Heuschnupfen

Heuschnupfen

Bei Heuschnupfen kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems gegenüber Pollen.

Bei Heuschnupfen kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems gegenüber Pollen.

Beim Heuschnupfen handelt es sich um eine allergische Reaktion der oberen Atemwege auf Pollen in der Luft. So tritt sie vor allem saisonal bedingt zu den Pollenflugzeiten verstärkt auf.

Für Allergiker sind hier gerade der Frühling und der Sommer problematisch wenn in der Natur die Pflanzen, Bäume und Gräser blühen und grünen. Gerade an warmen, trockenen Tagen kommt es zu Symptomen wie Augenjucken, Niesen etc. Liegt ein Asthma vor verstärken sich in dieser Zeit auch die Asthmaanfälle.

Als Überbegriff nutzt man die allergische Rhinitis. Heuschnupfen ist eine saisonale allergische Rhinitis.

Im Gegensatz dazu spricht man von einer ganzjährigen bzw. perennialen allergischen Rhinitis wenn die Allergen das ganze Jahr über gleich stark auftreten und Symptome auslösen wie bei einer Hausstaubmilben-Allergie.

Unterscheidung bei Heuschnupfen

Heuschnupfen führt zu Symptomen wie laufender Nase.

Heuschnupfen führt zu Symptomen wie laufender Nase.

Weiterhin unterscheidet man noch eine berufsbedingte allergische Rhinitis. Nach der WHO (Weltgesundheitsorganisation) soll die allergische Rhinitis anders unterschieden werden und zwar in eine bleibende (persistierende) allergische Rhinitis und eine unterbrochene (intermittierende) allergische Rhinitis. Hält die Rhinitis über 4 Tage lang in der Woche über mindestens 4 Wochen an spricht man von einer persistierenden Rhinitis.

Abhängig vom Kontakt mit den Allergenen, der eigenen Empfindlichkeit gegenüber den auslösenden Stoffen und dem Zeitraum in dem man den Allergenen ausgesetzt ist fallen die Symptome unterschiedlich heftig und lang aus.

Bei Heuschnupfen entzünden sich die Nasenschleimhäute (Rhinitis) bedingt durch Allergene in Form von Pollen. Man spricht auch vom allergischen Schnupfen, der Rhinitis allergica. Synonym für Heuschnupfen werden auch die Begriffe Pollinosis (vom lat. pollen = feines Mehl), Pollinose oder Heufieber verwendet.

In vielen Fällen wird der Heuschnupfen noch von anderen Atemwegserkrankungen begleitet wie Asthma oder Nasennebenhöhlen (Sinusitis) – Entzündungen.

Man bezeichnet das begleitende Auftreten auch als Komorbidität.

Häufig erkranken schon Kinder an ihr. Es kommt zur Minderung der Lebensqualität, da man in erster Linie die Allergene meiden muss. Dieses bedeutet den Verzicht auf Aufenthalte im Freien gerade im Sommer. Bei Erwachsenen sind gerade die Kreuzallergien von großer Bedeutung.

Symptome von Heuschnupfen

Bei einem allergischen Schnupfen ausgelöst durch Milben kommt es das ganze Jahr über zu Symptomen und nicht nur saisonal wie beim Heuschnupfen.

Bei einem allergischen Schnupfen ausgelöst durch Milben kommt es das ganze Jahr über zu Symptomen und nicht nur saisonal wie beim Heuschnupfen.

Die Symptome sind vielfältig und äußern sich in Schnupfen, Niesen, tränenden Augen, geschwollen Augenlidern, Juckreiz, laufender Nase, Müdigkeit, Husten, pfeifender Atmung, Asthma, Kurzatmigkeit etc.

Im Gegensatz zur ganzjährigen Hausstauballergie fallen die Symptome sogar heftiger aus.

Der Körper reagiert mit dem Immunsystem über auf an sich harmlose Stoffe, die beim Nicht-Allergiker zu keinerlei Symptomen führen.

So kommt es im Februar zu Heuschnupfen bedingt durch Pollen der Haselbäume, im März durch die Erle, im April durch die Birke, im Mai durch die Buche, Esche und Eiche, im Mai bis August durch Gräser, von Juli bis August durch Beifuß und im September durch Ambrosia.

Auch andere Faktoren wie Rauchen und Umweltverschmutzungen können Allergien begünstigen. Gerade durch gesteigerte Hygienestandards in den westlichen Industrieländern werden Allergien gefördert.

So leidet etwa jeder 4. an einer allergischen Rhinitis und häufig erst ab dem 20. Lebensjahr. Auch kann sich hieraus ein allergische Asthma entwickeln. Es kommt dann also zu einem Etagenwechsel. Die Symptome wander von den oberen Atemwege auf die unteren.

Bei einer Kreuzallergie führen Lebensmittel mit ähnlichen Allergenen wie Pollen zu Beschwerden. So können Äpfel für Menschen mit Heuschnupfen zu ähnlichen Symptomen führen in Form einer Kreuzallergie.

Die Diagnose

Bei einer Anamnese, einem Patientengespräch, werden mögliche Zusammenhänge aus genetischer Vorbelastung, Lebensumständen, Zeit und Ort des Auftretens der Symptome ermittelt. Durch einen Allergie-Test in Form eines Hauttest (Prick-Test) und einen Bluttest können mögliche Anzeichen für eine Sensibilisierung auf bestimmte Allergene ermittelt werden.

Bei Hautest werden allergene Lösung auf die Haut auf den Unterarm aufgebracht und die Haut anschließend etwas angeritzt, kommt es zu Juckreiz bzw. rötlichen Verfärbungen kann hier einer Allergie gegen den Stoff vorliegen.

Beim Bluttest können IgE-Antikörper ermittelt werden die auf eine Allergie hinweisen können. Auch ein Provokationstest ist möglich bei dem der Patient gezielt mit dem Allergen konfrontiert wird. Hierzu werden Allergen in Form eines Sprays auf die Nasenschleimhaut aufgetragen. Kommt es zu Niesen, Schwellungen, laufender Nase kann hier eine allergische Rhinitis vorliegen.

Behandlung

Zum einen gilt es die Allergene zu meiden. So sollte man die Pollenflugzeiten beachten und beim Reisen entsprechend geeignete Reiseziel mit wenig allergener Belastung auswählen (im Gebirge oder am Meer).

Auch das Haarewaschen und Kleidungswechsel vor dem Schlafengehen nach einem Spaziergang ist wichtig. Behandelt werden die Symptome mit Medikamenten wie:

  • Chromone
  • Antihistaminika
  • Kortikosteroide
  • Nasensprays- und tropfen die beim Abschwellen helfen
  • Lekotrienrezeptorantagonisten
  • Salzhaltige Nasensprays und Nasenduschen

Auch eine Hyposensibilisierung gegen Allergen ist möglich, aber langwierig. Man spricht hier auch von einer spezifischen Immuntherapie. Hier wird der Körper quasi mit einer geringen Dosis des Allergens immer wieder aufs neue geimpft und so die Symptome gelindert durch eine Gewöhnung des Körpers und Immunsystems an den allergenen Stoff.

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