Schutz vor Allergien

Schutz vor Allergien

Das Vermeiden bestimmter Allergene wie Ernüsse führt häufig erst zu Allergien und ist kein Schutz vor Allergien.

Das Vermeiden bestimmter Allergene wie Ernüsse führt häufig erst zu Allergien und ist kein Schutz vor Allergien.

Schutz vor Allergien, wie man sich effektiv vor Allergien schützen kann erfahren sie in den folgenden Abschnitten. Gerade nach der Geburt und im Kleinkindalter wird das Immunsystem stark geprägt. Der junge Mensch kommt zum ersten Mal in Kontakt mit Einflüssen aus der Außenwelt in Form von Bakterien, Mikroben und muss mit seinen Körperzellen bzw. dem Immunsystem auf die fremden Eindringlinge reagieren. Reagiert das Immunsystem bei harmlosen Stoffen über spricht man von einer Allergie. Dabei kann diese zu einem lebenslangen Leidensweg führen. Der frühe Kontakt mit Mikroben kann dabei, wie bei den Amish People, die Ausbildung von Allergien sogar gänzlich verhindern.

Dabei müssen die Bakterien die millionenfach im menschlichen Körper aufkommen keinesfalls bedrohlich oder gefährlich sein. Im Gegenteil, häufig erfüllen sie sogar nützliche Aufgaben wie beispielsweise bei der Verdauung im Darm, im Mund oder auf der Haut. Auch in der Lunge leben sie in Symbiose mit dem menschlichen Körper.

So leiden Kinder die auf dem Bauerhof aufgewachsen sind häufig nicht an Heuschnupfen. Dagegen ist die Zahl an Allergikern unter den Stadt-Kindern deutlich höher.

So begann man 1999 mit der Untersuchung von 3000 Kindern bei der ALEX-Studie und konnte belegen, dass das Aufwachsen auf dem Bauernhof tatsächlich verhindert das Allergien ausgebildet werden. Man spricht hier auch vom „Kuhstall-Effekt“. Auch andere Studien konnten weltweit dieses Phänomen beweisen.

Auch unter den Amish People die nicht industrialisiert auf Bauernhöfen leben leiden selten an Allergien. Zum einen aufgrund des Kontaktes mit den Tieren schon im Kindesalter und zum anderen auch aufgrund der Ernährung mit unbehandelter Kuhmilch. Mitunter kann dieser Effekt schon positiv im Mutterleib wirken, aber spätestens direkt nach der Geburt an beginnend.

Schutz vor Allergien schon im Kindesalter

Man sollte Kinder nicht mit zu großer Hygiene aufwachsen lassen. So schützt man sie am besten vor Allergien.

Man sollte Kinder nicht mit zu großer Hygiene aufwachsen lassen. So schützt man sie am besten vor Allergien.

Hat die Mutter während der Schwangerschaft noch im Stall gearbeitet geht der Schutz so schon auf das Ungeborene über.

Heute leidet in Deutschland jeder 4. an einer Allergie. Asthma kommt sogar noch häufiger vor. Auch die Erkrankungen an Multipler Sklerose steigen seit den 1980er Jahren rapide an. Ähnliches gilt für chronische Entzündungen im Darm. Dieses zeigt, das die Bakterien im Vormasch sind und das Immunsystem nicht mehr Herr der Lage wird.

Gerade die Darmflora ist äußerst komplex mit unterschiedlichen Bakterien besiedelt. Gelangt sie aus dem Gleichgewicht drohen unangenehme Folgen wie Magenschmerzen, Blähungen etc. bis hin zu chronischen Entzündungen. In Petrischalen können mit Abstrichen Bakterienkolonien nachgewiesen werden. Die Schalen enthalten eine gelbliches Gel mit Nährstoffen. Bringt man dann zum Beispiel Speichelproben in Kontakt damit und es bilden sich Kolonien von Bakterien wird der Boden schwarz. Auch Blut wird von den Bakterien zersetzt und es bilden sich Löcher im Nährboden der auch als „Agraplatte“ bezeichnet wird.

Gerade bei Wärme und Feuchtigkeit vermehren sich Bakterien stark. Häufig hilf es sogar wenn der Schnuller des Babys zu Boden fällt ihn Abzulecken und dem Baby wieder zu geben. So wird das Immunsystem gegenüber Allergien gestärkt. Babys mit vielen Bakterien im Darm erkranken ebenfalls später seltener an Allergien.

Häufig rät man auch dazu Kindern bis zu einem Jahr Eiern, Kuhmilch oder Nüsse zum Essen zu geben. Jedoch belegen neue Studien das gerade solche Vermeidungen zu Allergien führen. Die Idee dahinter war, dass man keine Allergie ausbildet gegen Stoffe mit denen man nie in Kontakt kann, dabei gilt als bewiesen, dass man auch an einer Katzenhaar-Allergie leiden kann ohne jemals mit einer in Kontakt gekommen zu sein.

So ist es gerade für Kinder durchaus wichtig, dass sie öfters an verschiedenen Sachen nuckeln und so Mikroben in den Darm führen und diesen gegen Allergien stärken.

Es ist also sinnvoll Kindern frühzeitig mit Proteinen in Kontakt zu bringen die aus Nüssen, Kuhmilch oder Nüssen stammen. Die LEAP-Studie mit 640 Baby hat bewiesen, dass der erhöhte Kontakt mit Erdnuss-Proteinen bezüglich Allergien besser war als Kindern gänzlich davor zu schützen. Ein erhöhtes Risiko eine Erdnuss-Allergie auszubilden hatten alle Babys. Die Babys ohne Kontakt mit Nüssen bildeten zu 14% eine Allergie aus, die andere Gruppe mit Kontakt hatte nur in 2% der Fälle eine Allergie.

Produkte die kaum behandelt sind und der Einsatz von wenig Antibiotika bei der Aufzucht von Tieren hilft ebenfalls Allergien zu vermeiden. So kann der Verzehr von Rohmilch vor Allergien schützen. Also Milch die nicht pasteurisiert und homogenisiert wurde. Frische Kuhmilch sollte somit auch auf dem Speiseplan stehen.

Die sonst erhitze Milch enthält nämlich durch die Erhitzung keine Bakterien mehr und bei dem unter Druck stellen (homogenisieren) werden die Fettmoleküle unter Druck gleichmäßig verteilt. Der menschliche Darm kommt so nie in Kontakt mit dem durchaus gesunden Bakterien-Mix.

Dennoch sollte man beachten, dass unbehandelte Milch auch gefährliche Keime enthalten kann wie EHEC oder Listerien. So sollen Schwangere keine Rohmilch konsumieren.

Ähnlich vorteilhaft für die Darmflora wie Rohmilch sind auch Probiotika wie man sie als Joghurts kaufen kann im Kühlregal.

Auch bei der Geburt gilt die klassische als vorteilhaft anstelle des Kaiserschnittes. So kann das Baby schon mit Milchsäurebakterien der vaginalen Schleimhaut bei der Geburt in Kontakt kommen.

Beim Aufwachsen sollte man auch den Kontakt zu Tieren suchen, Haustiere, Besuche auf dem Bauernhof, Streichelzoo etc. Ebenso sollte man übertrieben Hygiene meiden, wie ständig den Schnuller heiß abzuwaschen wenn er zu Boden fällt oder gar Spielzeuge zu desinfizieren. Der natürliche Kontakt mit Mikroben ist gesund, auch dass das Kleinkind eine orale Phase durchmacht in der es alles in den Mund stecken will bildet das Immunsystem und die Immunantwort aus. So gelingt der Schutz vor Allergien am besten.

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