Entzündungen

Entzündungen

Bei Allergien kommt es zu Entzündungen im Körper.

Bei Allergien kommt es zu Entzündungen im Körper.

Bei einer Allergie kommt es zu Symptomen in Form von Entzündungen die ausgelöst werden durch eine fehlgeleitete Immunantwort des Immunsystems.

Der Körper reagier hier auf Allergene die an sich harmlos für ihn sind.

Eine Entzündung, auf lateinisch Inflammatio, ist die Reaktion auf schädliche Reize.

So kommt es auch bei Allergien zu Symptomen die einer klassischen Entzündung gleichen wie Schwellungen (lat. tumor), Rötungen (lat. rubor), Schmerzen (lat. dolor), Übererwärmung (lat. calor), Einschränkungen in der Funktion (lat. functio laesa) in Folge von Botenstoffen die zu einer Erweiterung er Blutgefäße führen und so einer stärkeren Durchblutung.

So können Immunzellen leichter durch die durchlässiger gewordenen Gefäße in das Gewebe gelangen und Blutplasma austreten.

Auch kann es zu Wassereinlagerungen und Bläschenbildung kommen.

Die Endung -itis kennzeichnet Entzündungen

Die medizinischen Fachbegriffe für Entzündungen enden auf einen „-itis“. Diese Endung wird an die griechische Bezeichnung der jeweils betroffenen anatomischen Struktur angehängt. Wie zum Beispiel bei:

  • Gastritis (Entzündung des Magens)
  • Enteritis (Entzündung des Darms)
  • Arthritis (Gelenksentzündungen)
  • Myokarditis (Herzmuskelentzündung)
  • Dermatitis (Hautentzündung)
  • Otitis (Ohrenentzündung)
  • Bei einer Lungenentzündung spricht man jedoch von einer Pneumonie ohne -itis, außer bei der seltenen Form Pneumoonitis

Die Funktion von Entzündungen im Körper

Durch Entzündungen sollen Krankheitserreger und fremde Stoffe schnell aus dem Gewebe und dem Organismus entfernt werden. So arbeiten hier Entzündung, Blutgerinnung, Blutstillung, Wundheilung und Zerstörung von Zellen und deren Abtransport eng zusammen. Da diese jedoch häufig mehr Schaden als Nutzen anrichten, gerade bei einer Allergie, sind Entzündungen das erste Ziel einer medizinischen antientzündlichen Behandlung.

So versucht man in erster Linie den Reiz abzustellen der die Symptome auslöst, bekämpft man hingegen die Abwehrreaktion des Körpers, kann sich der Heilungsprozess verzögern.

Antigene, Fremdstoffe oder Schäden im Gewebe dienen als Reiz der die Abwehrreaktion des Immunsystemes auslöst. Häufig sind die Entzündungen lokal (topisch) begrenzt auf das Organ, das umgebende Bindegewebe mit dem Lymphsystem und Blutgefäßen. Die Symptome wie Schmerz, Schwellungen, Rötung, Übererwärmung und eingeschränkte Funktionalität sind die ersten sichtbaren Symptome. So kann es an den Schleimhäuten des Magens zum Beispiel beim Essen zu Schmerzen und Übelkeit kommen.

Wie es zu den Symptomen kommt

Dabei finden folgende Prozesse statt:

  • Schmerzen werden ausgelöst durch die Botenstoffe Prostaglandin E2, Bradykinin, Prostaglandin I2 etc. und Zytokinen aus den Immunzellen, dadurch soll der Körperteil ruhig gestellt werden und Bewegung vermieden werden. Er stellt einen Selbstschutz da durch Bewegungs- und Energieschonung.
  • Rötungen und Schwellungen sind die Folge einer erhöhten Durchlässigkeit der Blutgefäße aufgrund der Diapedes der Immunzellen, Plasmaproteine und Erythrozyten. Es werden die Botenstoffe Interleukin-1 sowie Prostaglandin 2 ausgeschüttet. Die eingewanderten Plasmaproteine und Zellen bezeichnet man hier auch als Infiltrat.
  • Zur Erhöhung der Temperatur kommt es durch Zytokine wie Interleukin-6 und vermehrten Prostaglandin E2 in Folge von verstärktem Stoffwechsel.

