Pflanzen

Allergien durch Pflanzen

Neben Pollen können auch Pflanzen wie die Aster einer Allergie hervorrufen.

Neben Pollen können auch Pflanzen wie die Aster einer Allergie hervorrufen.

Häufig wird übersehen, dass auch Pflanzen allergische Reaktionen hervorrufen können.

So sollten Allergiker neben dem Pollenflugkalender von bekannten heimischen Pollen von Bäumen und Gräsern einige Pflanzen meiden.

Die Pflanzen lösen durch bloßen Kontakt Allergien bei sensibilisierten Menschen aus.

Etwa 200 der in Deutschland heimischen Pflanzen wie auch Blumen können allergische Symptome bei betroffenen Menschen hervorrufen.

Die Schwere der allergischen Reaktion hängt von der jeweiligen Pflanzenart ab. Welche Pflanzen man als Allergiker meiden sollte können sie der folgenden Tabelle entnehmen.

Beschwerden durch Pflanzen

Beschwerden Pflanzen
Reizungen der Haut Aster, Arnika, Ackergauchheil, Brennessel, Efeu, Efeutute, Fetthenne, Sonnenröschen, Vergissmeinnicht, Löwenzahn, Studentenblume, Schafgarbe, Weinraute
Rötungen der Haut Zaunrübe, Becherprimel, Seidelbast, Chrysanthemen, Narzissen
Blasen auf der Haut Weinraute, Becherprimel, Wolfsmilch, Bärenklau
Ekzeme auf der Haut Liguster, Lebensbaum,Hahnenfuß
Rötungen der Augen Maiglöckchen

Was gilt es bei einer Pflanzenallergie zu beachten?

Kommen die Schleimhäute oder die Haut in Kontakt mit Stoffen oder Haaren der Pflanzen folgen allergische Reaktionen wie Rötungen, Juckreiz, Entzündungen oder gar Ekzeme. Bei einer Pflanzenkontaktallergie gilt es zu beachten dass einige Gruppen wie Gärtner oder Floristen besonders betroffen sein können, aber auch jeder Mensch erleiden kann bei einem Kontakt mit einer Brennnessel oder Zwiebel etc. Auch hier gibt es wie bei der Pollenallergie mögliche Kreuzallergien die man beachten sollte.

Welche Pflanzen sollte man zu Hause meiden?

Man muss als Allergiker nicht gänzlich auf Zimmerpflanzen verzichten, jedoch sollte man genau hinschauen welche man wählt. So kann ein Allergietest mögliche Allergene aufzeigen. Es gibt auch eine Reihe typischer Allergiker-Pflanzen die man als Pflanzenallergiker meiden sollte. So werden Allergien häufig ausgelöst von:

  • Primeln bei Hautkontakt
  • Ficus Benjaminus (gibt Allergene über seine Blätter ab die vor allem beim Latexallergikern zu Hautausschlägen und Niesen führen)
  • Chrysantheme bei Hautkontakt
  • Beifuss und verwandete Pflanzenarten
  • Sonnenblumen häufig wenn sie in der Wohnung gehalten werden und nicht im Freien

Welche Pflanzen sollte man im Garten meiden?

Aber auch außerhalb der 4 Wände sollten Allergiker auf einige Pflanzenarten verzichten. So sollten folgende gemieden werden:

  • Azaleen
  • Clematis
  • Hortensien
  • Rhododendron
  • Klatschmohn
  • Löwenmäulchen
  • Eisenkraut
  • Schwarzäugig Susanne
  • Fleißiges Lieschen
  • Stiefmüttechen
  • Lobelien
  • Pantoffelblume
  • Petunie
  • Iris

Welche Pflanzenarten eigenen sich für Allergiker?

Grob gesehen sind vor allem Pflanzenarten unbedenklicher die nicht durch den Wind bestäubt werden wie zum Beispiel:

  • Forsythien
  • Magnolien
  • Schneeball

Wie kann man Pflanzenallergien vorbeugen?

Mit Hilfe einiger Maßnahmen lässt sich das Risiko einer Pflanzenallergie reduzieren. So sollte man:

  • Pflanzen wählen die selten Allergien auslösen wie Kakteen oder die oben genannten
  • Die Blätter regelmäßig von Staub befreien und mit Wasser besprühen
  • Bei empfindlicher Haut nur mit Handschuhen arbeiten.
  • Die Blumenerde sollte nicht zu feucht gegossen werden, da sich sonst Schimmel bilden kann der auch Allergien auslöst. Eine Hydrokultur hilft hierbei.
  • Wenn man neue Pflanzen anschafft immer nur eine neue Art um mögliche Symptome beobachten zu können

Ambroisa-Allergie

Im Zusammenhang mit Pollenallergien ist auch die Pflanze Ambrosia dafür bekannt vermehrt zu Allergien zu führen. Sie wurde aus Nordamerika eingeführt und gehört zur Familie der Korbblüter und produziert bis Oktober massiv Pollen die selbst bei Nicht-Allergikern Symptome auf der Haut auslösen können. Wer auf Beifuß allergisch reagiert, reagiert aufgrund von Kreuzallergien meist auch auf Ambrosia allergisch.

Sie breitet sich auf freien Flächen und privaten Gärten weiträumig in Europa aus. Die Pflanze sollte mit Handschuhen samt ihrer Wurzeln entfernt werden. So kann man ihre weitere Vermehrung eindämmen. Neben Handschuhen empfiehlt es sich auch einen Atemschutz sowie Schutzbrille zu tragen. Hat man die Pflanze vor September im Garten entdeckt hilft auch ein Rasenmähen. Nach September für das Mähen zur Verbreitung der Samen.

Problematisch hierbei ist es auch das die Ambrosia häufig in Vogelfutter, Futtermittel und Saatgut vorkommen kann.

Allergien auf Kosmetika

Auch Kosmetika kann allergieauslösende Pflanzenextrakte enthalten.

Auch Kosmetika kann allergieauslösende Pflanzenextrakte enthalten.

Aber auch Kosmetikprodukte wie Shampoos, Cremes und Salben und Produkte der alternativen Medizin enthalten häufig Pflanzenextrakte auf die der Allergiker reagieren kann. So sollte man auf folgende Inhaltsstoffe achten und Produkte meiden die sie enthalten:

  • Arnika
  • Kamille
  • Teebaumöl
  • Perubalsam
  • Schafgarbe

 

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