Chronotyp

Chronotyp

Beim Chronotyp gilt die Lerche als Frühaufsteher.

Beim Chronotyp gilt die Lerche als Frühaufsteher.

Der Chronotyp beschreibt die Einordnung von Menschen in der Chronobiologie. So haben sie spezielle physische Merkmale wie zum Beispiel, Körpertemperatur, Hormonspiegel, Schlaf- sowie Wachphasen unterschiedliche Leistungsfähigkeiten abhängig von der Uhrzeit. Entsprechend dem Biorhythmus variieren so die Leistungsvermögen abhängig von der Tageszeit.

Bei Menschen und Säugetieren im Allgemeinen wird das Schlafhormon Melatonin gebildet in der Netzhaut, der Zirbeldrüse und dem Darm. Es hat maßgeblichen Einfluss auf die Wach- und Schlafphasen. So wacht man auf wenn Licht auf die Augenlider fällt, da die Produktion von Melatonin gestoppt wird. Auch kann man in abgedunkelten Räumen besser und schneller einschlafen.

Durch die fotosensitiven Ganglienzellen in der Netzhaut, die vor allem im blauen Licht bei 480 nm Wellenlänge am empfindlichsten für Licht sind passt der Organismus sich dem Ablauf von Tag und Nacht an. Daher kann viel blaues Licht aus Displays von Smartphones und Fernsehern sowie künstliches Licht zu Schlafstörungen führen, es enthält nämlich einen  hohen Blau-Anteil.

Welche Chronotypen gibt es?

Die Eule gilt als Spätaufsteher, Nachtmensch und Nachteule.

Die Eule gilt als Spätaufsteher, Nachtmensch und Nachteule.

Man unterscheidet verschiedene Chronotypen abhängig von der Tageszeit an der sie besonders aktiv und leistungsfähig sind. So gibt es:

  1. Der Frühaufsteher, auch „Lerche“ genannt, der am seltensten vorkommt.
  2. Der Normaltyp, der in der Bevölkerung am weitesten verbreitet ist.
  3. Der Spätaufsteher auch „Eule“ genannt oder „Abentyp“, „Nachtmensch“, „Spätrhythmiker“ oder „Abendmensch“ der am 2. häufigsten vorkommt.

Betrachtet man die Verteilung der Chronotypen auf die Bevölkerung ergibt sich eine Normalverteilung in Form einer Glockenkurve, ähnlich wie es auch der Fall ist bei der Körpergröße oder Schuhgröße.

Welchem Chronotyp man angehört bestimmt die Genetik maßgeblich. Er kann sich aber mit dem Alter sogar ändern. Gerade Kleinkinder sind häufig Lerchen. Im jugendlichen Alter und der Pubertät zeigt sich dann der eigentliche Chronotyp rasch. So haben Männer im Alter von 20,9 das Maximum des ungestörten Schlafzeitraumes von 5:30 Uhr Ortszeit. Bei Frauen im Alter von 19,5 liegt das Maximum um 4:45 Uhr. Mit zunehmendem Alter liegt er bei nur noch 3:30 Uhr Ortszeit.

Eine Anpassung an das Schlafverhalten durch äußere Einflüsse die berufsbedingt sind oder durch viel blaues Licht sind nur eingeschränkt möglich. Man folgt sozusagen seiner inneren Uhr beim Schlafrhythmus.

Eulen sollen sogar wohlhabender sein als Lerchen.

Der Frühaufsteher ist meist schon nach nur 8 Stunden Schlaf wieder fit. Dafür hat er aber ein Tief nach 12 Stunden Wachsein. Gerade am Mittag ist er am leistungsfähigsten.

Der Langschläfer hat Probleme morgens richtig in die Gänge zu kommen. Erst gut 4 bis 6 Stunden nach dem Aufstehen gegen Nachmittag ist er richtig aktiv und erreicht seinen persönlichen Leistungshöhepunkt erst gut 10 bis 12 Stunden nach dem Aufstehen.

Wer schon morgens mit viel Licht geweckt wird kann später besser wieder einschlafen und beginnt den Tag erholter. Blaues Licht aus künstlicher Beleuchtungs sollte man meiden es verhindert die Produktion des Schlafhormons Melatonin.

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