Wollallergie

Wollallergie

Bei der Wollallergie kann unbehandelte Tierwolle zu Beschwerden führen.

Bei der Wollallergie kann unbehandelte Tierwolle zu Beschwerden führen.

Bei einer Wollallergie können die Fasern und das Garn der Wolle in Kleidung etc. zu allergischen Symptomen der Haut führen. Auch beim Einatmen von kleinen Wollstücken kann es zu Atembeschwerden kommen oder Schwellungen der Schleimhäute, Rötungen der Augen bei Kontakt mit den Bindehäuten etc.

Aber auch physikalische Reize können, wie bei einer Wärmeallergie zu Beschwerden führen, wenn zum Beispiel die Wolle kratzt.

Bei der Wollallergie führt vor allem Wolle von Tieren zu Beschwerden, bei unbehandelter Wolle und pflanzlicher Wolle wie Baumwolle oder Leinen treten in der Regel keine Beschwerden auf.

Mit Wolle werden nach dem Textilkennzeichnungsgesetz die weichen Haare des Fells (anders als das Deckhaar) vor allem der Schafe bezeichnet. Auch die spinnfähigen Haare anderer Säugetiere wie Ziegen, Angorakaninchen, Kamelhaar werden als Wolle bezeichnet. Man nennt sie aber nach dem Tier entsprechend Angora-Wolle etc. und betont auch das Haar durch Kamelhaar etc. Es handelt sich bei  Wolle um einen Rohstoff der schon 4. Tausend vor Christus eine wichtige Rolle spielt bis heute, trotz zahlreicher Kunstfasern werden immer noch und gerade bei Allergien vermehrt Naturfasern und Wolle in Textilien verarbeitet.

Häufig kommt es nicht durch die Wolle, sondern künstliche Zusatzstoffe wie Farben, Konservierungsstoffe zur Ausbildung einer Allergie bei der Antikörper gegen die Allergene gebildet werden.

Bei einer unbehandelten Tierwolle können sich noch Reste von Lanolin (Wollfett)  im Gewebe befinden die zu Beschwerden führen kann.

Bei synthetischer Wolle, Baumwolle und Seide sind es in erster Linie die Farbstoffe etc. die zu Symptomen führen können.

Aus Wolle werden häufig Socken, Mützen, Pullover, Jacken, Schals etc. gefertigt. Sie halten besonders gut warm, können aber auch zu einem physikalischen Kratzreiz auf der Haut führen. Auch das Selberstricken mit bunten Wollknäulen ist ein beliebtes Hobby.

Das Wollfett, Lanolin wird auch in Medikamenten und Pflegeprodukten verwendet und kann so zu Beschwerden führen. Es wird zum Schutz, der Pflege und Heilung der Haut verwendet. Allergiker sollten darauf achten, ob der Zusatz „pflegendes Lanolin enthalten“ auf der Verpackung achten und entsprechende Babycremes, Lotions, Wundsalben etc. meiden.

Aber auch in Kosmetika, Waschmitteln, Spülmitteln, Lippenstiften etc. kann Lanolin enthalten sein.

Bei einer Allergie auf Wolle und Lanolin gilt es entsprechend Produkte zu meiden

Die Symptome der Wollallergie

Kleidung aus Wolle kann die Haut reizen.

Kleidung aus Wolle kann die Haut reizen.

Typisch sind:

  • Juckreiz und Rötungen der Haut
  • Schwellung der Schleimhäute, Rötung der Augen
  • Hustenreiz, Schnupfen, Niesen
  • Ekzeme auf der Haut
  • Bildung von Pusteln und Bläschen auf der Haut

Akute Beschwerden können mit kortisonhaltigen Salben und Tabletten behandelt werden. Ob eine Lanolin-Allergie oder eine Allergie gegen Bestandteile wie Farbstoffe der Wolle vorliegt kann man mit einem Allergietest ermitteln. Hierzu eignen sich Test mit kleinen Stücken des Kleidungsstückes welches man in Verdacht hat.

Generell sollten Allergiker daher vorsichtig bei der Wahl von Kleidungsstücken, Kosmetika, Pflegeprodukten achten und bei auftretenden Beschwerden diese meiden.

Auch künstliche Fasten wie Nylon, Polyaamid oder Dacron, Polyester können eine gute Alternative zur natürlichen Wolle sein bei der Kleidungswahl.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.