Gräserallergie

Gräserallergie

Die Gräserallergie führt zu unangenehmen Symptomen.

Die Gräserallergie führt zu unangenehmen Symptomen.

Jedes Jahr kommt es erneut zur Hochsaison für die Gräserallergie. So sind die Symptome Jucken in der Nase, gerötete Augen, Schnupfen, Atemnot etc.Bei Allergikern reagiert das Immunsystem überempfindlich auf die Fremdstoffe und es kommt zu Entzündungsprozessen die die unangenehmen Symptome hervorrufen.

Der allergische Schnupfen, auch Heuschnupfen genannt plagt so jedes Jahr aufs neue viele Patienten. Zur Linderung der Symptome werden häufig Antihistaminika verschrieben die den Botenstoff Histamin blocken, er führt zu den Entzündungen im Köper da die vermeintlich gefährlichen Fremdstoffe bekämpft werden.

Die Antikörper versuchen so den Fremdstoff zu isolieren, damit dieser anschließend aus dem Körper gespült werden kann durch Schneuzen, Auswurf etc. So produzieren die Antikörper Immunglobuline Typ-E (IgE) welche sich ihrerseits an die Mastzellen (die Wächterzellen) heften. Kam es beim Erstkontakt zu einer Sensibilisierung kommt es bei jedem weitern Kontakt zur allergischen Reaktion. Man spricht hier auch vom einer Typ-I-Allergie, der Sofort-Typ-Allergie.

Hyposensibilisierung

Hyposensibilisierungen sind möglich, aber auch sehr langfristig aus gelegt. Dabei setzt man den Körper immer wieder kleinen Dosen des Allergen aus, damit dieser sich daran gewöhnt und die Symptome des Heuschnupfens an Intensität verlieren.

Dabei werden die Allergen über eine Spritze unter die Haut verabreicht bei der subkutane Immuntherapie (SCIT).

Alternativen gibt es auch mit Tabletten oder Tropfen, die so genannte sublinguale Immuntherapie (SLIT). Hier wird er Stoff für 3 Minuten unter der Zunge gehalten bevor man ihn runterschluckt.

Man geht in 2 Phasen vor. In der ersten erhält man jede Woche eine Spritze in die Rückseite des Oberarmes, bei der die Dosis langsam gesteigert wird. In der zweiten Phase erfolgt die Spritze alle 4 bis 8 Wochen. Die Therapie ist langwierig und dauert 4 bis 5 Jahre an.

Es gibt auch eine Kurzzeit-Therapie, hier kommt es zu 4 bis 8 Injektionen kurz vor der Pollensaison. Anfänglich sind es 2 bis 4 Spritzen pro Tag. Die nach ein oder zwei Wochen wiederholt werden. Wer in die Klinik geht bei einer weiteren Variante erhält an 2 bis 3 Tagen alle 30 bis 60 Minuten eine Spritze. Man nennt dieses auch die „Rush-Immuntherapie“ die besonders für Insektengiftallergiker geeignet ist. Durch die kurzen Intervallen und hohen Dosen erfolgt eine schnellere Gewöhnung des  Körpers an das Allergen.

Impfung gegen Heuschnupfen

Impfungen gegen Heuschnupfen sind möglich.

Impfungen gegen Heuschnupfen sind möglich.

Aber auch Impfungen gegen eine Gräserallergie sind möglich. Dabei werden Immunglobuline vom Typ G (IgG) von B-Zellen (Teil des Immunsystemes) hervorgerufen, welche die IgE ausbremsen. So werden die allergischen Reaktionen durch die Mastzellen unterbunden.

So wird die fehlerhafte Immunantwort durch eine andersartige ausgebremst. Aber auch ein Verhindern der Entstehung der Allergie ist durch die „Peptide Carrier Fusion Vaccines“-Technologie möglich. Bereits im Kindesalter kann sich eine Allergie ausbilden bzw. eine genetische Veranlagung vorliegen.

Untersuchungen haben ergeben, dass die Impfung erfolgreich vor dem Enstehen der Gräserallergie schützen kann.

Auch die Nebenwirkungen sind gering. Die Impfung wird dabei jährlich aufgefrischt und beseht aus 4 Teilen.

Ebenfalls gegen Tierhaare und Hausstaub sind erste Impfungen geplant.

Gerade durch Kreuzallergien ist es gelungen die Allergie-Impfung zu entwickeln. Also wenn Immunglobulin E (IgE) Antikörper auf ein spezielles Antigen gerichtet sind und auch bei anderen Allergenen anspringen die dem Allergen ähneln. So sind die Allergen von Äpfeln ähnlich denen von Gräser. Wer also an Heuschnupfen leidet, reagiert meist auch allergisch beim Verzehr von Äpfeln.

Gräser- und Getreidepollen-Allergiker vertagen meist keine Tomaten, Pistazien, Melonen, Cashewnüsse, Bananen, Mangos, Hülsenfrüchte etc.

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