Ursachen von Allergien

Die möglichen Ursachen von Allergien

Es gibt eine Vielzahl von Thesen die sich mit den Ursachen von Allergien befassen. Hierbei werden verschiedene mögliche Ursachen in Betracht gezogen. Eine der bekanntesten geht davon aus, dass eine gesteigerte Hygiene das Enstehen von Allergien begünstigt.

Die Hygienehypothese

Eine der Ursachen für Allergien kann in der gesteigerten Hygiene liegen.

Eine der Ursachen für Allergien kann in der gesteigerten Hygiene liegen.

Eine der möglichen Ursachen von Allergien wird in der gesteigerten Hygiene mit vorschreitender Industrialisierung der westlichen Länder gesehen.

Durch die gesteigerte Hygiene wird das Immunsystem gewissermaßen unterfordert. So wird gerade für Kleinkinder empfohlen nicht den Kontakt zu Tieren zu meiden und keine übertriebenen Hygienemaßnahmen zu praktizieren um das Entstehen von Allergien zu vermeiden. So sind bestimmte Arten von Bakterien in den ersten Monaten wichtig, da im Laufe der Schwangerschaft die Typ2-T-Helferzellen dominieren und auf eine Typ1-T-Helferzellen-Antwort umzuleiten ist, welche geringer mit allergischen Reaktionen verknüpft ist.

In Ländern mit geringeren Hygienestandards sind nachgewiesenermaßen Allergien weniger verbreitet als in den westlichen Industrieländern.

Die Umweltverschmutzungsthese

Ursachen von Allergien liegen auch in der Umweltverschmutzung.

Ursachen von Allergien liegen auch in der Umweltverschmutzung.

Eine andere Ursache für die Entstehen von Allergien wird in der gesteigerten Umweltverschmutzung gesehen. Beispielsweise durch Dieselrußpartikel bzw. Feinstaub.

Gerade die Allergene der Birke Bet v 1 können sich an diese Partikel anheften und werden somit eingeatmet und führen so durch eine Sensibilisierung zur einer Inhalationsallergie.

Aber auch die Natur selbst ist durch die Umweltverschmutzung betroffen so erleiden z.B. Haselsträuche Stress durch die Umweltverschmutzung und ändern in Folge dessen ihre Eiweißbildung die wiederum heftigeren Reaktionen bei Menschen hervorruft.

So enstehen immer neue Allergene. Gerade bei der Inhalationsallergie lässt sich eine Zunahme von Ambrosia-Pollen bzw. Beifußblättriges Traubenkraut in Verbindung mit Stickstoffdioxid beobachten.

Impfungen

Aber auch in der Impfrate wird eine mögliche Ursache für die Zunahme von Allergien gesehen. Diese gilt allerdings als unwahrscheinlicher da beispielsweise in der DDR eine hohe Impfrate von fast 100% in der Bevölkerung vorlag wo hingegen in der BRD bis zum Jahr 1989 deutlich weniger geimpft wurde. Aber auch Medikamente wie Paracetamol, eine Vitamin-D-Prophylaxe oder eine Antibiotikatherapie werden hinsichtlich der Entstehung von Allergien kritisch gesehen.

Weniger parasitäre Erkrankungen

Eine weitere mögliche Ursache in der Entstehung von Allergien wird im Rückgang von parasitären Erkrankungen gesehen. Die IgE-Antikörper die beim Allergietest ermittelt werden und bei Allergien eine große Rolle spielen sind von Bedeutung bei der Abwehr von Parasiten– und Wurmbefall. So besagt die These, dass durch den Rückgang dieser Befälle das Immunsystem seine Abwehr auf andere Ziele lenkt. Gerade in Ländern mit einem geringen Hygienestandard kommt es auch selten zu Allergien, was dieses Theorie stützt. Bei Allergien kommt es zur einer vermehrten Bildung von IgE-Antikörpern. Eine Studie in Vietnam ergab, dass von 1600 Kindern ergab, dass die Kindern mit Wurmbefall gegenüber den Kindern ohne Wurmbefall ein um 60% geringen Wahrscheinlichkeit von Allergien gegen Hausstaubmilben aufwiesen.

Geänderte Lebensgewohnheiten

Auch Rauchen kann Allergien begünstigen.

Auch Rauchen kann Allergien begünstigen.

Aber auch die veränderten Lebensgewohnheiten können eine Rolle bei der Entstehung von Allergien spielen. Hierzu gehören Faktoren wie Rauchen, geänderte Ernährung, Stress, Autoabgase aber auch kleinere Familien.

Ebenso die verminderte Stillzeit von Kleinkindern begünstigt da Entstehen von Allergien wie sie auf der Sonderseite zum Thema wie man Allergien bei Kindern vermeiden kann nachlesen können.

Ebenso fehlt häufig der Kontakt von Tieren, Heu, Getreide bei Kindern die in städtischer und nicht ländlicher Umgebung aufwachsen. Es empfiehlt sich also den Kontakt zu Tieren (Haustieren, Nutztieren) Getreide, Heu und allergieauslösenden Lebensmitteln nicht zu meiden. Einige der Ursachen von Allergien können also gezielt während der ersten Lebensjahre vermieden werden.

Erhöhte Allergenexposition führt zu Sensibilisierungen

Weiterhin kann einer erhöhte Allergenexposition zu Sensibilisierungen führen. Beispiele hierfür sind erhöhte Milbenkonzentrationen aufgrund von besser isolierten Häusern. Aber auch ein verstärkter Pollenflug der eine Stressreaktion von Bäumen aufgrund von gesteigerter Umweltverschmutzung und Erderwärmung darstellt. Ebenso steigert der Verzehr von exotischen Früchten wie Kiwis die Sensibilisierungen.

Veränderungen der Darm- und Hautflora des Menschen

Durch den Einsatz von Antibiotika und veränderte Ernährungsgewohnheiten wird auch die Darmflora beeinflusst und begünstigt das Enstehen von Allergien. Durch die Anwendung der ersten Windeln wurde im Laufe der Zeit auch die Bakterienflora auf der Haut verändert. Ob Probiotika auch Allergien begünstigen können steht ebenfalls in Verdacht.

Höhere Durchlässigkeit der Haut und Schleimhäute

Aber auch eine gestörte Barrierefunktion der Haut und Schleimhäute förder Allergien. So werden vermehrt Bakterien, chemische Einflüsse und virale Infekte durchgelassen in Folge der erhöhten Durchlässigkeit der Haut und Schleimhäute.

Genetische Ursachen einer Allergie

Auch genetische Faktoren spielen eine Rolle bei der Entstehung von Allergien. So kann eine Disposition vorliegen die eine verstärkte Bildung von IgE-Antikörpern insgesamt und von allergenspezifischen fördert. Meist liegt hier eine geringe Aktivität der Regulatorischen T-Zellen vor die die Aktivität des Immunsystems eingrenzen und es regulieren durch Selbsttoleranz. Gerade Kinder bei denen ein oder beide Elternteile selbst Allergiker sind weisen ein erhöhtes Risiko auf an einer Allergie zu erkranken. Deine erhöhte allergische Reaktionsbereitschaft wird von den HLA-Genen gefördert. Vererbbar sind so beispielsweise Allergisches Asthma oder die Atopische Dermatitis.

Nicht genetische Ursachen

Nicht genetische Ursachen liegen im erhöhten Stress oder bei (berufsbedingter) verstärkter Allergenexposition. Wie Mehl beim Bäcker (Bäckerlunge), Forstarbeiter und Tätigkeiten im Freien und möglichen Insektengiftallergien, Inhaltationsallergien etc.

 

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