Öl) die wie folgt wirken können:

  • Pefferminze hilft bei Kopfschmerzen
  • Rosmarin regt den Kreislauf an und belebt den Blutdruck
  • Teebaumöl hilft desinfizierend bei Entzüdungen
  • Lavendel lindert Nervosität und Angespanntheit
  • Fenchel und Anis helfen bei Atembeschwerden

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