Hautausschlag

Hautausschlag

Bei Hautausschlag kommt es zu krankhaften Veränderungen auf der Haut.

Bei Hautausschlag kommt es zu krankhaften Veränderungen auf der Haut.

Was hilft bei einem Hautausschlag? Wie kommt es zu einem Hautausschlag? Häufig sind Ausschläge auf der Haut ein Warnsignal, des größten menschlichen Organes, der Haut. Es deutet auf körperliche oder seelische Probleme hin.

Aber auch allergische Reaktionen oder ein Virus kann die Ursache für veränderte Muster der Haut sein. Durch ihre große Fläche ist die Haut extrem fremden Umwelteinflüsse ausgesetzt. Der Hautausschlag wird auch Exanthem genannt. Er umfasst meist große Hautpartien und es enstehen rötliche bis bräunliche Verfärbungen. Aber auch weiße Flecken, Girlanden, Stippchen mit Erhebungen sind mögliche.

Auch Quaddeln (kleine rosige Schwellungen wie bei einer Nesselsucht), Knoten, Pusteln mit Eiter oder Blasen mit Flüssigkeit können bei einem Hautausschlag enstehen. Man spricht hier von Effloreszenzen abgleitet von dem lateinischen Wort für aufblühen. Exanthem beschreibt ebenfalls auf griechisch das Aufblühen und somit die Vorgänge die sich auf der Haut abspielen.

Ursachen für Hautausschlag

Zuviel Sonne kann ebenfalls zu Hautausschlägen und Sonnenbrand führen. Hier ist Sonnenschutz mit UV-Filter wichtig.

Zuviel Sonne kann ebenfalls zu Hautausschlägen und Sonnenbrand führen. Hier ist Sonnenschutz mit UV-Filter wichtig.

Es gilt die genau Ursache für den Hautausschlag zu bestimmen. Häufig gibt das Aussehen des Ausschlages schon Hinweise darauf.

Wichtig sind auch die Zusammenhänge wann und wo die Ausschläge aufgetreten sind. Beispielsweise nach dem Kontakt mit einem Stoff (Kontaktekzem) oder nach dem Essen eines Nahrungsmittels (Nahrungsmittelallergie).

Exantheme enstehen häufig an den Händen, Füßen, Beinen und Unterarmen und weiten sich teils stark aus.

Auch im Gesicht, am Gesäß, im Genitalbereich, Rücken, Brustkorb können aus kleinen Rötungen und Bläschen dann Schuppen, Wunden, Krusten und Risse enstehen.

Juckreiz ist ein häufiges Symptom das mit dem Ausschlag einher geht. Auch Brenne, Hitze und Schmerzen sind mögliche Begleitsymptome.

Von Enanthemen spricht man bei Ausschlägen im Rachen und Mund.

Kinder leiden häufig an Windpocken und Masern bei denen es zu roten Flecken, Fieber und Schuppenbildung sowie Juckreiz kommt.

Was tut man bei Hautausschlag?

Häufig reicht es aus die Ursache zu meiden. Wie eine bestimmte neue Creme, Kleidungsstück etc. Die Stelle kann gekühlt werden oder auch mit einem Naturheilmittel wie Apfelessig, nach Insektenstichen, behandelt werden.

Bei einer heftigen allergischen Reaktion oder gar einen anaphylaktischen Schock ist ein Notarzt mit der 112 zu rufen.

Wenn die Ursache nicht eindeutig ist gilt es herauszufinden ob Nahrungsmittel, Medikamente, Stress etc. die Ursache sein könnten. Kann man keinen direkten Auslöser finden spricht man auch von idiopathischem Hautausschlag.

Bei Virusinfektionen kommt meist auch zu Fieber. Erwachsene leiden häufig an Herpes-zoster-Viren im Gesicht, am Ohr oder auch als Gürtelrose.