Das kranke Gewebe wird zum Teil auch abgestoßen durch Apoptose und Nekrose und einer Neubildung von Zellen. So kann sich der Körper selbst erneuern. Durch das Abstoßen der Hautzellen werden die darunter liegenden Schichten geschützt.

Die Ursachen von Entzündungen

Durch physikalische Reize wie mechanischen Druck, Reibung oder durch Fremdkörper, eine Verletzung können Entzündungen ausgelöst werden. So können sich Harnsäurekristalle als Endprodukte vom Stoffwechsel im Körper ablagern oder auch thermische Reize wie Hitze oder Kälte führen zu Entzündungen. Ebenso wie UV-Strahlung der Sonne, Infrarot, ionisierende Strahlung, chemische Reize durch Säuren, Laugen, Toxine etc.

Bei Allergien führen Allergene und Autoallergene wie bei einer rheumatischen oder Autoimmunerkrankung zu Entzündungen. Aber auch klassische Krankheitserreger wie Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten können Entzündungen im Körper hervorrufen. Mit unter führen auch entgleiste Enyzme wie bei der akuten Pankreatitis zu Entzündungen.

Der Ablauf der Entzündung

Entzündungen folgen einem bestimmten Ablauf.

Entzündungen folgen einem bestimmten Ablauf.

Es kommt zu einer lokalen kurzen Durchblutungsminderung (intiale Ischämie) in Folge von Adrenalinausstoss (arterieller Spasmus). Die Venolen erweitern sich und die Arteriolen verengen sich.

Als nächstes kommt es zur einer lokalen Hyperämie aufgrund der Verengung der Venolen (durch die Mediatoren Prostagladin, Kinin ausgelöst) und dem Arteriolenspamus durch das vegetative Nervensystem.

Da das Blut im Abfluss gestört wird kommt es zu einer Thrombozytenaggregation (Sludge-Phänomen, also zähflüssiges Blut). Durch Histamin, Prostaglandin, Serotonin und Kinin wird die Permeabilität der Gefäßwände kurzzeitig erhöht und es kommt zu einem Blutstau.

Plasmaeiweiße können so verstärkt eindringen. Der Fremdkörper wird durch Lymphozyten, Makrophagen und eosinophile sowie basophile Granulozyten phagozytoisiert. Auch strömen vermehrt Mastzellen zum entzündeten Gewebe.

Zu beachten ist auch, dass immer gesundes Gewebe mit geschädigt wird bei einer Entzündung. So kann es zum Beispiel bei einer COPD durch Entzündungen zum Wachstum glatter Muskulatur führt. Ähnliches gilt für die Atherosklerose.

Bei chronischen Entzündungen werden Neoplasien und ihr Wachstum gefördert. Ähnlich problembehaftet sind Entzündungen die durch harmlose Fremdstoffe ausgelöst werden wie bei Allergien und Autoimmunerkrankungen.

Entzündungen werden zeitlich kategorisiert:

  • akut, also plötzlich auftretend
  • perakut, also plötzlich auftretend mit schweren Folgen bis hin zum Tod in wenigen Tagen
  • subaktu, liegt zwischen chronisch und akut
  • primär-chronisch, also langsam und schleichende Entzündung
  • rezidivierende als wiederholt auftretende Entzündung
  • progredient, also fortschreitend, ohne Besserung
  • sekundär-chronisch, also nicht heilend akut oder rezidivierende Entzündung

Man kann Entzündungen auch nach ihrer Ausweitung kategorisieren:

  • lokal, also örtlich begrenzt
  • systemisch/generalisiert/metastatisch, also verteilt über den ganzen Körper, meist fiebrig

Außerdem kann man sie nach der Flüssigkeit einordnen:

  • eitrige Entzündung
  • fibrinöse Entzündung mit großer Menge fibrinhaltiger Flüssigkeit
  • seriöse Entzündung mit großer Menge an eiweißhaltiger Flüssigkeit

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