Sojaallergie

Sojaallergie

Bei der Sojaallergie führt Sojabohne zu Symptomen.

Bei der Sojaallergie führt Sojabohne zu Symptomen.

Die Sojabohne findet in der Ernährung immer häufige Anwendung und nicht nur in der chinesischen Küche, führt allerdings auch immer häufiger zu einer Sojaallergie.

Sie ist besonders proteinreich und auch bei der vegetarischen Ernährung sehr beliebt. So dient Soja häufig als fleischlose Proteinquelle

Aber auch in der Lebensmittelindustrie findet sich häufig Verwendung.

So wird sie häufig als Öl, Mehl, Flocken, Lecithin etc. vielen Produkten beigemischt. Sie ist nicht nur in der Lebensmittelindustrie beliebt, sondern führt auch immer häufiger zu Allergien.

Die Sojabohne ist eine Hülsenfrucht. Liegt eine Allergie vor kann es in Folge einer Kreuzallergie auch zu Allergien bei anderen Hülsenfrüchten (Leguminosen) wie Bohnen, Erbsen, Linsen oder Nüssen kommen.

Häufig tritt die Allergie gegen Soja auch als Kreuzallergie auf Birkenpollen vor.

Sojasprossen hingegen sind Keimlinge der Mungobohne und können bei einer Sojaallergie bedenkenlos verzehrt werden.

Symptome der Sojallergie

Sojasprossen sind Keimlinge der Mungobohne und bei einer Sojaallergie unbedenklich und sollten nicht mit Soja verwechselt werden.

Sojasprossen sind Keimlinge der Mungobohne und bei einer Sojaallergie unbedenklich und sollten nicht mit Soja verwechselt werden.

Zu den typischen Symptomen gehören:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfälle
  • Rötungen, Taubheit, Kribbeln, Schwellungen im Rachenbereich, Mund und Zunge
  • Schübe von Neurodermitis
  • Nesselsucht
  • Auch Asthma bronchiale und Reaktionen der Haut können durch sie hervorgerufen werden

Wie wird die Sojallergie diagnostiziert?

Man kann diese Allergieform durch einen Hauttest (Prick) oder durch Blutuntersuchungen (IgE-Antikörper) ermitteln

Was hilft bei einer Sojaallergie?

Bei einer Sojallergie liegt in  Folge einer Kreuzallergie auch häufig eine Allergie gegen Erdnüsse vor.

Bei einer Sojallergie liegt in Folge einer Kreuzallergie auch häufig eine Allergie gegen Erdnüsse vor.

In erster Linie gilt es Soja bei der Ernährung im Sinne einer Allergenkarenz zu meiden. Ein individuelle Ernährungsplan mit alternativen Lebensmitteln ist hier sinnvoll. Beim Kochen und Backen sollte man also Alternativen verwenden.

Aber auch bei Fertigprodukten gilt es wie bei der Lebensmittelallergie genau den Verpackungsinhalt zu studieren. In der Zutatenliste werden seit 2005 Sojabestandteile deklariert. Wichtig ist es dabei auf folgende Begriffe zu achten:

  • Tofu
  • Shoyu
  • Tamar
  • Tempeh
  • TVP (Textured Vegetable Protein, also Fleischersatz)
  • Misco
  • Natto
  • Edamame
  • Knako
  • Okaro
  • Brat- und Backfette
  • Koch- und Salatöle

Auch Produkte wie Sojadrinks und Soja-Diätpulver gilt es zu meiden. Gerade bei Sojadrinks kann es aufgrund der hohen aufgenommen Menge schnell zu einem anaphylaktischen Schock kommen, denn diese werden nicht langsam in kleinen Mengen wie Nüsse etc. verzehrt. Gerade bei Beschwerden in den Wechseljahren und als Diätprodukt bei Adipositas gilt Soja als gesundes Nahrungmittel, führt aber bei Allergikern zu Beschwerden.

Gly m4, Glym 5 und Glm 6

Liegt eine Sojallergie vor gilt es Sojaprodukte konsequent zu meiden und vom Ernährungsplan zu streichen bzw. zu ersetzen.

Liegt eine Sojallergie vor gilt es Sojaprodukte konsequent zu meiden und vom Ernährungsplan zu streichen bzw. zu ersetzen.

Zu den bedeutensten Allergenen gelten die Proteine „Gly m4″, Gly m5“ und „Gly m6“. Produkte wie Sojamilch und Tofu sind stark allergenhaltig und können bei einer Allergie gegen Soja zu einem anaphylaktischen Schock führen.

Das Hauptbirkenpollenallergen Bet v 1 gleicht in seiner Struktur bedeutenden Sojallergen Gly m4, so dass sich diese Kreuzallergie erklären lässt. Man spricht beim Gly m4 auch vom „pollenassoziierten Sojaallergen Gly m4“.

Bei Kinder liegt häufiger als bei Erwachsenen eine Allergie gegen Gly m5 und Gly m6 vor. Diese Allergene werden beim Kochen nicht unschädlich gemacht. Dahingegen können die Gly m4 durch Erhitzen, als sekundäre Nahrungsmittelallergie zerstört werden, ähnlich wie die Allergene von Obst wie Äpfeln etc.

Auch eine Sensibilisierung durch Kosmetika die Erdnussöl oder Soja enthält ist denkbar. Ebenso ist es möglich das Kosmetika mit diesen Inhaltsstoffen zu Symptomen führen kann.

Sojalezithin ist häufig in Schokolade und Magarine enthalten und führt in der Regel nicht zu Beschwerden bei einer Sojaallergie.

Wer auf Kern- und Steinobst wie Kirschen und Äpfeln allergisch reagiert, reagiert auch häufig allergisch auf eiweißreiche Sojaprodukte.

Wer an einer Erdnussallergie leidet hat auch häufig eine Kreuzallergie auf Soja. Hier gilt es ebenfalls Sojaprodukte zu meiden.

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