Glutenintoleranz

Die Glutenintoleranz

Weizen ist besonders reichhaltige an Gluten und findet häufig Verwendung in Lebensmitteln.

Weizen ist besonders reichhaltige an Gluten und findet häufig Verwendung in Lebensmitteln.

Eine weitere Form von Nahrungsmittelunverträglichkeit ist die Glutenintoleranz. Sie wird auch Zöliakie genannt. Doch was genau sind Gluten eigentlich? Gluten kommen in größeren Mengen in Getreidesorten wie Dinkel oder Weizen vor. Auch in anderen Getreidesorten kommen sie in kleineren Mengen vor. Sie werden auch als „Klebereiweiß“ bezeichnet. Glutenhaltig sind vor allem Brot, Nudeln etc. Aber auch bei Fertignahrungsmitteln werden sie zum Teil beigesetzt wie Wurstwaren, Schokolade, Fruchtjoghurts, Pizza etc. sowie in Babynahrung.

Gluten müssen nach der  EU-Richtlinie 2000/68/EG von 2007 wie insgesamt 14 Zutaten auf den Lebensmittelverpackungen angegeben werden. Sie können nämlich bei einer Nahrungsmittelallergie  zu allergischen Reaktionen des Allergietyps I dem Soforttyp führen.

Die Glutenintoleranz ist ähnlich wie die Laktoseintoleranz keine Allergie im eigentlichen Sinne. Geringe Mengen führen also meist bei dieser Unverträglichkeitsform nicht zu Symptomen.

Bei geringen Symptomen spricht man auch von einer Gluten-Sensitivität.

Symptome

Bei einer Glutenintoleranz kommt es insbesondere zu Magen-Darm-Beschwerden.

Bei einer Glutenintoleranz kommt es insbesondere zu Magen-Darm-Beschwerden.

Die Bei einer Glutenintoleranz kommt es insbesondere zu Magen-Darm-Beschwerden. vor allem im Magen-Darm-Bereich Beschwerden. Das Immunsystem bildet bei Kontakt mit Gluten und deren Bestandteilen Antikörper sowohl welche die gegen die Gluten gerichtet sind als auch welche die gegen die körpereigenen Antigene auf Oberfläche der Dünndarmzotten. So kommt es zu Entzündungen der Schleimhäute im Darm.

Mögliche Folgen sind Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Müdigkeit, Mangelerscheinungen, Gewichtsverluste und eine Rückbildung der Zotten im Darm. Es erfolgt also neben den akuten Beschwerden auch eine dauerhafte Schädigung der Darmoberfläche (Darmepithelzellen).

Bei mehrjähriger Intoleranz kann es so auch zur Anämie (Blutarmut) kommen. Mitunter wird die Zöliakie auch erst durch die Blutarmut erkannt, man spricht dann auch von einer „stummen Zöliakie“.

Gerade bei Kindern kann es durch die Intoleranz auch zu Wachstumsstörungen (Gedeihstörungen) kommen. Seltener kommt es zu Knochenschmerzen, Depressionen, Migräne und Arthritis als Folgeerscheinungen.

Kommt es zu Symptomen wie Übergewicht, Erschöpfung, Kopfschmerzen, ADHS, Autismus-Symptome, Schwindel, Stimmungsschwankungen liegt meist eine Gultensensitivität vor.

Wie kommt es zu Zöliakie?

Die Glutenintoleranz kann schon Kleinkinder betreffen, insbesondere wenn diese auf Babynahrung umgestellt werden, welche Gluten als Zusatzstoff enthält. Auch Schmelzdefekte an den Zähen die der Zahnarzt feststellt können hier Hinweise auf eine Zöliakie sein.

Bei Erwachsenen tritt sie häufig zwischen 30 und 40 auf. Die Beeinträchtigungen durch die Symptome fallen von Patient zu Patient verschieden aus. So können die Symptome stärker sein, aber auch so gering, dass sie das Leben nicht stark beeinträchtigen. Menschen mit dem Downsyndrom leiden auch häufiger an Zöliakie.

Die Krankheit ist zum Teil erblich bedingt und bisher kann sie nur ursächlich behandelt werden.