Aber auch blühende Bläschen am Mund kehren bei Herpes-Viren immer wieder oder im Genitalbereiche (Herpes genitalis)

Leberentzündungen können auch durch Viren ausgelöst werden (Virus-Hepatitis) hier kann es zu Gelbsucht, Übelkeit, Gelenkschmerzen und Drücken im rechten Oberbauchbereich kommen.

Auch Medikamente können die Ursache sein bei einer Überempfindlichkeit gegen Antibiotika, Gichtmittel, Krebsmedikamente etc.

Mögliche Erkrankungen

Sonnenstrahlung kann nicht nur bräunen sondern auch die Haut verbrennen und gerade mit Sonnencremes können sich auch Exantheme bilden. Der Sonnenbrand an sich ist auch ein Exanthem.

Bei Allergien kann es auch zur Nesselsucht und Veränderungen der Haut kommen.

Blutungen in der Haut und Altersflecken zählen nicht als Hautausschlag.

Bei Neurodermitis treten durch chronische Entzündungen ebenfalls Hautausschläge auf.

Die Schuppenflechte (Psoriasis) führt zu weiß-silbernen Schuppen auf der Haut. Im mittleren Alter tritt häufig auch eine Pityriasi rosea auf, also eine Röschenflechte. Sie heilt in der Regel von selbst wieder ab ist aber ursächlich nicht ganz geklärt. Es kommt zu rötlicher Schuppenbildung mit Juckreiz. Betroffen ist häufig die Körpermitte, Oberarme und Oberschenkel.

Auch Pilze können Erkrankungen der Haut herbeiführen. Hefepilze (Candida) befinden sich im Magen-Darm-Trakt und im Mund sowie den äußeren Geschlechtsorgangen. Wird jedoch ihr Gleichgewicht gestört kommt es zu einer krankhaften Vermehrung der Pilze an Haut und Schleimhäuten. Gerade in Hautfalten übergewichtiger Personen vermehren sie sich gern (feuchtes Milieu).

Parasiten können auch zu Hautveränderungen führen. Wie Kopfläuse, Kleiderläuse oder Milben.

Bei einer Autoimmunerkrankung können entzündliche Vorgänge ebenfalls die Haut schädigen. Wie bei einem Pemphigoid. Es kommt zu Bläschen und Hautschäden am Körper.

Bei der Kollagenose bilden sich rote Hautausschläge im Gesicht und Schuppen an den Händen. Lupus erythematodes betrifft auch andere Organe und Gefäße.

Beim Sweet-Syndrom kommt es zu Verdickungen durch Flüssigkeitseinlagerungen. Auch Vererbung kann bei Hauterkrankungen eine Rolle spielen.

Was man beachten sollte

Hautpflege und Sonnenschutz sind wichtig um die Haut zu schützen.

Hautpflege und Sonnenschutz sind wichtig um die Haut zu schützen.

Sind die Ursachen wie Allergene oder physische Reize wie Druck oder Wärme bekannt gilt es sie zu meiden. Bei einem Allergietest wie den Pricktest kann der Arzt gezielt Veränderungen an der Haut untersuchen. Auch das Drücken und Streichen auf der Haut mit einem Holzspalt oder Kunststoff kann Veränderungen der Haut auf Druck zeigen.

Lindernde Salben, Cremes, Tinkturen und Gele können Abhilfe schaffen. Dabei werden sie äußerliche örtlich angewandt.

Selbst trockene Heizungsluft kann zu Symptomen auf der Haut führen wenn diese empfindlich ist.

Lichttherapien mit UV-Strahlung können ebenfalls Symptome lindern. So hilft sie zum Beispiel bei Psoriasis, Neurodermitis, Sklerodermie, Lichen ruber oder Pityriasis lichenoides.

Auch eine gesunde Ernährung ist wichtig um das Immunsystem zu stärken und so die Barrierefunktion der Haut gegenüber Umwelteinflüssen.

Ebenso ist eine gesunde Hygiene und Pflege der Haut hilfreich für die Prophylaxe.

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