Tattooallergie

Die Tattooallergie

Eine Tattooallergie wird durch Substanzen in den verwenden Tätowierfarben ausgelöst.

Eine Tattooallergie wird durch Substanzen in den verwenden Tätowierfarben ausgelöst.

Tattoos werden immer beliebter, aber neben den Schmerzen eines zu Stechen, möglichen Infekten besteht auch das Risiko einer Tattooallergie.

Das Problem bei der Tattooallergie ist, dass die verwendeten Farben bestimmte Substanzen enthalten können die auch zum Einfärben von Kunsstoffen, Autolackieren, in Druckerpatronen etc. genutzt werden. Reagiert der Körper hier allergisch kommt es zu einer Kontaktallergie.

Beim Tätowieren kommt es in 70% der Fälle zu lokal begrenzten Reaktionen wie Schwellungen, Blutungen, Verkrustungen die mit der Zeit abheilen. Bei 6% bleiben jedoch dauerhafte Schäden in Form von Knötchen, Fieber, Schwindel und Schwächegefühlen.

Der Tätowierer bringt die Farben möglichst in der mittleren Hautschicht der Dermis (Lederhaut) ein. Hier verbleiben die Farbstoffe ein Leben lang und werden nicht vom Körper wieder abgebaut.

Die Symptome

Die Reaktionen treten meist in unmittelbarer Nähe des neuen Tattoos auf der Haut auf. Die Haut entzündet sich, ist gerötet, Bläschen können sich bilden. Die Symptome erscheinen dabei manchmal erst nach Jahren nach dem Stechen. Auch andere Körperregionen die weiter entfernt vom eigentlichen Tattoo sind können betroffen sein oder sogar der ganze Körper.

Besonders Nickel welches in der Tätowierfarbe enthalten ist löst häufig Allergien der Haut aus. Aber auch andere Stoffe in den Farben können zu allergischen Reaktionen führen. Abhängig von der verwendeten Farbe werden nämlich unterschiedliche Stoffe den Farben beigemischt um den gewünschten Farbton zu erhalten.

Welche Farben enthalten welche Substanzen?

Die folgenden Tätowierfarben enthalten häufig die angegebenen Beimischungen.

Rote Farbe – Enthält häufig Quecksilber oder Quecksilber-Sulfid (Zinnober) und ist die Farbe die am häufigsten eine Tattooallergie hervorruft. Teilweise kommt es erst nach Jahren nach dem Stechen zu einem Ekzem der Haut. Ebenfalls Kadmiumrot ruft häufig Allergien hervor, so kommt es anschließend zu einer Überempfindlichkeit der Haut, es enstehen bei Lichtbestrahlung schnell Verbrennungen des 1. oder 2. Grades. Aber auch als Folge einer Kreuzallergie können Symptome auftreten So kann es bei einer Thiomersal-Allergie bei Frabstoffen wie Sandelholz, Brasilholz oder Karmin zu Problemen kommen. Thiomersal wird häufig als Konservierungsstoff für Impfstoffe verwendet.

  • Schwarze Farbe – Basiert häufig auf Kohle und ist die unproblematischste Tätowierfarbe.
  • Blaue Farbe – Besteht meist aus Kobaltverbindungen die zu allergischen Reaktionen führen können. Auch eine Entzündung der mittleren Augenhaut (Uveitis) ist möglich.
  • Gelbe Farbe – Sie ist ein Kadmiunderivat kann zur Überempfindlichkeit gegen Licht und Ekzemen am ganzen Körper führen.
  • Braune Farbe – Kann durch das enthaltene Eisenoxid und Kadmiumsalz ebenfalls zur starker Überempfindlichkeit der Haut führen.
  • Purpurne Farbe – Führt aufgrund des enthaltenen Mangan zu lokalen Reaktionen.
  • Pinke, Türkise, Korallenrote Farben – Können ebenfalls diverse Substanzen enthalten die zur einer Tattooallergie führen.

