Modeschmuck

Modeschmuck

Modeschmuck enthält oft Nickel der auch in Münzgeld enthalten ist.

Modeschmuck enthält oft Nickel der auch in Münzgeld enthalten ist.

Wie kann Modeschmuck zu Allergien führen? Modeschmuck liegt mit Piercings, etc. voll im Trend der Zeit doch der Körperschmuck kann auch zu Allergien führen. Insbesondere die metallischen Verbindungen führen häufig zu einer Kontaktallergie. Denn Modeschmuck ist legiert, dass heißt dass man mindestens 2 verschieden Metalle miteinander vermischt, dieses Verfahren macht den Schmuck besonders robust, härtet ihn etc. Wer allerdings auf einzelne Metalle der Legierung allergisch reagiert bilden dann beim Tragen des Modeschmuckes eine Allergie aus.

Häufig nutzt man Cadmium, Nickel und Blei als Legierung für Piercings und so sind gesundheitliche Probleme vorprogrammiert. Ähnlich wie bei einer Tattoo-Allergie.

So kommt es bei einer Nickelallergie am häufigsten zu Problemen beim Tragen von Modeschmuck. Gut 25% aller Frauen zwischen 30 und 60 Jahren reagieren nämlich allergisch auf das Schwermetall Nickel. Sie ist vor allem unangenehm. Auch kann es genetisch bedingt sein, dass man eine Nickelallergie ausbildet.

Gerade beim Tragen von Schmuck der Nickel enthält lösen sich Nickelsalze und Nickel durch den Schweiß auf der Haut. Es kommt zu allergischen Reaktionen, da das Immunsystem diese Stoffe als fremden Eindringling einstuft und versucht zu bekämpfen.

Häufig kommt es zu Rötungen, Schwellungen, Juckreiz und Blasenbildungen auf der Haut. In der Regel kommt es nach ein paar Stunden nach dem Kontakt mit Nickel oder gar erst 72 Stunden später zu diesen großflächigen Reaktionen der Haut. Man spricht hier auch vom Typ 4 der allergischen Reaktionen, vom Spättyp.

Metalle im Modeschmuck

Bei Piercings gilt es zu überprüfen welche Metallegierungen sie enthalten.

Bei Piercings gilt es zu überprüfen welche Metalllegierungen sie enthalten.

Behandelt wird die Allergie in erster Linie durch Vermeidung, so bilden sich die Hautirritationen nach kurzer Zeit von selbst zurück wenn man den Kontakt mit Nickel meidet. Kommt man häufig mit Nickel in Kontakt kann die Krankheit auch chronisch werden. Man spricht von einem chronischen Kontaktekzem mit schuppender und rissiger Haut. Hier wendet man Antihistaminika als Tabletten oder Kortison als Salbe an.

Kommt es hingegen zu allergischen Reaktionen bei Modeschmuck der Blei und Cadmium enthält können sogar die Nieren und die Knochen geschädigt werden. Gefährlich wird es auch für Kindern wenn sie versehentlich solche Piercings verschlucken. Es kann so zu schweren Vergiftungen kommen.

Ausgezeichnet werden müssen dieses Stoffe beim Kauf auf Etiketten nicht. Grenzwerte liegen bei 500 Mikrogramm auf einem Kilogramm für Blei und bei 100 Mikrogramm auf einem Kilogramm für Cadmium. Häufig werden diese Werte allerdings bei importieren Modeschmuck überschritten.

Wer auf Nickel allergisch reagiert sollte konsequent auf Piercings und Schmuck (Ringe, Ketten, Ohrringe) die den Stoff enthalten verzichten. Auch der Kontakt zu Nickel sollte vermieden werden, er ist häufig in Gürtelschnalle, Münzgeld, Knöpfen, Gestellen von Brillen, Verschlüssen von BHs, Bestecken, Scheren etc.

Auch beim Kauf sollte man auf mögliche Hinweise auf Spuren von Nickel achten.

Es gibt auch die Möglichkeit den Schmuck mit einem Plastiküberzug zu versehen. So werden die Nickelionen daran gehindert in die Haut einzudringen.

Gerade hochwertiger Schmuck enthält meist Silber, Gold oder Platin und löst in der Regel kaum Allergien aus. Bei billigem Modeschmuck sieht es hingegen wieder anders aus.

Aber auch reine Metalle die nicht legiert sind, im günstigen Schmuck, sind bei einer Allergie vorteilhaft. Also Schmuck aus reinem Kupfer bei einer Nickelallergie.

Es gibt auch einen Schnelltest aus der Apotheke, er kostet um die 20€ und man kann mit ihm nachweisen ob in einem Schmuckstück Nickel enthalten ist. Er zeigt dann eine farbliche Veränderung, ähnlich einem Schwangerschafts- oder Drogentest.

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