Moderne Getreidesorten enthalten durch schnelle Züchtung auch einen Insekten-Abwehrstoff das Protein Adenosin-Triphosphat-Amylase (ATI). Es wehrt Schädlinge ab und bringt so mehr Ertrag bei der Ernte. An sich ist der Stoff für Menschen ungiftig, kann aber jedoch zu Beschwerden führen. So kann es unter anderem zum Bäcker-Asthma bei Bäckern und Müllern führen wenn der feine Mehlstaub eingeatmet wird.

Die Diagnose

Festgestellt werden kann die Zöliakie durch einen Bluttest bei dem Autoantikörper gegen das Enzym Transglutaminase nachgewiesen werden. Bei positiven Test wird zur Gewissheit auch eine Gewebeprobe des Dünndarms entnommen. Dieses geschieht bei einer Magenspiegelung. Ist nur der Bluttest positiv und die Gewebeprobe negativ spricht man von einer Gluten-Sensitivität. Auch ein Test durch Ernährung bei der stark glutenhaltigeprodukte konsumiert werden in Form eines Belastungtestes ist möglich.

Durch das Enzym Tissue-Transglutaminase (tTG) werden die Gliadinpeptide verändert und Proteine wie Gliadin können die Epithelzellschicht im der Schleimhäute im Darm passieren.

Auch Umweltfaktoren wie der Pilz Candida albicans, hoher Alkoholkonsum und Stress erhöhen die tTG-Aktivität und können zu einer Zöliakie führen.

Können IgE-Antikörper bei einem Bluttest nachgewiesen werden liegt höchstwahrscheinlich eine Weizenallergie vor. Bei Unverträglichkeiten können diese nämlich nicht im erhöhten Maße im Blut ermittelt werden. Die Symptome treten hier wie für Allergien des Sofortyps typisch unmittelbar nach dem Verzehr von weizenhaltiger Nahrung auf.

Therapie

Bei ein Glutenintoleranz sollte man auf ein Glutenfrei-Symbol achten.

Bei ein Glutenintoleranz sollte man auf ein Glutenfrei-Symbol achten.

Behandelt wird die Intoleranz gegen Gluten in erster Linie durch eine glutenfreie Ernährung. Man meidet also die Allergene vollständig.

Gerade die Kennzeichnung von glutenfreien Produkten hilft den Betroffenen dabei den Speiseplan zu erstellen.

Auf den Verpackungen der Lebensmittel finden sich Glutenfrei-Symbole in Form einer durchgestrichenen Ähre. Ist dieses Symbol aufgedruckt dann liegt der Glutenanteil unter 20 mg pro kg.

Man bekommt sie mittlerweile auch in großen Supermärkten und nicht nur in Drogerien und Reformhäusern.

Glutenfreie Getreidearten sind die Hirse, der Teff, Reis und Pseudogetreidearten wie Buchweizen, Amarant und Quinoa.

Ebenfalls glutenfrei sind Gemüse, Salate, Kartoffeln, Fleisch, Fisch, Eier und Milch.

Woran kann man eine Glutensensitiviät feststellen

Können sie folgende 6 Symptome bei sich feststellen kann die Ursache an eine Sensitivität gegenüber Gluten sein:

  1. Beschwerden der Verdauung in Form von Blähungen, Krämpfen, Durchfall, Reizdarmsyndrom etc.
  2. Migräne und Depressionen treten auf. Nach dem Verzehr von glutenhaltiger Nahrung kommt es zu starken Kopfschmerzen.
  3. Schwindel, Kribbeln, Taubheitsgefühle in Armen und Beinen, Gleichgewichtsstörungen weisen auf Störungen im Nervensystem hin und eine mögliche Glutensensitivität
  4. Liegen Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder die Schilddrüsenerkrankung Hahimoto vor können diese ein Anzeichen einer Glutensensititivät sein.
  5. Liegt eine Fibromyalgie können ebenfalls Gluten hierfür verantwortlich sein. Fibro steht hier für Bindegewebe, Myo für Muskeln und Algia für Schmerz.
  6. Andauernde Müdigkeit besonders nach dem Essen oder ständig in Form eines chronischen Müdigkeitssyndroms (CFS) können auch ihre Ursache in einer Unverträglichkeit von Gluten haben.

 

 

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