Habe ich eine Tattooallergie?

Das Vorliegen einer Tattooallergie kann durch einen Hauttest bereits vor dem Tätowieren überprüft werden. Hierzu werden bei einem Epikutantest verschiedene Substanzen, mögliche Allergene auf der Haut getestet. Dem Patienten werden hierzu kleine Dosen der Allergene auf die Haut am Rücken geklebt. Mögliche Symptome treten nach 24, 48 oder 72 Stunden auf.

Wie kann man eine Tattooallergie behandeln?

Sollte es nach dem Stechen zu einer allergischen Reaktionen kommen gilt es die problematischen Substanzen wieder aus der Haut zu entfernen. Hier für wird das Lasern eingesetzt. Meistens sind hier mehrere Sitzungen nötig so, dass sich der Vorgang einige Wochen und Monate hinziehen kann. Bei sehr tief gestochenen Tattoos, wie bei bunten Tattoos verbleiben jedoch einige Farbreste in den tieferen Hautschichten.

Alternativ kann das Tattoo durch einen chirurgischen Eingriff wieder entfernt werden. Dieses Verfahren ist deutlich schneller als das Lasern. Dabei wird die gefärbte Hautschicht entfernt und durch anschließend nach einer Entfernung der Farbe im Labor wieder neu zurück verpflanzt. Das Entfernen der Farbe erfolgt mit Enzymen kann aber bei großen Hautflächen auch zur Bildung von Narben führen.

Alternative Tattoos

Alternativ zu den „echten Tattoos“ besteht die Möglichkeit andere Techniken zu verwenden bei denen die Tattoos sich wieder leichter entfernen lassen. So gibt es:

Henna-Tattoos – Die Henna-Paste kann fertig in Tuben gekauft werden oder aus Henna-Pulver angerührt werden. Man bringt die Henna-Farbe dann mit einem Pinsel oder Stäbchen auf die Haut auf. Dort trocknet sie für 3 bis 8 Stunden. Aber auch Henna-Stifte sind erhältlich. Vor allem in Asien sind Henna-Tattoos sehr beliebt als Bemalungen an den Händen und Füßen von indischen Bräuten. Die Farbe verbleibt in der oberen Hautschicht der Epidermis und kann so leicht wieder abgebaut werden nach einigen Waschvorgängen verblassen sie und sind nach einigen Tagen maximal Wochen wieder gänzlich wieder verschwunden.

Fake-Tattoos

Es existieren auch fertige Tattoos zum aufkleben. Diese können für einen Tag oder Abend teilweise mit Glitzersteinchen einfach aufgeklebt und wieder abgelöst werden. Diese Fake-Tattoos sind beliebt als Partygag oder für Discobesuche etc.

Bio-Tattoos

Bio-Tattoos sollen nur wenige Wochen halten, da die eingebrachten Farben nur in der oberen Hautschicht und nicht der Lederhaut angebracht werden. Problematisch ist hierbei, dass häufig doch die tiefer liegende Lederhaut beim Tätowieren getroffen wird und es so zu unschönen Konturen dauerhaften Farbresten in der Haut etc. kommen kann.

Tattoo-Motive

Die Auswahl an Tattoomotiven ist unbegrenzt häufig werden unter anderem Tribals indianische Stammeszeichen gewählt.

Die Auswahl an Tattoomotiven ist unbegrenzt häufig werden unter anderem Tribals indianische Stammeszeichen gewählt.

Beliebte Tattoomotive sind Stammeszeichen von Indianer die sogenannten Tribals, Comics, chinesische Schriftzeichen, New School, Old School, keltische Symbole, etc.

Keltische Symbole sind besonders symmetrisch. Das wichtigste keltische Symbol ist die Spirale und steht für die Unendlichkeit.

Aber auch abstrakte keltische Tierzeichen sind beliebt oder Flechenmuster der Kelten an den Fußknöcheln.

Häufig wünschen die Kunden auch eigene Kreationen als Tattoo-Motiv.

 

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