Lederallergie

Die Lederallergie

Eine mögliche Form der Kontaktallergie ist die Lederallergie. Die allergische Reaktion wird hier allerdings nicht direkt durch das Leder ausgelöst sondern durch die Farbstoffe und Gerbstoffe mit denen das natürliche Leder behandelt wurde.

Wo kann eine Lederallergie auftreten?

Bei einer Lederallergie führen Gerbstoffe und Farbstoffe zu allergischen Symptomen.

Bei einer Lederallergie führen Gerbstoffe und Farbstoffe zu allergischen Symptomen.

Grundsätzlich kann es zu allergischen Symptomen beim direkten Hautkontakt mit dem gefärbten Leder kommen. Also bei Schmuck wie Lederarmbändern, Kleidung aus Leder wie Lederjacken, Schuhen, Sandalen aus Leder, wenn diese ohne Strümpfe getragen werden, einer Ledercouch, Autositzen aus Leder, Handschuhen etc.

Bei der Lederallergie führen vor allem Substanzen wie Chrom (VI) der als Gerbstoff verwendet wird zu allergischen Reaktionen. Bei Schuhen kommt es vor allem nach längeren Tragen und bei Schweiß an den Füßen zu den Symptomen.

Bei Handschuhen verhält es sich ähnlich. Besonders Personen die starkt an den Händen oder Füßen schwitzen sind hier stärker betroffen. Bei Lederjacken ist meist noch ein Innenfutter vorhanden was das Allergierisiko durch direkten Hautkontakt senkt.

Die Symptome

Da es sich hier um eine Kontaktallergie handelt, also einer Spättyp-Allergie vom Typ IV kommt es erst mit einer Verzögerung zu Symptomen. Sie treten auf der Haut auf. So kann es zu starkem Juckreiz, Rötungen und Pusteln auf der Haut kommen. Typisch sind auch allergische Kontaktekzeme.

Bei der Lederallergie führen Allergene in Form von Chromaten zu Symptomen. Häufig wird Chrom-Sulfat fürs Gerben genutzt. Abhängig von der Einwirkung des Chroms auf den Körper unterscheidet man verschiedene Oxidationsstufen (Einwirkungen von Sauerstoff) beim Chrom. So kann sechswertiges Chrom (VI) zu allergischen Reaktionen der Haut und bei der Einatmung sogar Krebs verursachen.

Zur Belastung durch Chromat kann es dadurch kommen, dass Chrom (III) Gerbstoffe mit Chromat verunreinigt wurden oder sich Chromat durch Oxidation während der Fertigung gebildet hat. So wird aus Chrom (III) unter Einfluss von Sauerstoff Chromat, also Chrom (VI).

Wird bei der Gerbung zuviel Chromsalz genutzt verbleiben auch Reste des Chrom (III) im Leder die nicht ausgewaschen werden und erst beim Tragen zu Chromat werden können.

Grundsätzlich kann auch bei einer Gerbung mit Chrom (III) ein chromatfreies Leder erstellt werden, wenn die Fertigung gewissenhaft erfolgt.

Grenzwerte für Chromat

Der Chromatgehalt im Leder darf nicht mehr als 3 mg pro kg betragen. Problematisch ist der Import aus anderen Ländern wie China wo häufig die Grenzwerte überschritten werde und da Produkte aus Leder meist aus vielen einzelnen Teilen bestehen kann es sein das Teilstücke des fertigen Produktes aus verschiedenen Gerbereien stammen. So können auch nur einzelne Lederstücke stärker belastet sein als andere.

Andere problematische Stoffe bei der Fertigung

Neben Gerbstoffen und Farbstoffen können auch Stoffe in der Gummisohle und Einlegesohle zu allergischen Reaktionen führen.

Neben Gerbstoffen und Farbstoffen können auch Stoffe in der Gummisohle und Einlegesohle zu allergischen Reaktionen führen.

Neben Chromat kann auch Octylisothiazolinon zu Symptomen führen. Es handelt sich hier um ein Biozid welches Schimmelbefall verhindern soll und so das Leder konserviert. Alternativ wird auch Chlorkresol verwendet.

Weiterhin wird noch Gluatraldehyd für Farbechtheit genutzt und soll die Waschbarkeit verbessern und kann ebenfalls zu Problemen führen.

Ähnlich wie bei einer Tattooallergie können aber auch die verwendeten Farbstoffe zu Allergien führen.

Aber auch verwendet Klebstoffe wie Neoprenkleber können Symptome bei Allergikern herbeiführen.

Liegt eine Sensibilisierung gegen Mercaptobenzothiazol vor kann es beim Tragen von Schuhen zu Beschwerden kommen. Denn dieser Stoff wird als Vulkanisationsbeschleuniger verwendet in verschiedenen Produkten aus Gummi wie auch die Schuheinlagen (Kork-Latex-Einlagen).

Therapie

Eine Lederallergie lässt sich nicht direkt behandeln, es gilt vielmehr die Ursachen zu meiden. Also belastet Lederwaren sollten keinesfalls mit direktem Hautkontakt getragen werden.

Man sollte sicherheitshalber auf pflanzlich gegerbtes Leder achten oder Produkte aus Leder gänzlich meiden.

Vor allem Menschen mit einer Neurodermitis oder einem allergischen Kontaktekzem sollten bedenkliche Lederprodukte nicht tragen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.